Die letzten Tage sind angebrochen. Nach Sydney sind es nur mehr wenige hundert Kilometer. Wir fahren zunächst weiter den Murray River entlang. Die Gegend ist von Obst, Gemüse und Weinanbau geprägt. Die Vegetation beginnt wieder grüner zu werden. Es ist zu erkennen, dass wir wieder in einem wasserreicheren Umfeld sind.
28.03.
Echuca, ebenfalls am Murray River, hatte einst mal den größten Binnenhafen Australiens. Aber der Ausbau des Straßen- und Eisenbahnnetzes führte zum Untergang. Echuca scheint es aber gelungen zu sein, erfolgreich auf Tourismus umzusatteln.
29.03.
Weiter den Murray River entlang Richtung Albury. Albury wird auch als Zwischenstopp auf der Strecke zwischen Sydney und Melbourne genannt, da es auf dem Hume Highway 31 liegt, der Verbindung zwischen beiden Großstädten. In Albury weithin sichtbar auf einem Hügel befindet sich das Albury War Memorial.
Auf dem Weg nach Albure kommen wir in der Nähe von Yarrawonga durch ein Gebiet in dem vor ca. 2 Wochen ein Hurrikan gewütet hat. In den Nachrichten sieht man in der Regel Luftbilder und Ausschnitte von zerstörten Häusern. Wir alle haben solche Bilder schon viele male im Fernsehen gesehen. Diese Bilder können aber selten das Ausmaß der Zerstörung vermitteln. Meist habe ich diese relativ emotionslos angesehen. Der Hurrikan hat sich hier mehrere Kilometer entlang der Straße fortbewegt. Ein Caravan Park wurde zerstört. Die Kraft eines solchen Sturms lässt sich auch anhand der Zerstörung der Bäume erahnen. Große starke alte Bäume entlang der Straßen sehen regelrecht zerfetzt aus. Es blieben nur die Stämme übrig. Die Baumkronen scheinen wie wie von einem riesigen Tier abgefressen aus.
30.03.
Canberra ist eine sehr weitläufige und grüne Stadt. Fährt man von den Außenbezirken Richtung Zentrum, erhält man den Eindruck, die Stadt ist von der Infrastruktur her für mindestens dreimal so viele Personen gedacht, als darin wohnen. Canberra ist eine Planstadt und wurde gegründet, als nicht entschieden werden konnte, ob Sydney oder Melbourne die Hauptstadt von Australien werden sollte.
31.03.
Das heutige Ziel sind die Blue Mountains. Vor der Weiterfahrt halten wir bei einem der vielen Parks, um noch ein paar Fotos zu schießen. Hier passiert es. Ich möchte wo raufklettern, rutsche ab und falle auf mein Knie. Das Ergebnis kann im Folgebeitrag nachgelesen werden.
Die Blue Mountains sind etwa 100 km östlich von Sydney und deshalb nicht nur für Touristen, sondern auch für die Städter ein beliebtes Ausflugsziel. Berühmt ist hier die Felsformation Three Sisters, drei Felsen, die nach Aborigine Geschichte drei versteinerte Schwestern darstellen.
01.04.
Rückfahrt nach Sydney, Wolfgang und Thomas beim Hostel abliefern, da sie noch vier weitere Tage bleiben, Auto zurückgeben und Heimflug.
Resümee
Es war schön, wieder in Australien zu sein. Ich habe alte Plätze besucht, Erinnerungen aufgefrischt und neue Erlebnisse gemacht. Der Tierwelt war ich bei meinen vorigen Besuchen nicht so nah gekommen, wie dieses Mal.
Wir drei waren eine gute Partie, es hat, aus meiner Sicht, keine Probleme gegeben. Unterwegs haben wir immer wieder nette Leute kennengelernt, zum Teil mit ihnen gefeiert. Die Zeit ist wie im Flug vergangen.
Für meinen Geschmack sind wir in dieser „kurzen“ Zeit etwas zu viel gefahren. Wir haben so um die 8.000km zurückgelegt. Aber es gibt nur wenige andere Möglichkeiten, wenn man auf dem Landweg zum Uluru möchte.
Was das Finanzielle anbelangt, ist Australien derzeit ein teures Reiseland. Man sollte auf jeden Fall mit 20% teureren Preisen bei Lebensmitteln und Essen rechnen. Die Preise für die Unterkunft habe ich nicht als so teuer empfunden. Hier gibt es aber starke Unterschiede. Beliebte Touristenziele sind sehr teuer, dafür kann man in anderen Gegenden vernünftig auch sehr günstig wohnen. Wir hatten einen Mix aus Jugendherbergen und Motels. Manchmal war es günstiger ein Motel zu nehmen, als in einem Gemeinschaftszimmer in einer Jugendherberge zu übernachten. Bei Alkohol muss mit mindestens den doppelten Preisen, als bei uns gerechnet werden.
Die Reise hatte für mich einen „aufregenden“ Start und leider einen unglücklichen Ausgang, der meine weiteren Pläne durcheinander gewürfelt hat.
Nichtsdestotrotz eine wunderbare Reise.
Danke fürs Lesen, Jürgen.







