Wir verlassen Melbourne am 11.03. Die nächsten Tage wollen wir die Great Ocean Road entlang Richtung Adelaide fahren. Die 180 km bis zum Tagesziel gestalten sich als ziemlich schwierig, da wir am Vortag in Melbourne etwas länger aus waren. Wir versuchen die Strecke so schnell wie möglich hinter uns zu bringen und können die schöne Gegend und die kurvige Fahrt nicht so sehr genießen. Wir übernachten in Apollo Bay und sind froh, als wir dort gegen 14 Uhr eingecheckt haben und den Schlaf nachholen können.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es die letzten Tage heiß war? Ziemlich heiß. Es hat gefühlte 1.000 Grad.
Heute, 12.03., steht der touristische Teil der Great Ocean Road auf dem Plan. D.h. ins Auto einsteigen, anschnallen, ein bis zwei km fahren, abschnallen, aussteigen, 10 bis 15 Minuten laufen, Küstenformationen fotografieren, zurück zum Auto, einsteigen, anschnallen, … . Das ganze natürlich zwischen 10 und 14 Uhr. Da wo viele Südländer normalerweise Siesta halten.
Zuerst sehen wir uns das Cape Otway Lighthouse an, „Australia’s most significant lighthouse“. Für viele Reisende war es nach Monaten auf der See die erste Sicht auf Land. Danach geht es Schritt für Schritt weiter, Gibson Steps, und was weiß ich alles. Bei den 12 Aposteln ist der größte Andrang. Die 12 Aposteln sind im Meer stehende Felsen aus Kalkstein (Wikipedia). Das Meer wäscht sie unten aus und irgendwann stürzen sie um. Ein Riesen Parkplatz, mehrere hundert Touristen, Besucher Zentrum, Helikopterflüge, und und und. Von den 12 Aposteln waren 2004 noch 9 vorhanden. Wie ich sehe, ist 2005 wieder einer umgefallen. Wenn das so weitergeht, können sie bald zusperren. Kaum vorstellbar, dass man für 170 km knapp 7 Stunden benötigt.
Mi. 13.03.2013. Ein ziemlich ruhiger Tag. Vormittags haben wir uns in Warrnambool das Maritime Museum angesehen, ein Freiluftmuseum, in dem alte Gebäude vorhanden sind und zum Teil Personen in historischer Kleidung zu Schauzwecken Decken nähen oder Tischlerarbeiten durchführen.
Danach sind wir nur etwa 30 km weiter nach Port Fairy gefahren, mit einem Zwischenstopp am Tower Hill Lake, einem ehemaligen Vulkan(krater).
Port Fairy ist ein kleines Fischerdorf. Es hat eine kleine vorgelagerte Insel „Griffiths Island“ mit einem Leuchtturm und einem Rundwanderweg von etwa 3km Länge. Der Weg ist gesäumt von Möwen Kadavern. Wir konnten leider nicht herausfinden, warum dies so ist. Vielleicht kommen sie einfach nur zum Sterben hierher. Hin und wieder springen kleine Kängurus durch die Gegend.
Die letzten zwei Tage hat es auch empfindlich abgekühlt. Von der Hitze der letzten Tage ist wenig übrig. Von Zeit zu Zeit ziehen Regenschauer durch. Abends gibt es Fish & Chips. Ausgezeichnet.Am Donnerstag, 14.03. versuchen wir etwas Kilometer zu machen. Sonntag wollen wir in Adelaide sein. Zum Einen, um den Grand Prix irgendwo gemütlich in einem Pub zu verfolgen, zum Anderen, um St. Patricks Day zu feiern. Davor möchten wir aber noch ins Barossa Valley, die Weingegend etwas nordöstlich von Adelaide.
Wir bleiben heute in Robe. Etwa 350 km vor Adelaide. Auf der Suche nach Essen laufen wir durch die Stadt und finden am Hafen „Pollys Fish & Chips“. Eine kleine Bude mit einem Vorbau, wo man an einer Theke gleich vor Ort essen kann. Da uns am Vortag Fish & Chips ausgezeichnet geschmeckt haben, versuchen wir es heute noch einmal. Die Portion vom Vortag war nicht allzu üppig. In der Annahme, dass die Portionen hier etwa die gleiche Größe haben wie tags zuvor, bestelle ich zum Fisch (Blue Grenadier) noch zwei Kalamari und zwei Fishsticks. Bei der Bestellung erhalten wir je einen Zettel mit einer Nummer. Es dauert etwa fünf Minuten, bis das Essen fertig ist und nacheinander unsere Nummern aufgerufen werden. Der Verkäufer drückt jedem von uns ein Paket in die Hand, welches die Größe eines Ferkels hat. Ein hervorragendes Mahl. Von einer Portion hätten locker zwei bis drei satt werden können. Das ganze für 12,5 AUD.
Morgen weiter Richtung Weingegend. Bis jetzt haben wir vorwiegend Bier getrunken.
