Abschied von Argentinien

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Es ist eine Weile her, dass ich mich hier gemeldet habe, deshalb wieder mal ein kleines Update. Es geht mir ausgezeichnet. Ich habe es mir gut gehen lassen in Cafayate, Cachi und Salta.
Spät aufstehen. Entweder etwas rumlaufen oder mit dem Motorrad die Gegend erkunden.
Am frühen Nachmittag ein Bier und lesen in einem der Restaurants. Danach Siesta und abends oft Steak und Wein.
Auch beim Schreiben war ich etwas faul.

06.03 – 09.03. + 10.03 / 11.03.

Nach 6 Tagen verlasse ich Cafayate und fahre auf der Ruta 40 weiter nach Norden nach Cachi.
Cachi liegt auf etwa 2.600m Seehöhe. Es ist ein kleines Dorf mit etwa 5.000 Einwohnern. Der Kern ist kolonial geprägt. Ich bleibe drei Nächte. Der Ablauf unterscheidet sich nicht groß von dem in Cafayate.

In Cachi zieht jeden Abend ein starker Wind auf. Nahe dem Dorf steige ich einen kleinen Hügel hinauf. Der Fels ist zerfurcht und die Steine sind scharf, Flip Flops sind bestimmt nicht das geeignete Schuhwerk.
Vom Hügel hat man einen guten Überblick in beide Richtungen der Ebene. Die Landschaft ist von der Abendsonne in herrliche Farben getaucht.
Ich kauere mich in eine windgeschützte Ecke und beobachte eine Weile den Sonnenuntergang. Manchmal wage ich einen Blick auf die andere Seite. Kleine Steine werden wie Nadeln in mein Gesicht geschleudert. Auf der anderen Seite sehe ich, wie große Staubwolken über den Fluss geweht werden.
Der Abschied von Argentinien rückt näher. Zwei weitere Tage in Salta vergehen damit, ein paar organisatorische Sachen zu erledigen.

12.03.

Ich fahre ein Stück Richtung bolivianische Grenze nach Tilcara, damit die Fahrt am nächsten Tag nicht gar so weit ist. Hier verbringe ich die letzten Stunden in Argentinien und verprasse die letzten Pesos. Im Hostel gibt es ein Asado – grillen auf argentinische Art. Das heißt verschiedene Sorten Fleisch und Wurst. Die Rollen sind verteilt, während sich die Männer um das Fleisch kümmern, bereiten die Frauen den Salat und andere Sachen zu .. das scheint auf der ganzen Welt gleich.

13.03.

Zur Grenze sind es bloß 200 km. Ich genieße die Fahrt. Argentinien bereitet mir einen sonnigen Abschied. In der Grenzstadt La Quiaca gibt es keinen Benzin. Hierfür war die letzte Reserve an Pesos gedacht. Kein Problem, ich komme locker bis an mein Ziel.
Auf der anderen Seite der Straße steht ein alter roter Bus, der in ein kleines Restaurant umgewandelt wurde. Vor dem Bus raucht es aus dem Grill. Auch hier wird Fleisch gebraten. Ich steige voll gekleidet in den Bus und frage, was ein Essen kostet. Die Antwort ist 50 Pesos. Ich sage, ich verlasse Argentinien und habe nur noch 30 Pesos übrig. Die Dame fragt die Chefin. Ja, ich kann einen kleineren Fleischteller haben.
Und kurz bevor ich Argentinien verlasse, genieße ich noch einmal die Gastfreundschaft der Leute. Am Nebentisch sitzt eine Familie. Der Mann hat zugehört und bietet mir ein Glas mit Cola an.

Die Grenzformalitäten sind rasch erledigt und bevor ich in den Gassen der bolivianischen Grenzstadt Villazon verschwinde, drehe ich mich noch einmal um, werfe einen Blick zurück und sage diesem wunderschönen Land und den wundervollen Leuten Auf Wiedersehen.

Danke fürs Lesen, Jürgen.