Woche 2/6 mit Krücken vorbei

Ich möchte den Blog während meiner Genesungsphase nicht einschlafen lassen. Mittlerweile habe ich 2 Wochen hinter mir. Im Prinzip geht es mir gut. In meinem Knie habe ich fast keine Schmerzen. Ich spüre aber die Auswirkungen der mangelnden Bewegung bzw. der Ruhestellung des rechten Beins. Wenn ich die Muskeln anspanne, verkrampft das Bein leicht, von der Schiene werden Druckstellen sichtbar, das Bein neigt dazu hin und wieder einzuschlafen.

Ende letzter Woche hatte ich einen Kontrolltermin im Spital. Der Arzt hat gemeint, es sieht nicht so schlecht aus. Laut Röntgenbild befindet sich der Splitter dort, wo er sein soll. Für eine bessere Einschätzung benötige ich aber ein MRT. Dafür habe ich aber erst am 29. April einen Termin erhalten. Bis dahin sollte der Heilungsprozess auch schon ziemlich weit fortgeschritten sein. Vielleicht kann ich doch früher als geplant meine Reise antreten. Meine Unfallversicherung erstattet „nur“ die Selbstkosten. Schmerzensgeld erhalte ich nicht, weil nichts gebrochen, sondern „nur“ abgesplittert ist.

Die meiste Zeit verbringe ich im Bett. Ich würde gerne mehr Zeit an meinem Schreibtisch arbeiten, wo ich einen großen Monitor habe. Auf einem Stuhl sitzen ist aber ziemlich unbequem, weil der Oberschenkel dauernd auf der Kante aufliegt, was ziemlich unangenehm drückt und hinderlich für die Durchblutung ist. Hier habe ich noch keine gute Lösung gefunden.
Mit dem Laptop, auf einem dieser Gestelle wo man Essen ins Bett serviert, lässt sich aber im Bett relativ komfortabel „arbeiten“.
Die Beinschiene geht mir gewaltig auf die Nerven. Vor allem beim Schlafen ist sie unbequem. Auch das Rumhüpfen mit den Krücken ist ziemlich anstrengend.

Fad wird mir aber nicht. Es gäbe ein paar große und kleinere Brocken, denen ich mich widmen kann, wie, um die Masterarbeit kümmern, Spanisch lernen, mehr Zeit in den Wertpapiersektor investieren, liegengebliebene Zeitschriften durchblättern, und und und … . Aber meiste Zeit lasse ich mich vom Fernseher unterhalten.
Genug gejammert.
Zumindest lässt das Wetter zu, dass ich draußen sitzen kann.

Danke fürs Lesen, Jürgen.

Kommentare

2 Kommentare zu „Woche 2/6 mit Krücken vorbei“

  1. Avatar von Marcell
    Marcell

    „Masterarbeit“ klingt sinnvoll. 😉 Gute Genesung.

  2. Avatar von christa

    ich versteh gut, dass Dir unter diesen Umständen die Berge der Arbeit, die Du Dir vornimmst auf die Nerven gehen. Das nennet man Prokrastination – und fast alle Menschen die ich kenne leiden mehr oder weniger drunter. Da hilft nur priorisieren und portionieren – und glaub‘ mir, ich weiß wovon ich rede! Und wenn Du eine Sache in Angriff genommen hast, denk‘ nicht an die anderen, die liegenblieben, sonst kommt man nie auf einen grünen Zweig – überleg Dir’s! Arm bist Du natürlich schon …. Weiterhin alles Gute!