Kategorie: 2013-14-Amerika

  • Statusupdate Bein

    Also, nach dem Anruf vom Arzt wird die Genesung voraussichtlich an die 3 1/2 Monate dauern. Der Arzt hat mein Problem in der Runde besprochen und es wurde entschieden keine Operation durchzuführen. Ich muss jetzt für sechs Wochen die Beinschiene tragen, darf das Bein nicht belasten und sollte die meiste Zeit liegend verbringen und auf Krücken durch die Gegend laufen. Jeden Abend muss ich mir eine Thrombosesprizte verabreichen. Nach den sechs Wochen werden zwei Monate Physiotherapie veranschlagt.

    Als neuen Start für meine Reise peile ich nun Anfang August an. Die Route wird sich etwas verändern, das muss ich mir aber noch genau überlegen. Vielleicht starte ich dann gleich an der Westküste, um doch noch nach Alaska zu kommen. Aber für die Planung habe ich ja genug Zeit …

     

  • Sehr schlechte Nachrichten

    In Kürze:

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich meine Motorradreise nicht wie geplant antreten kann. Was ist passiert? Ich bin am vorletzten Tag gestürzt und habe mir das Knie verletzt. Nach meiner Ankunft in Österreich bin ich zum Arzt, erst röntgen, dann CT. Der Arzt sagt, mir ist im hinteren Bereich des Knies ein Splitter abgebrochen. Kommt sehr selten vor. Operation äußerst wahrscheinlich. Dauer der Genesung 2 – 2 1/2 Monate.

    Das heißt nicht, dass ich meine Reise absage. Sie wird bloß verschoben.

    Morgen erhalte ich einen Anruf mit mehr Details. Am 9.4 erfolgt dann die Planung der weiteren Prozedur. Ich halte euch am laufenden.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.

  • Der Pinguin und ich

    Der Pinguin und ich

    Ein großer Teil meiner Freunde und Bekannten kennt ihn bereits. Aber von Beginn an:

    In den Jahren Oktober 2008 bis Februar 2013 habe ich in Eisenstadt in einer Wohnung gelebt.

    Eines Abends, es war so Anfang Sommer 2012 gewesen, an den genauen Tag kann ich mich nicht mehr erinnern, klopft es an der Tür. Ich war erst vor kurzem von der Arbeit nach Hause gekommen und war dabei mir auf dem Herd etwas Suppe warm zu machen.

    Ich öffne die Tür und ohne ein Wort zu sagen ist er an mir vorbei in meine Wohnung, hat sich kurz umgesehen und ist dann geradewegs in die Küche. Ihr könnt euch sicher vorstellen .. ich war äußerst verwundert. Ich folge ihm in die Küche, um zu sehen wohin das Ganze führt.

    Er öffnet den Kühlschrank, sieht sich um und murmelt ein wenig, Hm Hm. Er wackelt etwas mit dem Kopf, dreht sich zu mir um und fragt, ob es sich um ein Gefrierfach mit *** Sternen handelt. Ich sage: „Ja“. Er sieht sich nochmal um und greift in seine Tasche, zieht ein Bündel Geldscheine heraus und sagt: „Ich benötige über den Sommer einen kühlen Platz. Das ist für die ersten zwei Monate.“

    Im ersten Augenblick wusste ich nicht, was ich davon halten sollte, aber in meinem Kühlschrank waren sowieso nie viele Sachen und ich konnte das Geld gut gebrauchen.

    So kam es, dass ein Pinguin in meinem Kühlschrank eingezogen ist.

    Der Sommer ging vorüber, und der Pinguin blieb. Er hat mir regelmäßig Geld auf den Küchenschrank gelegt, deshalb habe ich auch keinen Grund gesehen ihn rauszuschmeißen. Nicht immer war alles klar zwischen uns. Oft hat er mir mein Bier weggesoffen und keinen Nachschub besorgt.

    Eines Tages komme ich nach Hause … und was finde ich vor? Da sitzt ein Weibchen mit drin in meinem Kühlschrank.

    Es war Anfang Februar. Deshalb dachte ich mir: „Na gut, auch schon egal. Wir ziehen ja sowieso bald aus.“ Meine Reise nach Australien im März 2013  und die darauf folgende geplante Reise durch Amerika hatte zur Folge, dass ich Ende Februar 2013 aus der Wohnung ausgezogen bin.

    Für die Pinguine hat das bedeutet, dass auch sie sich einen neuen Platz suchen mussten.  Mitte Februar haben wir uns ohne große Worte verabschiedet. Ich wusste nie ihre Namen, sie haben ihn mir nie gesagt und ich habe nie danach gefragt. Ich dachte nicht, dass ich sie jemals wiedersehen werde.

    Ende Februar, an einem meiner letzten Arbeitstage, kam ich nach Hause und dann sah ich ihn da sitzen in der Eingangshalle, mit einer Flasche Schnaps in seinen Armen Flügeln. Was war passiert? Das Sushi Restaurant, in dem er gearbeitet hat, wurde nach einer Polizei Razzia geschlossen. Wie sich herausgestellt hat, hat das Restaurant, für zahlungskräftige Kunden, in einem Hinterzimmer, den vom Aussterben bedrohten Südlichen-Blauflossen Thunfisch angeboten.

    Der Verlust seines Jobs hat ihn ziemlich mitgenommen. Er hat gleich versucht etwas Neues zu finden. Aber auf dem Höhepunkt der Finanzkrise war es sowieso nicht leicht eine neue Arbeit zu finden, und schon gar nicht, wenn man lange Jahre in einem Restaurant mit kriminellem Hintergrund beschäftigt war – obwohl er unschuldig war. Aber wer glaubt einem das schon?

    Ihr könnt euch vorstellen, dass solche Ereignisse auch nicht gerade förderlich für eine junge Beziehung sind. So kam es, dass auch die noch in die Brüche ging. Was soll man dazu sagen? Ich verweise auf  Edward A. Murphy: „Alles, was schief gehen kann, wird auch schief gehen.“

    Ohne Frau, Perspektiven und ohne Kühlschrank, in dem er wohnen konnte, hat er sich dann kurzerhand entschlossen mich auf der Reise nach Australien und durch den amerikanischen Kontinent zu begleiten.

    So sind wir also vorerst zu zweit unterwegs – der Pinguin und ich.

  • Neueröffnung

    Hallo und Willkommen,

    Mit diesem Beitrag eröffne ich den Blog über meine geplante Motorrad-Reise durch Nord- und Südamerika von Mitte Mai 2013 bis Mitte Mai 2014.

    Struktur und Inhalt des Blogs werden in den nächsten Wochen noch mehr Gestalt annehmen. Aber ihr könnt euch schon mal auf der Seite umsehen.

    Wenn alles gut läuft, starte ich Mitte Mai in Halifax, an der Ostküste Kanadas.

    Die Vorbereitungen schreiten gut voran. Der Flug nach Montreal am 9. Mai 2013 ist gebucht. Ein Transportunternehmen ist damit beauftragt, die RoRo-Verschiffung nach Halifax zu organisieren. Noch gibt es keine exakten Fahrpläne, aber sofern alles gut läuft, sollte das Motorrad zwischen 10. und 20. Mai in Halifax ankommen.

    Freitag ist der letzte Arbeitstag, die Wohnung ist beinahe leer. Im April warten noch einige Aufgaben auf mich. Meine Sachen werden ordentlich eingelagert, mein Auto und diverse andere Sachen werden verkauft, um noch etwas Geld für die Reise herein zu bekommen. Beim Motorrad gilt es noch ein großes Service durchführen zu lassen. Letzte Teile, wie einen USB Anschluss, Sturzbügel und einen Kettenöler müssten noch angeschraubt werden und ich möchte noch ein oder zwei Testfahrten mit voll ausgerüstetem und voll beladenem Motorrad machen bevor ich es auf Reise schicke.

    Bleiben aktuell noch gut zwei Monate bis zur Verschiffung und ein paar Tage mehr bis zur Abreise. Und März? Ja, am 2. März verabschiede ich mich noch für einen Monat nach Australien. Mit zwei Freunden noch ein wenig rumfahren und mich langsam wieder an das Unterwegs sein gewöhnen.

    Wenn ihr Interesse habt, wie es mir im kommenden Jahr ergeht, dann bleibt dran. Wenn nicht, auch gut. Aber vielleicht gibt es Personen in eurem Freundeskreis, die meine Reise gerne verfolgen würden. Deshalb: liked, teilt, erzählt weiter und verbreitet auf andere Wege den Link zum Blog! Ich freue mich über jeden Leser.

    Wenn mit der Seite irgendetwas nicht funktioniert, schreibt mir bitte eine Nachricht.

    Noch zur Info: zur Vermeidung von Spam gebe ich Kommentare vorerst persönlich frei. D.h. es kann durchaus dauern, bis Kommentare sichtbar werden. Ich werde hier aber versuchen, diesen Vorgang noch zu optimieren.

    Danke fürs Lesen, baudsch.