Schlagwort: Mexico

  • Guatemala, von den Mühen einer Einreise und eine Unterkunft zu finden

    Guatemala, von den Mühen einer Einreise und eine Unterkunft zu finden

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    08.09.

    Ich mache mich heute zeitig auf den Weg. Diesmal gleich Richtung Süden nach Hidalgo.
    Bei der Ausreise knöpft mir der Beamte in Mexico 30 USD für das Visum ab. Gesetz ist Gesetz. Ich war tags zuvor ausgereist und bin wieder eingereist. Ich verlange eine Rechnung. Kann er nicht ausstellen, ich kann zu einer Bank gehen und dort zahlen, wenn ich eine Rechnung möchte. Heute ist Sonntag. D.h. die Banken haben geschlossen. Widerwillig zahle ich die Gebühr. Ich bezweifle, dass das Geld in die offizielle Kassa wandert.

    Auf dem Weg zur Grenze ist mir wieder einer mit seinem Motorrad gefolgt. Sobald ich an der guatemaltekischen Grenze bin, gesellt sich aber ein anderer zu mir. Erklärt mir, da musst du hin, dort musst du hin usw. Ich bezahle erneut die 12 Quetzal für die Desinfektion des Motorrads und gehe zur Passkontrolle. Wie erwähnt, bin ich am Vortag nicht korrekt ausgereist. Das kostet 200 Quetzal / ca. 22 EUR Strafe. Steht in 10 verschiedenen Sprachen gleich über der Passkontrolle. Ich versuche zu erklären, dass ich nicht wirklich in Guatemala war. Nutzt nichts. Geld wechseln. Noch dazu zu einem merkbar schlechteren Kurs als gestern. Weil Sonntag ist, oder wie? Ich brauche das Geld, handeln bringt nichts. Ich bezahle die Strafe und erhalte den Einreisestempel. Auch so kann man sein Geld verprassen.

    Weiter zur Fahrzeugregistrierung. Dort lege ich alle Papiere vor. Sie werden begutachtet. Reisepass, Zulassungsschein, Führerschein. Ich habe bereits den Zulassungsschein im Scheckkartenformat. Aber dem wird hier nicht getraut. Zum Glück habe ich auch noch den gelben Schein in Papierformat mit. Der ist zwar schon Mitte Juli abgelaufen, aber hilft hier sehr viel mehr weiter. Die Dame erklärt mir, ich benötige eine Übersetzung von einem Notar. Ich frage warum? Antwort: Das ist einfach so. Wir diskutieren eine Weile. Ich frage, was das kostet. Der Kumpel, der mich die ganze Zeit begleitet, mischt sich ein. Normalerweise 200 bis 300 Quetzal, heute ist Sonntag, da kostet das bestimmt 400 oder mehr. Ich versuche zu erklären, dass ich Informationen eingeholt habe und ich nichts von einer notwendigen Übersetzung weiß. Wir diskutieren noch eine Weile. Dann gebe ich ihr wütend zu verstehen, dass sie mir meine Papiere zurückgeben soll.

    Ich fahre zurück nach Mexiko. Diesmal melde ich mich ordnungsgemäß in Guatemala ab. In 2 Tagen bin ich 3-mal aus Mexiko ausgereist und wieder eingereist. Wieder alles auspacken und durchsuchen lassen. Ich klage der Grenzbeamtin mein Leid. Sie fragt: „Es muy complicado, hm? / Es ist sehr kompliziert, oder?“ „Si“.

    Ich fahre zur nächsten Grenzstation nach Talisman. Dort angekommen, winken mich wieder die Leute pfeifend und deutend auf die Seite. Das Visier von meinem Helm ist hochgeklappt. Ich frage laut: „Porque? / Warum?“ Darauf haben sie keine Antwort und geben Ruhe. Ich werde von Geldwechslern umringt, die mit ihren dicken Büscheln Geld winken. Ich sage, dass ich nichts benötige. Sie beginnen fast untereinander zu streiten, wer mit mir Geschäfte machen darf.

    Was kommt zuerst an der Grenze? Natürlich dein persönlicher Begleiter. Er ist sofort an meiner Seite. Der hier spricht ein wenig englisch. Sie machen nichts anderes, als ständig neben dir herzulaufen, deine Papiere zu sortieren, sich in das Gespräch mit den Beamten einzumischen und ihren Senf abzugeben.

    Die vielen Einreise- und Ausreisestempel innerhalb von zwei und denselben Tagen verwirren die Beamten. Ich werde in das Büro des Obersten, der hier Dienst hat, gebeten. Dort erzähle ich die ganze Geschichte der letzten zwei Tage und dass an der anderen Grenze ein Dokument von einem Notar verlangt wurde, von dem ich nicht verstehe, warum. Mein Spanisch Kenntnisse verbessern sich vor allem an der Grenze sehr. D.h. nicht, dass ich fließend sprechen kann. Meine Kenntnisse sind noch immer bescheiden, aber ich lerne immer ein paar Worte dazu, die mir beim nächsten Mal weiterhelfen. Der Oberste ist auch äußerst freundlich. Sowas beruhigt schon sehr. Er telefoniert ein wenig herum. Alles OK, ich kann passieren. Ich frage ihn dann noch, wer diese Leute sind, die da dauernd mit mir rumlaufen, ob das offizielle sind? Er meint, nein, die soll ich ignorieren.

    Bei der Fahrzeugeinfuhr sind es wieder die vielen Stempel im Pass, die verunsichern. Ich erkläre noch mal alles. Die Dame telefoniert ebenfalls herum und sagt mir dann, ich benötige keine weiteren Dokumente von einem Notar oder sonst etwas. Alles was benötigt wird sind die nationalen Dokumente und hilfreich sind die internationalen Übersetzungen vom Führerschein und Zulassungsschein. Ich muss Kopien machen. Mein Begleiter zeigt mir den Kopiershop. Kostet 4 Quetzal. Ich krame in meiner Geldbörse. Ich habe nur 3. 3 sind auch genug. Du Sackgesicht! Wahrscheinlich hätte es nur 2 gekostet. Die stecken hier alle unter einer Decke. Ich bin heute schon ziemlich genervt.

    Für die Bearbeitung sind 160 Quetzal an der Bank nebenan zu bezahlen. Vor der Bank steht ein Soldat, das Gewehr in seinen Händen. Es warten 7 oder 8 Personen. Mein Begleiter schiebt mich gleich an den Anfang der Schlange und meint, das passt schon. Das ist ein Service extra für mich. Der Soldat sagt auch nichts. Ich erkläre meinem Begleiter, dass dies unfair gegenüber den anderen ist, und stelle mich hinten an. Nachdem ich bezahlt habe, wird das Motorrad noch begutachtet, ob Marke, Farbe, Seriennummer übereinstimmen. Ich erhalte einen Aufkleber und darf fahren. Mein Begleiter bittet zum Schluss um ein „Trinkgeld“. Ich überlege und gebe ihm 10 Quetzal. Bereue es aber zwei Minuten später wieder. Das war heute sowieso das letzte Mal, dass ich das zugelassen habe. Man kommt auch so durch. Ein wenig spanisch sollte man aber trotzdem können.

    Die heutige Dauer, beide Grenzstationen zusammengerechnet, inkl. Fahrt von der einen zur anderen, betrug ca. 4 1/2 Stunden. Zum Glück ist in Guatemala eine andere Zeitzone und man gewinnt 1 Stunde. Ein paar km vor dem Ziel tanke ich auf. Mitten im Tanken kommt mir. Verdammt du hast vergessen noch Geld zu wechseln. Er fragt mich, wie ich zahlen möchte. Mit Kreditkarte oder mit Bargeld. Ich sage mit Kreditkarte. Er antwortet, der Apparat funktioniert leider nicht. Mann, warum fragst du dann? Das Benzin geht sich aus. Mir bleiben noch 37 Quetzal, knapp 4€. Damit wirst du nicht weit kommen.

    Ich erreiche Monterrico, zum Teil durch strömenden Regen. In Monterrico frage ich mich durch die Hostels, ob ich mit Kreditkarte bezahlen kann. Nein leider nicht, der Apparat funktioniert nicht. Ich verstehe, Kreditkarten sind nicht gerne gesehen. Gibt es eine Wechselstube? Nein, leider auch nicht. Wo gibt es einen Cajero? / Einen Bankomat? Dort kann ich aber weder mit der Kreditkarte noch mit der Bankomatkarte abheben. Vielleicht sind die Systeme am Sonntag heruntergefahren und ich habe morgen mehr Glück. Ich frage im Laden gegenüber, ob es einen anderen Bankomat gibt. Ja, aber er rät mir ab. Der ist nicht sicher. Es ist bereits dunkel. Man sagt mir, im Hostel Jonny’s Place kann man mit Kreditkarte bezahlen. Ich begebe mich auf die Suche und bleibe dann aber gleich beim ersten Hotel stehen, wo eine Visa Schild draußen hängt. Mit Visa zahlen kostet zwar 10% mehr. Aber bei 15 EUR die Nacht wird nicht lange nachgedacht. Ich bin froh, dass ich eine Unterkunft habe. Für 9 Quetzal kaufe ich mir noch 2l Wasser und eine kleine Tüte Chips, damit ich nicht ganz hungrig ins Bett muss. Bleiben noch 28 übrig. Das Mobiltelefon funktioniert nicht, wo immer ich frage: kein Internet, kein Bankomat, Kreditkarten helfen auch nicht weiter, kein Geld. Willkommen im Abenteuerland.

    Monterrico ist ein kleines Dorf. Besteht eigentlich fast nur aus Hotels und Hostels, Restaurants und kleinen Läden. Aber es ist nett und relaxed.

    09.09.

    Am nächsten Tag kann ich in der Bank Geld wechseln. Ich genehmige mir ein anständiges Frühstück. Mein Motorrad erhält eine Abreibung und wird per Handwäsche vom Schmutz der letzten Wochen gereinigt. Ich schlendere durch das Dorf und spaziere den langen Strand entlang. Mittags bis nachmittags halte ich Siesta in der Hängematte. Man passt sich an.

    Am Abend sitze ich im Hotel am Strand. Ein kleine Gruppe von Leuten steht unweit von mir. Eine der Personen kommt zu mir. Er stellt sich als Mitarbeiter des Tierschutzvereins vor. Sie sind am Strand, um kleine Schildkröten auszusetzen. Er fragt mich, ob ich mich anschließen möchte. Für eine kleine Spende von 10 Quetzales darf ich zwei Schildkröten persönlich in die Freiheit entlassen. Sie sind kaum größer als mein Handteller und schwarz. Wir setzen die Schildkröten an einer Linie ab, um ein Wettrennen zu simulieren. Einige bewegen sich schnell ins Meer, andere benötigen etwas länger. Von den Wellen werden sie mehrmals wieder um ein paar Meter zurück an den Strand geschleudert. Nach einer Weile jedoch verschwinden die winzigen Tiere im großen weiten Ozean. Viel Glück auf der Reise.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.

  • Oaxaca und ein Erdbeben

    Oaxaca und ein Erdbeben

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    01.09. – 04.09.

    Tage zuvor hat mir Michelle in Morelia gesagt: Du musst unbedingt nach Oaxaca fahren. Du musst unbedingt Hierve el Agua ansehen. Was sie nicht gesagt hat ist, dass ich mir auf dem Weg dorthin beinahe in die Hosen machen werde. Etwa 50 km nach Playa Ventura geht es wieder in die Berge .. und wie. Auf etwa 200 der 450km Tagesetappe finden sich nur Kurven. Die enge Straße ist oft in einem desolaten Zustand. Entweder durch Wasser zerstört, nur aus Schotter bestehend, mit Schlaglöchern übersät, halb mit Erdrutschen versperrt oder ausgebrochen. Auf weiten Teilen geht links der Berg hoch und rechts die Schlucht runter. Ich sitze verkrampft auf dem Motorrad und wage den Blick nicht von der Straße zu nehmen. Als es dann auch noch kurz zu regnen beginnt, kralle ich mich direkt an meinem Motorrad fest. „Das hat es wieder notwendig gehabt. Warum bist du Depp nicht an der Küste geblieben?“ Zeitweise fahre ich mit 35-40 km/h dahin. Irgendwann auf 2.500m Seehöhe befinde ich mich in der dichten Wolkendecke. Ich sehe zwar keine 20m weit, aber seltsamerweise bin ich etwas beruhigt, weil ich den Abgrund nicht mehr sehe.
    Die Bevölkerung ist in dieser Gegend von einem anderen Schlag, die Gesichtszüge sind anders, auch die Trachten. Mir kommt vor, sie stammen von einer älteren Kultur ab. Ich muss das aber selbst noch nachlesen.

    Vier Nächte in Oaxaca. Wobei ein Tag ungewollt war. Auf dem Ausflug nach Monte Albán und das etwa 60 km entfernte Hierve el Agua hat mich ein starker Regenschauer erwischt und ich muss die Kleidung trocknen lassen.
    Monte Albán liegt etwa 10km von Oaxaca entfernt auf einem Berggipfel und war die Hauptstadt und das religiöse Zentrum der Zapoteken, welche zur Urbevölkerung Mexikos gehörten.
    Hierve el Agua sind zwei Felsformationen mit ca. 50 bis 100 Metern Höhe, die sich durch das sehr Kalziumkarbonat-haltige Wasser gebildet haben. Das wird wohl seine Zeit gedauert haben.

    Oaxaca habe ich als sehr gemütlich empfunden. Es ist erstaunlich, wie schnell man „bequem“ wird, wenn man einen Platz findet, an dem man sich wohlfühlt, und es als „mühsam“ empfunden wird, wieder die Sachen zu packen und weiterzuziehen.

    In Oaxaca treffe ich das erste Mal, seit ich in Mexico bin, auf andere Touristen, auf ziemlich viele sogar. Ich  komme mir mal nicht wie ein Alien vor, wie an so vielen anderen Orten.

    Die lebhafte Stadt fördert auch eine andere Seite zu Tage. Kinder, sie können kaum älter als 8 oder 9 Jahre sein, die als Schuhputzer unterwegs sind oder Halsketten und anderen Ramsch verkaufen wollen, ältere Omas, die auf ihren Stöcken durch die Gegend laufen und Decken oder handgebastelte Puppen anbieten. Bettler, die auf dem Gehsteig sitzen. Manchmal gebe ich ein wenig, wenn mir die Verzweiflung sehr groß erscheint.

    Der Klein-Handel hat in Mexiko eine sehr ausgeprägte Form. Man findet hier auf den Straßen und in den Märkten nur kleine Stände. Oft ist es nur ein Korb mit Bäckereien, Handwerk, Süßigkeiten mit dem Personen durch die Gegend laufen oder auf den Straßen auf Stufen sitzend, darauf warten, dass jemand zugreift.

    05.09.

    Den vorletzten Tag verbringe ich in Tehuantepec, eine etwas kleinere Stadt. Es ist heiß und schwül. Nach einem kurzen Spaziergang halte auch ich etwas Siesta. Am frühen Abend sehe ich auf einem öffentlichen Platz Jugendlichen beim Marschieren und Trommeln zu. Ich nehme an, sie üben für den Unabhängigkeitstag am 16.September.

    Essen gehen ist noch immer spannend. Ich probiere durch. Mit manchen Salsas, mit denen Tortillas und andere Speisen getränkt sind, komme ich geschmacklich nicht zurecht.
    Wenn möglich esse ich täglich Obst. Das ist zwischendurch eine willkommene Erfrischung. In größeren Stücken geschnittenen Obstsalat wird hier an vielen Ecken angeboten. Mangos, Ananas, Gurken, … gibt es in Plastikbechern oder einfach nur in Plastiktüten, und man höre, üblicherweise scharf. Mit Chillipulver und einer scharfen Salsa. Manchmal wird auch noch eine Limone darüber ausgepresst.

    Ich wollte nur einen kleinen Happen zu mir nehmen und bin in ein kleines Restaurant. Vier Tische. „Restaurant“ heißen hier auch die Buden mit einem Ofen und zwei Tischen am Straßenrand. Ich frage nach der Karte. Gibt es nicht. Mir wurden Speisen runtergeleiert. Pollo frito, also knuspriges Huhn, da ist bestimmt keine Salsa dabei. Das nehme ich. Ich erhalte Suppe. Kann mich nicht erinnern, Suppe bestellt zu haben. Zwei andere Tische sind auch noch besetzt. Ich beobachte. Ach so, hier wird ein ganzes Menü geliefert. Auch gut. Die Suppe schmeckt ganz gut. Dann kommt das Hühnchen. Hatte wohl schon 40 Jahre auf dem Buckel. Zum Menü gehört auch ein Getränk, in einem Glas mit Eiswürfeln. Ich überlege. Aus dem Wasserhahn? Ach was soll’s. Wozu habe ich Tabletten gegen Durchfall mit, kann ich doch auch nicht die ganze Zeit nur so mitschleppen, und nehme einen kräftigen Schluck.

    06.09.

    Die letzte Nacht verbringe ich in Tapachula, kurz vor der Grenze zu Guatemala. Die 420 km von Tehuantepec geht es meist nur geradeaus. Die sitze ich auf einer Po-Backe ab .. abwechselnd, weil sie mir schon etwas weh tun.

    Man merkt, dass man wieder in die Nähe der Grenze kommt. Während ich Inlands durchgewunken wurde, musste ich hier an den Kontrollen wieder anhalten und auch wieder die Koffer öffnen.

    In Tapachula sitze ich am Abend in der Lobby gerade beim Schreiben, als alles heftig zu wackeln beginnt. Un terremoto, ein Erdbeben (mit Stärke 6.5 etwa 30km Luftlinie südlich von hier, wie ich später lese). Es dauert gut 15 bis 20 Sekunden. Alle laufen aus ihren Zimmern und suchen Schutz unter den Türrahmen, auch ich. Nach einigen Minuten folgt ein kurzes, schwaches Nachbeben.Was willst du mir sagen, Mexico? Es ist Zeit zu gehen?
    Auf Wiedersehen, es hat mir sehr gut gefallen.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.

  • Von Krebsen und anderen Dingen

    Von Krebsen und anderen Dingen

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    26.08 – 28.08.

    Von Zacatecas nach Guadalajara nehme ich die Straße 54. Eine Traumstrecke vor einer Traumkulisse. Vor allem die letzten Kilometer. Es geht kurvig, bergauf, bergab durch einen großen Canyon, was an der Erosion der Landschaft leicht zu erkennen ist. Vor Guadalajara stürzen zwei Wasserfälle von hoch oben in die Tiefe.

    Eigentlich hatte ich vor, nur eine Nacht in Guadalajara, noch immer auf ca. 1.500m Seehöhe, zu verbringen. Das Hostel ist zwar etwa 1/2 Stunde Gehzeit vom Zentrum und den Sehenswürdigkeiten entfernt, aber in einer ruhigen Gegend und gemütlich. Ich hänge eine zweite Nacht an.

    Noch ist hier Neben- und Regensaison. Tagsüber ist es meist bewölkt oder sogar schön und sonnig. Es regnet nur vereinzelt kurz. So zwischen 15 und 17 Uhr verdichten sich dann oft die Wolken. Nachts regnet es meist viel und sehr stark. Bis auf diverse überschwemmte Plätze ist davon am Morgen jedoch kaum etwas zu erkennen.

    In den Hostels ist ziemlich wenig los. Oft sind nur 2, 3 Gäste vorhanden .. inklusive mir. Der Vorteil ist, ich zahle umgerechnet 10-13 EUR für die Nacht im Dorm und habe das Zimmer für mich alleine.
    Bis jetzt die beste Frage beim Einchecken:
    Ich trete mit Motorradbekleidung und Helm in der Hand an die Rezeption eines Hostels und frage, ob ein Bett für eine Nacht frei ist. Ja, ist frei. Der Mitarbeiter sieht mich von oben bis unten an. „Bist du Pilot oder so?“

    Auch noch ein paar Worte zur Fahrweise. Gefahren wird hier wie Sau. Oft ohne Rücksicht auf Verluste.
    Ich bin überzeugt, dass es Verkehrsregeln gibt. Nur scheint sich keiner daran zu halten. Vorrang hat, wer schneller in einer Lücke ist. Gefahren wird auf cm Abstand. Wenn ich manchmal in den Rückspiegel sehe, kommt es mir so vor, als hätte ich ein Auto auf dem Sozius sitzen. Es gibt Tafeln mit Geschwindigkeitsbegrenzung, z.B. „60 Maximum“. Aber hier scheint wohl ein Fehler vorzuliegen. Es muss sich um die Mindestgeschwindigkeit handeln. Kreuzungen werden, so meine ich, mit Absicht verstopft, damit auch der Querverkehr nicht mehr durchfahren kann. Und das Verkehrschaos ist perfekt. Dass diese Fahrweise auch seine Opfer fordert, habe ich vor ein paar Tagen gesehen. Ein Fahrradfahrer wurde umgestoßen. Der Leichnam ist abgedeckt, nur ein Fuß sieht unter der blauen Decke hervor.

    Ein unbedingtes Muss in Guadalajara ist der „Mercado Libertad“. Ein großes Marktgebäude mit 3 Ebenen an den Rändern und einem großen Innenhof. Ein wahrer Irrgarten. Die Gänge sind in Gitterform angeordnet und kaum einen Meter breit. Aber hunderte von kleinen Verkaufsbuden finden sich in dem Gebäude. Ein Teil besteht aus Imbisslokalen. Ich laufe durch ein Labyrinth aus Schuhen, Schmuck, Gemüse, Fleisch, Elektronikartikeln … . Mit etwas Glück findet man auch wieder raus.

    Von Guadalajara fahre ich weiter nach Morelia. Das Zentrum von Morelia ist sehr kolonial spanisch. Bestimmt gibt es auch hier vieles zu sehen. Nach einer langen anstrengenden Fahrt habe ich jedoch nicht viel Lust auf Sightseeing und unterhalte mich lieber mit Michelle, die im Hostel arbeitet. Da außer mir sowieso nur ein anderer Gast im Haus ist, hat sie auch nicht viel zu tun.

    Nach sieben Wochen auf Reise möchte ich ans Meer. Mein nächstes Ziel ist Zihuatanejo. Ich wähle eine Strecke durch die Berge, bei der ich durch diverse nette Kleinstädte gerate, die ich mir für einen Halt bei der Rückfahrt im nächsten Jahr vormerke.

    Im Zentrum der Dörfer oder Kleinstädte findet man einen größeren, meist rechteckigen Platz oder Park. Rund um diesen Platz befinden sich Verwaltungsgebäude. Dann kommt das historische Dorf. Darüber hinaus die neueren Viertel. In den seltensten Fällen gibt es eine große Straße ins Zentrum. In der Regel sind es kleine, enge gepflasterte Gassen und Straßen, die ins Zentrum führen. Mühsam muss man sich den Weg durch die Gassen geradezu „erkämpfen“, um danach mit einer großen grünen Anlage belohnt zu werden.

    29.08. Zihuatanejo.

    Schon in Zihuatanejo, quatscht mich an einer Ampel plötzlich jemand auf deutsch von der Seite an. Ist der hinter mir aus dem Auto gesprungen und zu mir vorgelaufen. „Hallo, wo geht’s den hin“. „Nach Südamerika“, „Jetzt in der Regensaison?“. „Ach so schlimm ist es nicht“. Mehr war leider nicht möglich, weil die Ampel auf grün springt.

    Zihuatanejo ist ein glatter Fehlschlag. Im Reiseführer steht. „Zihuatanejo hat den Charme des kleinen Fischerdorfes erhalten.“ Nur, wo bitte? Das Viertel, in dem ich das vom Reiseführer empfohlene Hotel ansteuere, besteht Straßenzüge weit nur aus Hotels, Restaurants, Cafés und  Ramschgeschäften aller Art.
    Wie schon mehrmals angemerkt, Nebensaison und Wochentags, nur eine Handvoll Touristen. In der Hitze des Tages laufe ich den Strand entlang, meine Haut ist bedeckt mit einer Schicht aus Sonnenschutzmittel, Schweiß und Insektenschutz, und ich werde von hundert Leuten angequatscht.
    Verdammt noch mal! Ich will nicht in jedem Restaurant etwas essen, Armbänder oder etwas anderes kaufen! Auch wenn es fast nichts kostet. Und ich will auch nicht mit rausfahren fischen!
    Auf dem Hauptplatz des Viertels befindet sich ein Basketballplatz, wo am Abend Teams gegeneinander angetreten sind.

    Der Kellner im Restaurant, in dem sie mir ordentlich das Geld aus der Tasche ziehen, sagt mir noch: Weiter in Mittelamerika, Guatemala, Honduras, El Salvador ist es an manchen Orten gefährlicher. Tagsüber brauchst du keine Angst zu haben, da ist es sicher. Die bösen Jungs arbeiten in der Nacht und schlafen am Tag. Bei Nacht bleibst du im Hotel. Und erzähl nicht so viel von dir und deiner Reise. Erzähl, du bist mit dem Bus unterwegs und nur kurz im Land, damit sie glauben, du hast wenig Geld. Jemand mag vielleicht freundlich mit dir quatschen und es dann an einem bösen Jungen weitererzählen.
    Kurze Zeit später beginnt jemand auf dem zentralen Platz freundlich mit mir zu quatschen. Ich denke an die Worte des Kellners. Danke Herr Kellner, für die Paranoia!

    Das Hotel ist (fast) ganz nett. Fast, weil ich nicht weiß, was im Badezimmer klitzekleine schwarze Krümel von der Decke scheißt und weil Kakerlaken rumlaufen. Sie sind zwar nur etwa 1/2 cm groß und es sind nur zwei oder drei, die man sieht, aber sie sind da. Vielleicht sind es ja die Kakerlaken, die von der Decke kacken. Aber für 9 EUR im Doppelzimmer, am Strand, nimmt man das in Kauf.
    Das Hotel gehört einem sympathischen 74 jährigen Kubaner. Ich erzähle ihm, dass ich vor ca. drei Jahren Kuba besucht habe. Er erzählt, seit er als junger Mensch Kuba verlassen hat, war er kein einziges Mal mehr dort. Dazu muss man wissen, zu früheren Zeiten hat eine Flucht aus Kuba den Verlust des gesamten Eigentums bedeutet und eine Rückkehr war auch kaum möglich.
    Jetzt, wo es doch politische Veränderungen in Kuba gibt, vielleicht kann er doch noch mal seine Heimat besuchen.

    31.08.

    Mit Buen Viaje verabschiedet mich der kubanische Inhaber des Hotels Elvira und ich verlasse diesen schrecklichen Ort Zihuatanejo. Die Route Mex 220 führt meist ca. 20km im Inland Richtung Süden. Das Mühsamste sind die ständigen Bodenschwellen, die die Fahrt dauernd bremsen. Wo auch immer eine Ansammlung von Häusern ist, befinden sich Bodenschwellen auf der Straße.
    Ich habe heute nur ein ungefähres Ziel, namens Playa Ventura, etwa 400km entfernt.
    Seit meiner Abfahrt vor mehr als sieben Wochen begegnen mir heute das erste Mal andere Motorradreisende. Ein ganzer Haufen. Sie sind Richtung Norden unterwegs. Es scheint sich wohl um eine organisierte Reisegruppe zu handeln. Alle sind mit großen BMW Maschinen unterwegs. Wir begrüßen uns mit dem obligatorischen Motorradfahrer Gruß und geben Daumen hoch Zeichen.

    Durch Acapulco fahre ich durch. Hier muss ich nicht unbedingt bleiben. Zweimal biege ich am späten Nachmittag ab und fahre Richtung Meer, mit der Hoffnung auf ein Hotel. Aber ich ende auf erdigen Straßen und in kleinen, sehr einfachen Dörfern. Zurück auf die Hauptstraße. Mittlerweile bin ich müde und will nicht mehr weiterfahren. Ich bin seit ungefähr sieben Stunden auf dem Motorrad. Ich merke mir Hotels in den Dörfern, die ich durchfahre. Endlich sehe ich einen Wegweiser „Playa Ventura, Hotels y Restaurantes“. 

    Gleich beim ersten Hotel bleibe ich stehen. Es ist nichts los. Eine ältere Frau liegt in der Hängematte. Namen werden durch die Gegend geschrien. „Tiene habitation?“ „Si.“ „Quanto cuesta“ „250M$, 300M$ con aire. Quiere ver?“. „Si.“ Naja, 200M$ wären mehr als angemessen für das einfache Zimmer, aber ich habe keine Lust zu verhandeln. „Esa sin aire esta ok.“ … „El restaurante, esta abierto?“ „Si“.

    Playa Ventura ist nur ein kleines Dorf mit ein paar einfachen Hotels und Restaurants. Die Wellen stürzen mit einem lauten Tosen an den langen Strand. Keine Ramschgeschäfte, keiner, der mir auf die Nerven geht.

    Nach einer Dusche und einem kurzen Spaziergang sehe ich mir die Speisekarte an. Ich finde keines der Gerichte in meinem Wörterbuch und bestelle einfach irgendetwas. Es handelt sich um einen Fisch, knusprig gebraten. Da ich nur eine Gabel erhalte, nehme ich an, dass es sich um Fingerfood handelt und esse ihn auch dementsprechend. Schmeckt sehr gut und auch der Preis entspricht dem Durchschnitt, keine Abzocke wie zwei Tage zuvor.

    Am Abend sitze ich am Strand und beobachte den Sonnenuntergang und die Krebse, die ihre Behausung in Löchern im Sand haben. Ich bleibe lange regungslos sitzen. Sie wagen sich heraus, die kleineren und die größeren. Mir kommt es vor, als würden sie mich beobachten. Ist es tatsächlich so? Ein kleiner Krebs, der in einer Muschel wohnt, spaziert durch meine Füße. Langsam wagen sich auch die anderen immer weiter von ihren Löchern weg. Direkt vor meinen Füßen transportiert einer Sand aus seinem Loch. Einer der größeren krabbelt eine Weile um mich herum und wagt sich schließlich an mich heran. Er beginnt doch tatsächlich, mit seinen Scheren an meinen Füßen zu zwicken.

    Hier bin ich richtig!

    Danke fürs Lesen, Jürgen.

  • Austin, neue Schuhe für meine Lady

    Austin, neue Schuhe für meine Lady

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    15. – 18.08.

    Ein paar Freunde haben mich gefragt, ob mein Motorrad einen Namen hat und ob es weiblich oder männlich ist. NEIN. Ich habe keine wirklich emotionale Bindung zu dem Motorrad. ES soll bloß nicht viele Macken machen.

    In Austin angekommen, checke ich im Hostel ein und fahre dann sofort zum BMW Händler. Bevor ich nach Mexiko und Mittelamerika weiterreise, möchte ich noch einen kurzen Check machen lassen, neue Reifen aufziehen und ein paar Ersatzteile kaufen. Ich will heute zumindest noch Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren.
    Ich habe Glück. Der Service Mitarbeiter sagt, sie erledigen das sofort. Der Check ergab keine Mängel, ich erhalte alle Ersatzteile und fahre nach ca. 2 1/2 Stunden mit neuen Reifen wieder davon.

    Da ich die letzten fünf Tage durchgefahren bin, ist Freitag mal Ruhetag. Auf dem Plan steht bloß ein Friseurbesuch und eine Buchhandlung, um nach einem Reiseführer für Mexiko zu suchen. Ich bleibe dann doch bei einem elektronischen Buch, kaufe aber ein Spanisch Büchlein mit den wichtigsten Phrasen und Wörtern.

    Am Abend gehe ich mit zwei Leuten, also sie gehen, ich, faul wie ich bin, obwohl ich auch etwas Bewegung vertragen könnte, fahre mit dem Motorrad zur etwa 3 km entfernten Congress Avenue Bridge.
    Unter der Brücke lebt die größte Fledermauskolonie Nord Amerikas mit 750.000 bis 1.5 Mio Tieren. Jeden Abend bei Sonnenuntergang starten sie, um auf Nahrungssuche zu fliegen. Über mehrere Minuten hinweg ist es wie ein endloses Band an Tieren, die unter der Brücke ins Freie strömen. Sie sammeln sich in einer Wolke am Himmel, bevor sie sich in alle Richtungen zerstreuen.

    Am Samstag steht ein wenig Sightseeing auf dem Plan. Ich fahre zum „Circuit of the Americas“, der Formel 1 Rennstrecke, die etwa 20km vor der Stadt liegt. Der Weg war umsonst. Hier kann .. könnte .. man eine Tour auf einen Turm mit Blick über die Rennstrecke machen. Leider ist ein Rennen oder ein Training im Gange und die Tour ist gesperrt. Deshalb fahre ich weiter zum Mt. Bonell, von dem man einen guten Ausblick über einen Teil von Austin hat. Zum Rumlaufen wird es am frühen Nachmittag viel zu heiß.
    Eine willkommene Abkühlung bietet der Barton Springs Pool, der mitten in der Stadt liegt. Hier entspringt eine natürliche Quelle. Das Wasser ist ziemlich kalt, trotzdem bleibe ich durchgehend eine Stunde im Wasser. Am liebsten würde ich gar nicht mehr rausgehen, so angenehm ist es.

    Austin dürfte im Moment eine beliebte Stadt sein, besonders bei jungen Leuten und Studenten. Im Hostel sind ein paar Studenten, die übergangsweise für ein paar Tage oder auch Wochen hier wohnen, bis sie ein Apartment gefunden haben.

    Im Hostel treffe ich auch auf Tino, einen Deutschen, der für ein Jahr eine Weltreise macht und auch vor ca. 5 Wochen gestartet ist. Da wir kulturell aus dem gleichen Bereich kommen, unterhalten wir uns ein wenig über die Eindrücke, die wir gewonnen haben. Eine Sache, an die wir uns gewöhnen mussten, ist diese Small-Talk Kultur. Hier quatscht man einfach mit jedem, überall, über irgendetwas. An der Ampel, an der Tankstelle, beim Einkaufen, an der Rezeption, beim Frühstück, wenn man wartet, dass der Regen vorüberzieht, … nur ein paar Worte oder auch ein paar Minuten.
    Wir waren einer Meinung, wenn man bei uns zu Hause von der Seite angequatscht wird, denkt man sich hauptsächlich: WAS will er/sie von mir?

    Sonntags verbringe ich vor dem Computer, ein wenig die Mexico Karte studieren, schreiben, Wäsche waschen … .Ich muss zugeben, ich habe doch ein wenig ein mulmiges Gefühl. Es ist unglaublich, wie viel gefestigter man sich fühlt, wenn man die einheimische Sprache sprechen kann. Welche sprachlichen Schwierigkeiten auf mich zukommen, habe ich bereits erfahren. Abends hole ich mir ein, zwei Bier von einem nahen Pub. Vor dem Pub steht ein kleiner Food Truck. Bei uns wären das die Imbissbuden. Von den Food Trucks gibt es in Austin sehr viele. Manchmal stehen sie in kleinen Gruppen zusammen und bieten Snacks, Eis, Getränke oder Essen an.

    Der Food Truck vor dem Pub wird von Mexikanern betrieben. Die vorwiegende Kundschaft ist auch spanisch sprachig. Am ersten Tag ist ein Mädchen dort, das die Bestellung auf englisch aufnimmt und spanisch, an wahrscheinlich die Eltern, weitergibt. Ich esse einen kleinen Taco. Etwa Handteller groß, mit Hühnerfleisch, Zwiebeln, Petersilie, dazu eine Limette. Ich nehme einen Bissen .. er schmeckt so gut. Geschmacksnerven explodieren in meinem Mund und entfachen ein Feuerwerk.

    Ich schweife ab. Da mir der Taco ausgezeichnet geschmeckt hat, gehe ich am nächsten Tag wieder zu diesem Food Truck. Heute sind nur die Eltern am Arbeiten. Sie sprechen fast kein Wort englisch, ich fast kein Wort spanisch. Ich denke mir: „Ok, so wird sich das also die nächsten Wochen abspielen.“ Dann kann ich hoffentlich ein paar Worte. Es funktioniert trotzdem.
    Vor dem Food Truck steht ein weißer Plastik Tisch mit vier Plastik Stühlen. Zwei Mexikaner, vielleicht sind sie auch aus einem anderen Land, mit texanischen Hüten sitzen am Tisch und Essen. Ich setze mich dazu und esse. Wieder schmeckt das Ding hervorragend. Ich bestelle sofort einen zweiten und setze mich wieder an den Tisch. Einer der beiden schiebt mir wortlos die Tube mit der Salsa zu. Ich weiß schon, wo ich heute Abend essen werde.

    19.08., 20.08.

    Am 21.08. werde ich in McAllen / Reynosa die Grenze nach Mexico übertreten. Auf dem Weg dorthin, durchfahre ich eine Ölfördergegend. In einer der Städte pumpen viele kleine Förderanlagen mitten in der Stadt, in den Vorgärten und auf öffentlichen Flächen, das Schwarze Gold an die Oberfläche. Ein leichter Geruch von Öl hängt in der Luft. Finden sich keine Ölförderanlagen, dann sind es riesige Felder, die bis an den Horizont reichen. Die Erntezeit scheint vorbei zu sein. Die Felder sind abgeerntet und bloß noch große braune staubige Flächen.

    Hasta luego en Mexico.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.