Kategorie: Kolumbien

  • Knochen brechen

    Knochen brechen

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    Ha! Hab‘ ich euch dran gekriegt. Mum, entschuldige für den Schreck. Die letzten Beiträge waren ja wohl etwas fad zum Lesen. Da musste mal wieder ein reißerischer Aufmacher her. Ich persönlich hatte die letzten 2 1/2 Wochen zwar jede Menge Spaß, aber wie vermittelt man so etwas?
    Außerdem bin ich seit San Jose bis inklusive Bogota nur knapp 1.000 km gefahren.
    Es war wieder Zeit sich wieder auf den Weg zu machen, Zeit für aufregendere Sachen.

    04.10.

    Es dauert eine Weile aus Bogota rauszukommen. Die Stadt scheint endlos. Der Verkehr ist dicht. Richtung Armenia geht es durch steile Berge und Täler. Viele LKWs schleppen sich langsam die engen kurvigen Straßen hoch und wieder runter. In den unübersichtlichen Kurven steht Personal, ich weiß nicht, ob bezahlt oder unbezahlt. 

    Sie winken den LKW Fahrern zu, die weit ausscheren müssen, ob die Strecke frei ist. Mit dem Motorrad bin ich besser dran. Kurz am Gashebel drehen und ich bin an der langsamen Schlange vorbei. Für ein paar km hat man freie Fahrt, bevor man an der nächsten Schlange hängt. Solche Touren sind sehr anstrengend zu fahren, bei dem wilden Verkehr, den engen Kurven, ständig auf der Hut zu sein. In Armenien falle ich bald müde ins Bett.

    In Kolumbien sind sehr sehr viele Motorradfahrer unterwegs. Vom Mofa bis zu größeren Maschinen findet sich alles auf den Straßen. Bei einer roten Ampel oder bei einer Baustelle fahren alle vor. Soweit Platz, stehen dann 15, 20 oder mehr Motorräder wild durcheinander. Springt die Ampel auf grün um oder wird freie Fahrt gegeben, wuseln alle, wie Bienen, gleichzeitig los, ich oft mittendrin. Es ist immer wieder lustig.

    Als Motorradfahrer zahlt man in Kolumbien keine Maut. Mautstellen gibt es ab und zu auch auf den Landstraßen. Ganz rechts aussen befindet sich eine Motorradspur, wo man einfach durchfährt. Das musste ich auch erst lernen, als ich mich bei der ersten Maustelle in einer der Auto-Spuren einreihe, die Dame aus dem Mauthäuschen raus springt und wild nach rechts deutet.

    Mit der Polizei hatte ich bislang noch keinen Kontakt. Noch bin ich nicht aufgehalten worden. Ich habe mir eine „Taktik“ zurechtgelegt. In der Stadt im dichteren Verkehr wähle ich auf mehrspurigen Straßen die zweite oder dritte Spur. Das macht es schwerer rausgewunken zu werden. Man kann sich auch ein wenig hinter größeren Fahrzeugen verstecken. Aber man fällt hier in Kolumbien glaube ich nicht so sehr auf. Viele Motorräder sind mit Lasten bepackt. Aus der Ferne habe ich schon mehrmals gedacht, es handle sich ebenfalls um Reisende. Mir scheint die Polizei bemerkt mich gar nicht richtig. Oder es ist ganz einfach anders als in Zentral Amerika, wo wir ständig aufgehalten wurden.

    Brücken und (wahrscheinlich) andere strategische Punkte sind beinahe immer vom Militär beschützt. Manchmal gibt es auch Kontrollpunkte auf der Straße. Bis jetzt bin ich auch dort noch nicht aufgehalten worden. Es sind manchmal drei, vier Soldaten auf einer Entfernung von ca. 50 m stationiert. Manchmal gibt es diese Bunker aus Sandsäcken. Wenn ich vorbeifahre, gibt jeder einzelne der Soldaten Daumen hoch Zeichen. Ich grüße zurück. Ich habe noch nicht rausbekommen, was das bedeutet. Vielleicht schießen sie, wenn einer Daumen runter Zeichen gibt.

    Mal sehen, ob ich auf Google Streetview sein werde. Irgendwo auf der Strecke ist mir eines dieser Fahrzeuge mit der Kamera auf dem Dach entgegengekommen.

    Die Landschaft ist hügelig, grün, in der Ferne Berge. Es gefällt mir.

    05.10.

    Von Armenia nach Popayan fahre ich teilweise auf Autobahnen, teilweise gleite ich auf Landstraßen dahin.
    Die Navigation ist manchmal etwas spannend. So kommt es vor, dass Straßen im Navigationssystem manchmal bis zu 100m verschoben sind. Ist das die Kontinentalverschiebung? Einige im Navigationssystem als gut gekennzeichnete Straßen stellen sich als Feldwege heraus. Dass neue Straßen noch nicht enthalten sind, stört wenig. Größere Städte sind gut angeschrieben.

    In dieser Gegend zwischen Armenia und Popayán befinden sich viele Zuckerrohrplantagen. Die Bevölkerung ist vornehmlich schwarz. Wie ich später nachlese, Nachfahren der Sklaven, die vor langer Zeit hierher verschleppt wurden.
    Es ist Erntezeit. In den Plantagen sind Arbeiter mit ihren Macheten am Werk. Road-Trains, mit vier bis fünf Anhängern transportieren das Zuckerrohr zur Weiterverarbeitung in eine der Fabriken.

    Habe ich schon erwähnt, dass ich hier den ganzen Tag nur fressen könnte. An jeder Straßenecke ist eine kleine Bude oder eine Bäckerei, die etwas zu essen anbietet. Andauernd springen einen Leckereien an, die man kosten möchte. Es ist schwer das Gewicht zu halten.

    06.10.

    Tag 2 in Popayan. Es ist Sonntag, die Sonne scheint. ich nehme meine Koffer vom Motorrad und möchte ein Dorf etwa vierzig, fünfzig km entfernt besuchen. Im Hostel wird es als Freilichtmuseum empfohlen, alte Häuser, die Einheimischen in bunten Trachten.
    Keine Chance das Dorf zu finden. Ich habe keine Karte und die Straßen im GPS sind auch nur dürftig. Ich gerate irgendwie ins Hinterland. Auf steinigen Schotterstraßen geht es viele km durch hügelige Landschaften. Es sind immer wieder Häuser, oder Ansammlungen von Häusern die Straße entlang. Ich bin mir nicht sicher, ob hier schon jemals ein Ausländer gewesen ist. Ohne den ganzen Ballast lässt sich das Motorrad Off-Road viel einfacher steuern. 20, 30, 40 km/h, schneller komme ich nicht voran. Irgendwann schlägt ein Stein hart und laut an die Unterseite. Der Motor fällt aus, die Öllampe leuchtet auf. Verdammt, was denn? Ich bin ca. 25 km von der Stadt entfernt mitten im Nirgendwo, auf beschissenen Straßen. Ich bleibe sofort stehen. Der Seitenständer hängt lose runter. Ich sehe nach. Ok, „Glück“ gehabt. Der Stein hat mir die Aufhängung für den Seitenständer zerstört. Wenn der Seitenständer bei eingelegtem Gang runter geht, geht automatisch der Motor aus. Eine Schutzfunktion. Ich gehe ein paar Meter zurück und finde die Federn und die Aufhängung auf der Straße. Notdürftig hänge ich den Seitenständer mit den Federn hoch. Ich fahre noch ein paar km weiter in der Hoffnung auf eine Abzweigung zu gelangen und auf eine Straße, die wieder nach Popayán führt.
    Ich gelange durch ein Dorf. Alle scheinen auf der Straße zu sein. Langsam schlängle ich mich auf der schlechten Straße durch das Gewusel an Leuten, Pferden und Motorrädern. In meiner Aufmachung muss ich wohl aussehen wie ein Außerirdischer. Alle begaffen mich. Ich frage nach dem Weg. Popayán? Ich muss wieder zurück. Nach vorne gibt es keinen Weg. Irgendwann verliere ich bei dem ganzen gerüttle auch noch meine Handschuhe, die ich am Tankrucksack in das Gumminetz an der Seite gegeben habe. Handschuhe kaufe ich bei einem Motorradladen um 10 EUR. Die Leute sind hier kleiner. XL passen mir gerade noch.
    Von oben bis unten staubig – ich und mein Motorrad – komme ich wieder in Popayán an. Zurück im Hostel versuche ich zu analysieren, was da genau gebrochen ist. Es scheint, als ob der ganze Stift, der die Platte für die Federn hält, verbogen ist. Ich muss da ordentlich gegen einen Stein geknallt sein. Hoffentlich kann man das einfach tauschen. Ich überlege, wie ich das Problem kurzfristig lösen kann. Mit den Federn geht das nicht. Auf diese Weise kann ich den Seitenständer nicht verwenden. Ich brauche ein Gummiband. Wo kriege ich ein Gummiband her?  … Ich habe doch ein Gummiband, das ich auf die gewünschte Länge zurechtschneiden kann, in meinem Koffer. Hervorragend! Vor ein paar Wochen habe ich mir gedacht: Das schleppst du auch unnötig mit. Die Notlösung funktioniert. Der Seitenständer klappt hoch und geht auch wieder runter. Zumindest bis nach Quito muss das Provisorium halten.
    Ich hatte heute zwar etwas Pech, aber es hat viel Spaß gemacht.

    07.10.

    Ich fahre weiter nach Pasto. Die Landschaft ändert sich. Von grünen Hügeln mehr hin ins Braune. Die Berghänge sind steil, die Straßen schmiegen sich an die Berge. Weit geht es an den Straßenrändern hinunter. Ich mag diese Strecken nicht so sehr.

    Pasto ist nicht wirklich einen Besuch wert. Das Zentrum ist mit Autos verstopft. Abgase liegen in der Luft. Ein großer Platz im Zentrum, ein paar alte Kirchen. Bloß ein Zwischenstop auf dem Weg nach Ecuador.

    08.10.

    Es ist kalt. Die Grenze ist nicht weit. Ich bewege mich auf Höhen zwischen 1.500 und 3.500m. Das Fahren macht extrem Spaß. Bloß weiß man nicht wirklich, wie man sich anziehen soll. Entweder man friert auf über 3.000 m, weil man zu wenig warme Kleidung trägt, oder man schwitzt auf 1.500 bis 2.000m, weil man zu viel trägt. 1.500 Höhenmeter, das geht innerhalb weniger Minuten. Bei einer Verkehrskontrolle werde ich von der Polizei aufgehalten. Fahrzeugpapiere herzeigen. Ein paar Zivilisten gesellen sich dazu. Ich glaube, sie wollten einfach nur ein wenig plaudern, das Motorrad ansehen. Woher, wohin, das übliche.

    Der Grenzübertritt dauert, wie üblich, ist aber bei etwa 20C weitaus angenehmer zu ertragen als in der brütenden Hitze in Zentral Amerika.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.

  • angekommen in Südamerika

    angekommen in Südamerika

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    30.09.

    Angekommen bin ich ja schon gestern, wie aus meinem letzten Eintrag ersichtlich ist. Bogota hat mich positiv überrascht. Es ist eine große, weitflächige, grüne Stadt. Es ist sauber, die Gebäude sind in sehr gutem Zustand.
    Heute Vormittag bin ich etwa 15 km durch die Gegend gelaufen. Erstmal auf einen Berg rauf, damit ich eine Übersicht über die Stadt habe. Bogota liegt auf ca. 2.600m Seehöhe. Beim Aufstieg auf 2.800m, schreit mein Körper, wie schon in Zacatecas, extrem nach Sauerstoffzufuhr. Der Flachländer in mir macht sich stark bemerkbar.

    Danach bin ich durch die Stadt spaziert. Die Architektur ist so ganz anders als in Zentralamerika. Es gibt viele Backsteingebäude. Viele der Viertel bestehen nur aus zwei- bis vier-stöckingen Häusern. Manchmal kommt es einem vor, als würde man durch eine Kleinstadt laufen.

    Nachmittag fahre ich zum Flughafen, wo ich kurz vor zwei Uhr ankomme. Die nächsten vier Stunden treiben mich beinahe in den Wahnsinn. Zugegeben, es ist sehr viel los. Die Beamten arbeiten wie wild. Einer benutzt die Computermaus zum telefonieren und das Telefon als Computermaus. Neben mir wartet natürlich noch ein ganzer Haufen anderer Leute, dass sie ihre Waren kriegen.
    Ein australisches Pärchen, Lauren und Adrian, sind ebenfalls auf dem Gelände, um ihr Motorrad abzuholen. Sie sind noch viel schlimmer dran als ich und benötigen gut 6 Stunden bis sie endlich losfahren können. Bei der langen Wartezeit haben wir ein wenig Zeit zu plaudern. Sie haben das gleiche Ziel und ungefähr den gleichen Zeitrahmen wie ich. Man wird sich unterwegs bestimmt wieder treffen.
    Unter Beobachtung einiger Leute, die mir interessiert zusehen, wie ich einen Teil meiner Verkleidung abnehme, um die Batterie anzuschließen, kann ich gegen halb sechs endlich das Gelände verlassen.

    Die kurzen Hosen kann ich fürs erste Mal in meiner Tasche verstauen. Hier herrschen andere Bedingungen. Lange Hosen und Pullover und nachts ist sogar die Jacke gefragt.

    01.10.

    Seit dem Service in San Jose leuchtet immer wieder die Temperaturleuchte auf. Ich kontrolliere Kühlflüssigkeit und Öl. Der Ölstand scheint zu passen, Kühlflüssigkeit ist definitiv zu wenig enthalten. Da frage ich mich, wieso sie das beim Service in San Jose nicht bemerkt und korrigiert haben. Ich möchte trotzdem sichergehen, dass kein anderes Problem besteht und fahre am Vormittag zum BMW Händler in Bogota. Bis auf die Kühlflüssigkeit ist alles in Ordnung.

    Nachmittags möchte ich mir die Stadt ansehen. Aber es beginnt zu regnen. Also zurück ins Hostel, wo ich Carolina kennen lernen, die hier arbeitet. Von ihr erfahre ich, dass zu dieser Jahreszeit am Vormittag meist Sonnenschein herrscht und nachmittags der Regen kommt. Nun denn, es hat sich etwas Arbeit aufgestaut, um die ich mich kümmern kann.

    02.10.
    Eigentlich wollte ich heute früh losfahren, damit ich vor dem Regen am Ziel ankomme. Nachdem ich wach werde, prüfe ich üblicherweise meine e-mails. Lauren hat eine e-mail geschrieben, dass sie sich mit zwei Neuseeländern zum Frühstück treffen und ob ich sie begleiten möchte. Auch von Carolina ist eine mail gekommen, ob ich noch da bin.

    Wie kann ich die Stadt verlassen, wenn ich Einladungen von zwei Frauen an einem Tag habe? 😉

    Also fahre ich mit dem Taxi zuerst mal frühstücken, mit Lauren und Adrian vom Flughafen und Andi und Ellen aus Neuseeland.
    Lauren und Adrian sind für 6 Monate unterwegs. Andi und Ellen wollten erst nur 6 Monate bleiben, haben auf ein Jahr verlängert, sind jetzt seit 1 1/2 Jahren unterwegs und wissen noch nicht, wann die Reise endet.

    Das Mittagessen und den Nachmittag verbringe ich mit der wunderbaren Carolina, die mir viel über Bogota und Kolumbien erzählt.
    Über den langen internen Krieg in Kolumbien, über den täglichen „Überlebenskampf“ der Leute, die Schere zwischen Arm und Reich, die Entwicklung der Stadt, über die Gefährlichkeit in Bogotá und vieles mehr.

    Wir landen dann in einem Café, wo es – ich kann es kaum fassen – Krapfen gibt. Ich kann natürlich nicht anders und muss einen essen. Das Wasser können sie uns zu Hause natürlich nicht reichen, aber ich muss sagen: Nicht schlecht. Und das „Weibbier“ und die „Weibwurst“ auf der Karte bringen mich ziemlich zum Lachen.

    03.10.

    Ein weiterer Tag in Bogota. Heute kommen Bart und Renate in Bogotá an, regelmäßige Leser wissen, die zwei Holländer mit denen ich Honduras und Nicaragua durchquert habe. Ich möchte es mir nicht nehmen lassen, die beiden wieder zu sehen. Am Vormittag habe ich Zeit, auf Monserrat zu fahren und dann die Altstadt anzusehen. Sie steht im Kontrast zu dem Viertel, in dem sich das Hostel befindet und hauptsächlich Wohngegend und Finanzviertel ist.
    Auf einem Hauptplatz wird ein General gefeiert. Es befindet sich jede Menge Polizei im Zentrum. Leider ist das Spektakel vorbei, als ich dort ankomme. Es werden nur mehr die letzten Fotos gemacht und die Aufräumarbeiten sind im Gange.

    Am Abend feiern Renate, Bart und ich unser Wiedersehen bei gutem Essen und ein paar Bieren.

    Mir kommt vor, es entwickelt sich eine Art Sozialleben unterwegs.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.

  • Wenn man seinen Job zu ernst nimmt

    Wenn man seinen Job zu ernst nimmt

    29.09.

    Der geplante Abflug nach Bogota ist um 11:40. Zum Glück ist das Taxi früher beim Hostel als bestellt, zum Glück gibt es keinen Verkehr und ich bin noch vor 9:30 am Flughafen.

    Ich möchte einchecken. Fragt mich die Dame, ob ich ein Weiterreiseticket habe oder wann ich zurück nach Österreich fliege. Ich zeige ihr meinen Helm und erkläre ihr, dass ich mit dem Motorrad unterwegs bin.

    Nein, das geht nicht. Die Einreisebestimmungen sagen, ich muss ein Ausreiseticket haben. Ich bin ziemlich schnell ziemlich genervt und diskutiere ziemlich erregt mit ihr.

    Sie bietet mir an, ein Ticket zu kaufen. Ich frage was das kostet. Über 700 USD. Ich bin kurz davor sie zu fragen, ob sie spinnt. Sie bleibt bockig. Ich frage noch nach Internet oder einem Reisebüro. Internet ist langsam, Reisebüro gibt es hier nicht.

    Ich habe 1 Stunde Zeit um das Problem zu lösen. Kurz: ich schaffe es in der Stunde nicht ein grenzüberschreitendes Busticket zu kaufen und auch keinen Flug. Ich lasse es drauf ankommen und stelle mich erneut beim Check In an und hoffe nur, dass ich nicht wieder bei ihr lande. Ich habe Glück.

    Auch die neue Dame fragt mich, wie lange ich in Kolumbien bleibe und ob ich ein Weiterreiseticket habe. Ich sage: Ich bleibe eine Woche in Kolumbien und fahre dann mit dem Bus nach Ecuador. Sie sieht mich zwar etwas komisch an, checked mich aber ein.
    Im Flieger sitze ich mal. Ich bin schon gespannt, ob die mir in Bogota auch Schwierigkeiten machen.

    In Bogota keine Rede, bei der Passkontrolle wieder die üblichen Fragen: Wie lange bleiben Sie? Der Grund Ihrer Reise, geschäftlich oder Urlaub?
    Ich: Transit. Ich bleibe eine Woche in Kolumbien, danach geht es weiter nach Ecuador.
    Er, freundlich: Was nur eine Woche? Sie müssen länger bleiben!
    Stempel in den Pass und erledigt.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.