{"id":95,"date":"2013-03-07T21:23:00","date_gmt":"2013-03-07T21:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_australia2013\/?p=95"},"modified":"2025-01-04T21:24:51","modified_gmt":"2025-01-04T21:24:51","slug":"von-sydney-nach-melbourne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_australia2013\/?p=95","title":{"rendered":"Von Sydney nach Melbourne"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach einem langen Flug komme ich am 03 M\u00e4rz gegen 22:30 Uhr in Sydney in der Jugendherberge an. Das reicht, nach einer schnellen Dusche, gerade noch, um zwei Begr\u00fcssungsbiere mit meinen Freunden zu trinken, bevor die Bar schlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag gibt es ein kurzes Fr\u00fchst\u00fcck in der N\u00e4he der Jugendherberge. Danach geht es mit dem ShuttleBus wieder Richtung Flughafen, um gegen Mittag das Mietauto entgegenzunehmen. Heute gibt es nur einen kurzen Trip nach Wollongong ungef\u00e4hr 100km s\u00fcdlich von Sydney. Wir fahren die K\u00fcste entlang. Die Vegetation ist trocken aber \u00fcppig. Die Strecke ist von Eukalyptus W\u00e4ldern ges\u00e4umt (nehme ich mal an).<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe noch Probleme mit der Zeitumstellung. Im Auto schlafe ich oft kurz ein und von 5 Uhr morgens bis 7 Uhr morgens bin ich wach. Danach kann ich wieder einschlafen. Auch machen sich die extremen Temperaturunterschiede bemerkbar. Tags\u00fcber hat es etwa 30 Grad Celsius, nachts wird es ziemlich kalt. Beim Schlafen ist das etwas st\u00f6rend.<\/p>\n\n\n\n<p>In Illawara gehen wir einen Baumwipfelweg. Der Steg ist in etwa 25m H\u00f6he. Dann gibt es auch noch einen Turm mit etwa 45 Metern H\u00f6he. F\u00fcr mich, der H\u00f6henangst hat, zum Teil kein leichtes Unterfangen. Es ist etwas wackelig, trotzdem wage ich mich auch auf den Turm. Meine Freunde verstehen nicht, dass ich bereits zweimal mit einem Tandem Fallschirmsprung aus dem Flugzeug gesprungen bin, aber kein gutes Gef\u00fchl habe in 25m auf einem wackeligen Steg zu gehen.<br>Nach dem Baumwipfelweg besuchen wir noch die Fitzroy Falls, die nur ein paar km weiter sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Kontakt mit K\u00e4ngurus. Wir kommen am 05. M\u00e4rz sp\u00e4t am Nachmittag in Pebbly Beach an. Am Strand befinden sich vier mittelgro\u00dfe K\u00e4ngurus. Langsam bewegen wir uns auf die Tiere zu. Sie f\u00fchlen sich durch unsere Anwesenheit \u00fcberhaupt nicht gest\u00f6rt. Nat\u00fcrlich nicht, wahrscheinlich sind wir die 1 millionsten Touristen die vorbeikommen. Es ist sogar m\u00f6glich sie zu\u00a0 streicheln, ohne dass sie zu fressen aufh\u00f6ren. Wenn sie ihren Kopf in die H\u00f6he Strecken sind sie etwa 1.5 m hoch. An ihren Hinterbeinen haben die Tiere zwei kleine und eine gro\u00dfe Kralle, an den Vorderpfoten haben sie f\u00fcnf ebenfalls lange Krallen. Sie scheinen sehr friedliche Tiere zu sein. Aber ich glaube es ist nicht zu empfehlen sie zu \u00e4rgern. Eine Auseinandersetzung zieht sicher grobe Verletzungen nach sich.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Fahrt wechselt die Vegetation st\u00e4ndig ab. Manchmal sind es trockene W\u00e4lder, dann geht es durch sanfte gr\u00fcne H\u00fcgell\u00e4nder und dann wieder durch dichte W\u00e4lder mit hohen B\u00e4umen, unterbrochen wird die Landschaft von Teils langen und wei\u00dfen Str\u00e4nden. Oft gibt es Strecken, wo die Baumst\u00e4mme verkohlt sind. Wahrscheinlich, sind dies die Reste der Br\u00e4nde die vor wenigen Wochen im S\u00fcden Australiens gew\u00fctet haben.<br>Im Vergleich zu \u00d6sterreich macht hier das fahren Spa\u00df. In \u00d6sterreich gibt es auf Landstra\u00dfen kaum Distanzen \u00fcber 20km, die nicht von einer oder mehreren Ortschaft unterbrochen sind. Auch der Verkehr ist in \u00d6sterreich viel dichter. Hier kann man viele viele km durch abwechslungsreiche Gegenden dahingleiten, ohne dass die Fahrt gest\u00f6rt wird.<br>Die erste Fahrt auf der linken Seite nach acht Jahren war wieder etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. In den ersten ein, zwei Stunden sind meine Freunde sehr nerv\u00f6s neben und hinter mir gesessen. Es sind die \u00fcblichen \u201eFehler\u201c passiert: zu weit links gefahren, nicht auf rechtskommende geachtet, Blinker mit Scheibenwischer vertauscht. Es dauert eben ein wenig, bis man sich an die ge\u00e4nderten Verh\u00e4ltnisse anpasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Kontakt mit K\u00e4ngurus war in Pambula Beach in der N\u00e4he von Merimbula. Auf einem Camping Platz haben sich etliche Tiere herumgetrieben. Wie zuvor in Pebbly Beach waren sie relativ unbeeindruckt von uns. Sie haben hier zwischen den Campern gegrast und rumgelegen. F\u00fcr die Einheimischen war das keine gro\u00dfe Sache. F\u00fcr uns drei nat\u00fcrlich ein gro\u00dfes Erlebnis diesen Tieren so nahe zu kommen. Als mich drei von ihnen pl\u00f6tzlich umzingeln, bin ich dann doch etwas erschrocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Betreiberin der Jugendherberge in Merimbula hat uns den Tip gegeben, dass es auf Raymond Island eine Menge Koalas gibt. Am 7. M\u00e4rz kommen wir in der gr\u00f6\u00dften Mittagshitze dort an. Es war aber nicht zu viel versprochen. Die Koalas h\u00e4ngen wie Trauben an den B\u00e4umen. Naja, so viele waren es auch wieder nicht, aber es gab doch etliche zu beobachten. Faul sind sie in den B\u00e4umen gehangen und haben dahin ged\u00f6st. Unsere Unterhaltung und die Kamerager\u00e4usche haben sie nicht im geringsten gest\u00f6rt. Manchmal sind sie aufgewacht. Nur um zu sehen, was da gerade passiert, bevor sie wieder in das Land der Tr\u00e4ume entschwunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit verl\u00e4uft der Trip ausgezeichnet. Wir sind durch K\u00e4nguru und Koala Dung gewatet f\u00fcr eine Ber\u00fchrung mit den Tieren und ein gutes Foto. Mal sehen was noch auf uns zukommt. Morgen sehen wir auf dem Weg nach Melbourne vielleicht noch Pinguine. Ein Treffen mit den Verwandten? Wer wei\u00df. \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Update 09.03.2013<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg nach Melbourne machen wir noch einen Abstecher nach Phillip Island. Phillip Island ist vor allem durch die Pinguin Parade bekannt. Am Abend marschieren die Pinguine aus ihren Behausungen ins Meer. Wir warten nicht bis zum Abend und sehen uns stattdessen einen Wildlife Park an. Beim Eintritt erh\u00e4llt man eine T\u00fcte mit Futter, das man an die Tiere verteilen kann. Wir erhalten das volle Programm. Kleine und gro\u00dfe K\u00e4ngurus, Emus, Schw\u00e4ne und andere Tiere, die frei herumlaufen. Die Emus sind riesige Tiere. Einer verfolgt uns st\u00e4ndig. Das Tier ist etwa so gro\u00df wie wir. Er (oder sie) l\u00e4sst uns nicht zu nahe kommen, trotzdem halten auch wir Abstand. Der Schnabel ist doch etwas respekteinfl\u00f6\u00dfend. Vor allem die K\u00e4ngurus haben es uns angetan. Die Tiere sind hier nat\u00fcrlich handzahm und kommen angeh\u00fcpft und angelaufen sobald man mit der T\u00fcte raschelt. Sie fressen einem sanft aus der Hand. Es war fantastisch zu beobachten, wie sehr sich die Tiere auf ihren Schwanz st\u00fctzen, um sich in die H\u00f6he zu stemmen, wenn die Hand mit dem Futter in der H\u00f6he etwas aus der Reichweite war. Auf dem weiteren Weg k\u00f6nnen wir dann noch einen Blick auf Pinguine ergattern. Sie verbringen den Tag in den, von Menschenhand gemachten, Holzbehausungen. Die Behausungen befinden sich in sehr weit \u00fcber Meeresebene in steilen H\u00e4ngen. Wir haben darauf verzichtet das zu beobachten, aber ich wundere mich wie die Tiere \u00fcber die steilen Abh\u00e4nge ins Meer und vor allem wieder zur\u00fcck zu ihren Behausungen kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem langen Flug komme ich am 03 M\u00e4rz gegen 22:30 Uhr in Sydney in der Jugendherberge an. Das reicht, nach einer schnellen Dusche, gerade noch, um zwei Begr\u00fcssungsbiere mit meinen Freunden zu trinken, bevor die Bar schlie\u00dft. Am n\u00e4chsten Tag gibt es ein kurzes Fr\u00fchst\u00fcck in der N\u00e4he der Jugendherberge. 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