{"id":119,"date":"2013-03-27T08:46:00","date_gmt":"2013-03-27T08:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_australia2013\/?p=119"},"modified":"2025-01-05T09:16:54","modified_gmt":"2025-01-05T09:16:54","slug":"kings-canyon-und-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_australia2013\/?p=119","title":{"rendered":"Kings Canyon und zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"\n<p>22.03.<br>Wir verlassen Uluru und fahren weiter Richtung Kings Canyon. Die Distanz betr\u00e4gt &#8222;nur&#8220; 300 km, ein Spaziergang. Beim Kings Canyon befindet sich nur ein kleines Ressort mit Tankstelle, ein kleiner Shop, Bar und Restaurant und Unterk\u00fcnfte, von Camping Platz bis Luxus. Bei der Buchung f\u00fcr das Hostel ist etwas schief gelaufen und wir sind zu f\u00fcnft in einem Vier-Bett Zimmer. Nach Reklamation erhalten wir ein Upgrade auf die teuren Kabinen. Gro\u00dfe Zimmer, gro\u00dfe Betten. Der wahre Luxus im Vergleich zu dem, was wir bis jetzt manchmal hatten.<br>Aufgrund der Hitze ist der Kings Canyon Walk gesperrt. Wir schlagen die Zeit im Ressort tot und beschlie\u00dfen, am n\u00e4chsten Morgen zeitig aufzustehen, um den Kings Canyon Walk gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>23.03.<br>Tagwache um 5:30. Wir sind eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang beim, vom Ressort ca. 10km entfernten, Kings Canyon. Es ist noch dunkel, aber \u00fcber dem Horizont wird es langsam hell. Am Beginn geht es ca. 100 bis 150 Meter den Berg hoch, bevor man das Plateau entlang geht und danach wieder hinabsteigt in den &#8222;Garden of Eden&#8220;, einer gr\u00fcnen Oase inmitten des Canyons. Wir dachten, dass wir um diese Zeit die ersten beim Startpunkt sind und \u00fcber die Absperrung klettern m\u00fcssen. Weit gefehlt. Die ersten Leute krabbeln bereits auf halber H\u00f6he den Berg hinauf. Da die Gruppen mit Guide unterwegs sind und st\u00e4ndig stoppen, um etwas erz\u00e4hlt zu bekommen, \u00fcberholen wir sie alle und haben die Ruhe der Oase f\u00fcr ein paar Minuten f\u00fcr uns, bevor die erste Gruppe rein st\u00fcrmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nicht viel zu berichten \u00fcber diese Tage. Die meiste Zeit haben wir im Auto verbracht.<br>Die n\u00e4chsten zwei Tage m\u00fcssen wir vom Zentrum Australiens, die ganze Strecke, die wir ein paar Tage zuvor hochgefahren sind, wieder zur\u00fcck in den S\u00fcden. Coober Pedy, Port Augusta. In Coober Pedy \u00fcbernachten wir wieder in Radekas Backbackers. Martin, der Inhaber, macht uns f\u00fcrs Wiederkommen, vielleicht auch, weil uns bei der ersten \u00dcbernachtung die K\u00fchlbox gestohlen wurde, einen guten Preis. Auf der R\u00fcckfahrt sehen wir viele Geier, die sich an den K\u00e4nguru Kadavern vollfressen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Verr\u00fcckte&#8220; habe ich auch schon auf meinen vorigen Reisen auf dem Stuart Highway (der Nord-S\u00fcd Verbindung durchs Outback) gesehen. Sei es, dass Leute mit dem Rad, mit einem Moped, zu Fu\u00df oder auf einem Tretroller unterwegs waren. Auf unserer R\u00fcckfahrt sind wir einem begegnet, der mit dem Einrad unterwegs war. Er schien aber ordentlich organisiert gewesen zu sein. Neben ihm jemand mit einem Moped und hinter ihnen ein Begleitfahrzeug.<\/p>\n\n\n\n<p>Port Augusta scheint sich ziemlich herausgeputzt zu haben. Ich hatte es anders, nicht so sch\u00f6n in Erinnerung. Die Uferpromenade entlang sieht richtig idyllisch aus. Wir schlafen in einem alten Gasthaus. Ich liebe diese alten Geb\u00e4ude im Kolonial Stil, aus dem 18xx Jahrhundert mit den knarrenden Stufen und den hohen R\u00e4umen. Es gibt K\u00e4nguruh-Schnitzel zum Abendessen. Schmeckt ausgezeichnet. Beim Kings Canyon habe ich Pizza mit Kamelfleisch gegessen. Kamelfleisch hat mir nicht geschmeckt. Das Fleisch hatte einen neuen, ungew\u00f6hnlichen Geschmack, der mir nicht gemundet hat. Die Konsistenz des Fleisches m\u00f6chte ich mit &#8222;k\u00f6rnig&#8220; beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>25.03.<br>Am n\u00e4chsten Tag geht es weiter nach Broken Hill, einer Minenstadt. Weitere 400km mit wenig dazwischen. Die Landschaft ist weiterhin \u00f6de, wir befinden uns noch immer im Outback.<br>In Broken Hill \u00fcbernachten wir im Palace Hotel. Das Hotel war Teil des Films &#8222;Priscilla, K\u00f6nigin der W\u00fcste&#8220;, ein Travestie Film. Ein gro\u00dfes altes Geb\u00e4ude mit riesiger Veranda im ersten Stock. Die Decken sind mit Naturbildern ausgemalt. Das Hotel hat seine besten Zeiten bereits hinter sich, aber es hat Charme. Am Abend wird der Film &#8222;Harold und Maude&#8220; im gro\u00dfen Saal des Hotels gezeigt<br>Auf dem Balkon spricht uns Lesley, eine lustige nette alte Dame, an. Sie hat schon ein, zwei oder vielleicht auch drei Gl\u00e4schen Wein getrunken, lustig drauf und ist mit zwei Freunden aus New York unterwegs. Sie gibt uns Tipps wohin wir fahren sollen und was wir uns ansehen sollten, und macht kr\u00e4ftig Werbung f\u00fcr die Gegend. Irgendwann zwischendrin gesteht sie uns, dass sie bei einem Tourismusverband oder dergleichen arbeitet.<br>Sie sagt uns, dass wir unbedingt zum Lake Mungo National Park in der N\u00e4he von Mildura fahren sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>26.03.<br>Von Broken Hill weiter nach Mildura. 300km zur\u00fcck in die &#8222;Zivilisation&#8220;.<br>Auf Wiedersehen ihr unendlichen Weiten, auf Wiedersehen ihr endlosen geraden Stra\u00dfen, auf Wiedersehen du rostrote Erde und du karge Gegend. Nach ungef\u00e4hr 4.200 km in 9 Tagen beschlie\u00dfen wir f\u00fcr zwei N\u00e4chte in Mildura zu bleiben. Guter Service hat auch Werbung verdient. Wir \u00fcbernachten im 7th Street Motel http:\/\/www.7thstreetmotelmildura.com.au\/. Sehr gute Zimmer, sehr gute Lage, wenige Minuten zu Fu\u00df zum Murray River, wenige Minuten zu Fu\u00df zu Gesch\u00e4ften, Restaurants, Bars. Sehr nette freundliche Betreiber und das alles f\u00fcr einen angemessenen Preis. Stefanos Restaurant http:\/\/www.stefano.com.au\/ ist auch nur ein paar Minuten entfernt. Stefano ist ein Italiener und d\u00fcrfte als (Hauben)Koch zu etwas Ruhm gekommen zu sein. Angeschlossen ans Restaurant, oder vielleicht auch umgekehrt, gibt es&nbsp; die lokale Brauerei mit diversen geschmackvollen Biersorten.<\/p>\n\n\n\n<p>27.03.<br>Wir folgen dem Rat von Lesley und fahren zum Lake Mungo National Park. Im Lake Mungo wurden viele arch\u00e4ologische Funde gemacht. Darunter etwa 40.000 Jahre alte menschliche \u00dcberreste und etwa 60.000 Jahre alte andere fossile Funde. Aufgrund dieser Funde wird angenommen, dass es hier eine dichte, dauerhafte Besiedlung durch Aborigines gegeben hat.<br>Die Distanz betr\u00e4gt etwa 110 km, in eine Richtung. Etwa 20 km hinter Mildura endet die geteerte Stra\u00dfe. Es folgt ein H\u00f6llenritt \u00fcber 90km auf einer Schotterpiste, die bestimmt nicht f\u00fcr unser Auto gemacht wurde. Lange Zeit \u00fcber, kommen uns keine anderen Autos entgegen. Nat\u00fcrlich haben wir nur zwei Flaschen Wasser mit und auch nicht kontrolliert, ob wir \u00fcberhaupt einen Reservereifen im Auto haben.<br>Der See ist seit langer Zeit ausgetrocknet. Da der Rundweg im Nationalpark noch viel schlimmer ist, als die Schotterpiste dorthin, fahren wir nur die wenigen Kilometer bis zum ersten Aussichtspunkt.<br>Es erwarten uns Sandd\u00fcnen, felsige \u00dcberreste und ein hei\u00dfer Wind, der den feinen Sand durch die Luft weht, welcher sich auch in den Atemwegen bemerkbar macht. Eine wahrlich unwirtliche Gegend.<\/p>\n\n\n\n<p>Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>22.03.Wir verlassen Uluru und fahren weiter Richtung Kings Canyon. Die Distanz betr\u00e4gt &#8222;nur&#8220; 300 km, ein Spaziergang. Beim Kings Canyon befindet sich nur ein kleines Ressort mit Tankstelle, ein kleiner Shop, Bar und Restaurant und Unterk\u00fcnfte, von Camping Platz bis Luxus. 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