{"id":115,"date":"2013-03-23T08:25:00","date_gmt":"2013-03-23T08:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_australia2013\/?p=115"},"modified":"2025-01-05T09:15:55","modified_gmt":"2025-01-05T09:15:55","slug":"adelaide-to-uluru","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_australia2013\/?p=115","title":{"rendered":"Adelaide to Uluru"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir kommen am So. 17.03. gegen Mittag aus dem Barossa Valley in Adelaide an. Rund um das Zentrum steht ein gr\u00fcner G\u00fcrtel mit riesigen Parks. Die Uhr k\u00f6nnen wir um 1\/2 Stunde zur\u00fcckstellen. Richtig gelesen, eine halbe Stunde. Beim Einchecken im Hostel gibt uns der YHA Mitarbeiter bekannt, wo wir ein Irish Pub finden k\u00f6nnen (P.J. O&#8217;Briens) und wo am St. Patrick&#8217;s Day mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit etwas los ist. Das Pub ist etwa 30 Minuten zu Fu\u00df vom Hostel entfernt. Als wir dort gegen vier Uhr nachmittags ankommen, ist die Bude bereits gesteckt voll, eine Band spielt und man merkt, der eine oder andere Gast hat bereits fr\u00fch zu feiern begonnen. Mit einem Glas Whiskey und Bier st\u00fcrzen wir uns ebenfalls ins Geschehen. Nach kurzer Zeit lernen wir Leute aus der Umgebung von Adelaide kennen. Es folgt ein \u00e4u\u00dferst netter und feuchtfr\u00f6hlicher Abend, der bei mir gegen 1 Uhr fr\u00fch bei Hungry Jacks (Fastfood Restaurantkette) mit einem Burger endet.<br>Den Montag ben\u00f6tigen wir um auszuschlafen. Ich bin mittlerweile zum dritten Mal in Adelaide, aber gesehen habe ich bis jetzt noch nicht viel davon. Dabei hat Adelaide knapp 1,5 Mio Einwohner. Da kann man sicher einiges unternehmen. Vielleicht beim n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n\n\n\n<p>19.03.<br>Heute steht eine Gewalt Tour von ca. 850 km auf dem Plan. Das heutige Ziel ist Coober Pedy. Wir fahren bereits fr\u00fch los. Nach den ersten 300 km erreichen wir Port Augusta. Port Augusta liegt am Scheideweg. Von hier kann man in alle Richtungen wegfahren. In den Westen nach Perth, in den Osten nach Sydney, zur\u00fcck auf den s\u00fcdlichen Teil oder nach Norden Richtung Darwin, geradewegs ins Outback. Von hier nach Coober Pedy sind es noch \u00fcber 500 km. Auf dieser Strecken liegen nur f\u00fcnf bis sechs Orte und Raststationen. Wieder tun sich endlose Weiten auf. Die Vegetation ist, wenn auch \u00fcber viele Kilometer gleich, relativ abwechslungsreich. Anfangs dominieren gelb graue Farm L\u00e4nder mit ihren Gr\u00e4sern, wie wir sie schon weiter s\u00fcdlich gesehen haben. Schon bald gibt es die rostig-rote Erde mit der Australien verbunden wird. Die Landschaft ist wieder karg und mit vertrockneten mit B\u00e4umen und Str\u00e4uchern \u00fcbers\u00e4t. Dann fahren wir \u00fcber weite Strecken durch steinw\u00fcsten\u00e4hnliche Gegenden, die mit etwa kniehohen runden B\u00fcschen bedeckt sind. Die Farben \u00e4ndern sich st\u00e4ndig. Von Gelb zu Grau zu Rot und auch zu Gr\u00fcn.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir n\u00e4hern uns am sp\u00e4ten Nachmittag Coober Pedy. Coober Pedy ist eine Opal Abbau Stadt, wenn nicht die ber\u00fchmteste. Auf dem Weg dorthin sind tausende von H\u00fcgeln Aushubmaterial zu sehen, die sich wie kleine runde Kegeln in der Gegend verteilen.<br>Viele der Geb\u00e4ude und Einrichtungen in Coober Pedy wurden ganz einfach in die Stollen unter der Erde verlegt, um der trockenen Hitze an der Oberfl\u00e4che zu entkommen. Leider haben die meisten Attraktionen schon geschlossen. Vielleicht bleibt auf dem R\u00fcckweg noch etwas Zeit f\u00fcr einen Zwischenstopp.<br>In der Jugendherberge Radekars Backpackers, die meisten der Zimmer befinden sich unter der Erde, quatschen wir bei einem Bier ein wenig mit dem Inhaber Martin. Er sieht aus wie ein Original. Ein kleiner knochiger Kerl mit langem wei\u00dfen Bart. Der gr\u00fcne Aussie-Hut hat seine besten Zeiten hinter sich, ausgebleicht, abgenutzt und an der Spitze vorne l\u00f6chrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, 20.03, m\u00f6chte Martin noch ein Foto vor dem Hostel mit uns machen. &#8222;Damit er nicht nur Asiaten auf der Fotowand hat&#8220;, wie er sagt.<br>Wir m\u00fcssen au\u00dferdem feststellen, dass irgendjemand unsere K\u00fchltasche samt Inhalt entwendet hat. Schinken, K\u00e4se, Bohnen, Thunfisch und ein paar Zutaten wie Chili So\u00dfe, Honig und anderes sind weg. Der gr\u00f6\u00dfte Verlust war der Rest von Thomas 27$ Wein aus dem Barossa Valley. Das Fr\u00fchst\u00fcck ist d\u00fcrftig an diesem Morgen. Bereits der zweite Verlust auf dieser Reise. Mein Navigationsger\u00e4t ist kurz nach Melbourne verschwunden, als wir auf einem Campingplatz in einer H\u00fctte \u00fcbernachtet haben. Wir haben die ganze H\u00fctte auf den Kopf gestellt. Unauffindbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahrt ist, wie gestern, ziemlich erm\u00fcdend. Kilometer um Kilometer geht es durch die Ein\u00f6de nur geradeaus. Durch die gro\u00dfe Hitze spiegelt sich die Luft am Horizont. Road Trains tauchen in weiter Entfernung als kleine Punkte aus diesen Spiegelungen hervor, als w\u00fcrden sie durch Tore aus einer anderen Dimension in die unsrige kommen, nur um Minuten sp\u00e4ter an uns vorbei zu donnern. Bei Road Trains handelt es sich um gro\u00dfe Trucks, die meist mit drei Anh\u00e4ngern durchs Outback fahren und die entlegenen Ortschaften mit dem N\u00f6tigen versorgen. Sie k\u00f6nnen bis zu 55 Meter lang werden. An der Front haben sie einen sogenannten Bull-Bar (Bullenf\u00e4nger). Diese Trucks stoppen f\u00fcr nichts. Weder f\u00fcr K\u00e4ngurus, noch f\u00fcr Schafe noch f\u00fcr K\u00fche. Was in den Weg kommt, wird \u00fcberfahren. Am Stra\u00dfenrand sind besonders viele tote K\u00e4ngurus zu sehen. Selten, aber doch sind es auch K\u00e4lber oder K\u00fche, da der Highway durch Farmgebiet geht und oft kein Zaun die Stra\u00dfe abgrenzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 16:00 Uhr erreichen wir Yulara. Wir sind nun im n\u00e4chsten Bundesstaat, dem Northern Territory und gewinnen wieder eine Stunde an Zeitunterschied. Yulara ist das Ressort beim Uluru. Das Ressort ist, wie eine kleine Stadt, mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet. Der Gro\u00dfteil besteht aus Unterk\u00fcnften unterschiedlichster Art. Vom Campingplatz, Hostel bis hin zu vier Sterne Unterk\u00fcnften. Ressort und Nationalpark Uluru sind getrennt. Vom Ressort zum roten Berg sind es etwa 20 km, zu Kata Tjuta, der zweiten Felsformation in dieser Gegend, sind es ca. 50 km.<br>Die Hitze ist unertr\u00e4glich. Es hat an die 40 Grad und die Luftfeuchtigkeit betr\u00e4gt nur 7%. Wasser ist hier das wichtigste Gut. Am Abend fahren wir noch zum Sonnenuntergang Aussichtspunkt.<\/p>\n\n\n\n<p>21.03.<br>Wie auch die letzten Tage stehen wir bereits sehr fr\u00fch auf. Heute schon vor sechs. Sch\u00f6n langsam wird das unangenehm. Schlie\u00dflich bin ich im Urlaub. Aber durch die gro\u00dfen Distanzen, die wir zur\u00fcckzulegen haben, wird uns das fr\u00fche Aufstehen auch in den n\u00e4chsten Tagen nicht erspart bleiben.<br>Es ist noch dunkel, als wir beim Fr\u00fchst\u00fcck sitzen. In der Ferne begr\u00fc\u00dfen die Dingos heulend den Morgen. Wir kommen kurz vor sieben Uhr&nbsp; rechtzeitig beim Sonnenaufgang Aussichtspunkt an. Danach machen wir uns auf, Uluru zu umrunden. Besucht man alle Punkte, betr\u00e4gt die Strecke etwa 12 km. Anfangs bewegen wir uns noch auf der Schattenseite. Die Sonne erwischt uns aber schon nach wenigen Kilometern. Bereits am fr\u00fchen Vormittag knallt sie glei\u00dfend auf uns herunter. Manche Wanderwege, so wie der Aufstieg auf den Uluru, sind gesperrt, wenn die Temperatur 36 Grad C \u00fcbersteigt.<br>Und dann sind da noch die Fliegen. Sie sind klein und aggressiv. Auf der Suche nach ein wenig Fl\u00fcssigkeit st\u00fcrzen sie sich zu hunderten auf unsere schwitzenden K\u00f6rper und schwirren andauernd um uns herum. Besonders unangenehm ist es, wenn sie in Nasenl\u00f6cher und Ohren krabbeln. Der Insektenspray hilft so gut wie gar nichts. Viele Besucher haben ein Fliegennetz \u00fcber dem Kopf. Eine gute Investition. Ich versuche mir die Tiere durch st\u00e4ndiges Wedeln mit einem Ast mit Bl\u00e4ttern vom Leib zu halten. Wolfgang wickelt seinen Kopf mit einem wei\u00dfen Unterhemd ein und Tom vergiftet sich mit Insektenspray beinahe selbst.<br>Wir ben\u00f6tigen ca. 2 1\/2 Stunden f\u00fcr die Umrundung. Die Parkleitung empfiehlt, auf Grund der Hitze, Wanderungen bis 11 Uhr vormittags abzuschlie\u00dfen und dann bis zum Abend keine anstrengenden T\u00e4tigkeiten zu unternehmen.<br>Wir verbringen den Nachmittag mit essen, fernsehen, Fotos sortieren und Blog schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Abend fahren wir nochmal in den Park zu Kata Tjuta. Die Distanz vom Ressort betr\u00e4gt \u00fcber 50 km. Schon aus der Ferne ist die sanfte&nbsp; Felsformation mit ihren runden H\u00fcgeln sichtbar und l\u00e4sst sich w\u00e4hrend der Fahrt lange betrachten. Auf gewisse Weise wirkt es so, als h\u00e4tten sie Leben in sich, als h\u00e4tte sich irgendeine Art von Tier hingelegt, um in der Sonne zu d\u00f6sen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir kommen am So. 17.03. gegen Mittag aus dem Barossa Valley in Adelaide an. Rund um das Zentrum steht ein gr\u00fcner G\u00fcrtel mit riesigen Parks. 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