{"id":5044,"date":"2013-08-04T18:29:00","date_gmt":"2013-08-04T18:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/?p=5044"},"modified":"2025-06-05T18:41:29","modified_gmt":"2025-06-05T18:41:29","slug":"baltimore-und-weiter-nach-sued-westen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/index.php\/2013\/08\/04\/baltimore-und-weiter-nach-sued-westen\/","title":{"rendered":"Baltimore und weiter nach S\u00fcd-Westen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/125\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>30., 31.07.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Philadelphia ist es nur eine kurze Strecke nach Baltimore. Eine Freundin r\u00e4t mir per e-mail einen Umweg \u00fcber das nahe &#8222;Amish-Land&#8220; Lancaster zu machen. Gro\u00dfe Farmen finden sich entlang der Strecke. Vorwiegend wird hier Mais angebaut. Stra\u00dfenschilder weisen darauf hin, auf Pferdekutschen acht zu geben. Im Vorbeifahren ist leicht erkennbar, in welchen H\u00e4usern die Amish leben. In den Garagen stehen anstatt Benzin betriebener Fahrzeuge, Kutschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entspannte 1 1\/2 Tage in Baltimore. Gleich nach meiner Ankunft besuche ich Edgar Allan Poe&#8217;s Statue, Haus und Grab. Ich gehe zu Fu\u00df. Das Haus, in dem er wohnte, liegt in einer Gegend, vorwiegend mit Reihenh\u00e4usern, eher untere Gesellschaftsschicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wurde von einem Verein vor dem Abriss bewahrt und passt so gar nicht mehr in das Umfeld. In einer der Stra\u00dfen f\u00fchrt ein Jugendlicher auf dem Hinterrad seiner lauten Motocross Kunstst\u00fccke auf. Ein Polizist, der an einer Ecke in seinem Wagen sitzt, schenkt dem ganzen wenig Beachtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An einem Abend komme ich in einem Pub mit einem jungen PwC (PricewaterhouseCoopers) Mitarbeiter ins Gespr\u00e4ch. Vorwiegend pr\u00fcft er Bilanzen von Unternehmen. Zwei unterschiedliche Charaktere treffen aufeinander. Er erz\u00e4hlt mir von seinen 60-70 Stunden Wochen Arbeit, seinem gro\u00dfen Gehalt. Sein erstes Auto war ein Audi A4, ein Geschenk von seinem Gro\u00dfvater. Jetzt f\u00e4hrt er einen A6. F\u00fcr ihn kommen nur europ\u00e4ische Fahrzeuge in Frage, amerikanische Autos sind Mist. Er braucht ein paar Bier, um von der Arbeit runterzukommen. Hin und wieder geht er raus eine rauchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich erz\u00e4hle, dass ich meinen Job gek\u00fcndigt und mein Auto und andere Dinge verkauft habe und mit dem Motorrad quer durch Amerika fahre. Wir trinken ein paar Bier und plaudern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>01.-04.08<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es regnet. W\u00e4re ja nichts Neues. Also rauf auf den Highway und auf zum Ziel. Auf dreihundert Kilometer h\u00e4lt meine Kleidung bei starkem Regen nicht dicht. Wenn das Wasser schon in meine Schuhe rinnt, kann es dann nicht auch von selbst wieder rausflie\u00dfen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht durch Washington. Washington muss auf meinen n\u00e4chsten Besuch warten. Vom Highway sehe ich den Obelisken, der in ein Bauger\u00fcst geh\u00fcllt ist. Vorbei geht es auch am Pentagon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nass komme ich in einem Motel in Petersburg an, irgendwo, gleich ab vom Highway. Ich versuche mit der Heizung meine Kleidung trocken zu kriegen.<br>Weiter nach Greensboro. Wieder in einem Motel an der Peripherie. Solche Tage, die haupts\u00e4chlich aus Fahren bestehen, noch dazu auf Highways und bei schlechtem Wetter und die dann auch noch in einem Motel am Stadtrand enden, sind etwas \u00f6de.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sch\u00f6n die Gegenden sind, durch die ich fahre. Die St\u00e4dte sind mir oft ein Graus. Amerika ist ein Land, das &#8222;unterwegs&#8220; ist, so empfinde ich das zumindest. Und vieles ist darauf ausgerichtet. Motels direkt bei der Autobahnabfahrt, nur um zu \u00fcbernachten und am n\u00e4chsten Tag wieder auf dem Highway zu sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den Highways ist Tag und Nacht etwas los, ein riesiges Band an Fahrzeugen, bei Knotenpunkten oft 5 bis 6 Spuren in eine Richtung. Das Auto &#8211; ein unverzichtbares Mittel.<br>G\u00fcnstige Motels sind in der Regel nur an der Peripherie zu bekommen. Irgendwo an Highways. Diese, meist riesigen Gebiete, bestehen oft nur aus Handelsgesch\u00e4ften. Man muss sich hier 6-8 Spurige Stra\u00dfen vorstellen, die durch das Stadtgebiet f\u00fchren. Zu- und Abfahrten bestehen oft auch aus 2 Spuren in eine Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast Food Restaurants in Unmengen, riesige Superm\u00e4rkte und andere Gesch\u00e4fte. In Greensboro z\u00e4hle ich 11 unterschiedliche Fastfood-Restaurants in unmittelbarer N\u00e4he zum Motel. Bei uns sind ja nur McDonalds, Burger King und Subway bekannt. Vom Chinesen bis zum Waffelhaus gibt es hier unz\u00e4hlige Fastfoodketten. Drive Through Schnell Imbiss, Drive Through Bank, Drive Through Auto Werkstatt. Mit dieser Art der Kultur komme ich nicht wirklich zurecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Reisef\u00fchrer lese ich vom &#8222;Blue Ridge Parkway&#8220;. Leider einen Tag zu sp\u00e4t. Somit fahre ich nur die H\u00e4lfte in North Carolina. Der Blue Ridge Parkway ist ein Scenic Drive der in Virigina beginnend \u00fcber 755km in North Carolina endet. Ein wahr gewordener Motorradfahrer Traum. Keine Unterbrechung durch Ortschaften oder Ampeln \u2026 nur fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Album 30., 31.07. Von Philadelphia ist es nur eine kurze Strecke nach Baltimore. Eine Freundin r\u00e4t mir per e-mail einen Umweg \u00fcber das nahe &#8222;Amish-Land&#8220; Lancaster zu machen. Gro\u00dfe Farmen finden sich entlang der Strecke. Vorwiegend wird hier Mais angebaut. Stra\u00dfenschilder weisen darauf hin, auf Pferdekutschen acht zu geben. 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