{"id":3587,"date":"2014-04-01T22:07:11","date_gmt":"2014-04-01T21:07:11","guid":{"rendered":"http:\/\/j-ontheroad.at\/?p=3587"},"modified":"2025-09-12T14:24:40","modified_gmt":"2025-09-12T14:24:40","slug":"schwimmende-inseln-cusco-machu-picchu-und-strassensperren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/index.php\/2014\/04\/01\/schwimmende-inseln-cusco-machu-picchu-und-strassensperren\/","title":{"rendered":"schwimmende Inseln, Cusco, Machu Picchu und Stra\u00dfensperren"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/160\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>20.03., 21.03.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Copacabana, in Bolivien, nach Puno, in Peru, ist es nur eine kurze Fahrt. Peter und ich kommen gegen Mittag dort an.<br>Wir buchen am Nachmittag einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln auf dem Lake Titicaca. Die schwimmenden Inseln sind die \u201eHeimat\u201c des Uro Volkes, die der Geschichte nach schon vor der Sonne existiert haben. Sie haben \u201eschwarzes\u201c Blut und sind gegen K\u00e4lte unempfindlich, konnten nicht ertrinken und waren immun gegen Blitze. Ihren Status als \u00dcbermenschen haben sie verloren, weil sie ungehorsam gegen\u00fcber den Gesetzen des Universums geworden sind und sich mit den Menschen vermischt haben. Die Uros waren eines der ersten V\u00f6lker in den Anden, lange vor den Incas. Die Incas haben die Uros wegen ihrer einfachen Lebensweise als niedrige Klasse angesehen und schlecht behandelt. Irgendwann haben sie sich auf das Wasser zur\u00fcckgezogen, um den Angriffen zu entkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz ihrer einfachen Lebensweise hat das Volk der Uros die hoch entwickelten Incas mit ihren gro\u00dfen Tempeln \u00fcberdauert.<br>Die Inseln bestehen aus ca. zwei Metern Torfschicht belegt mit einem Meter Schilfart. Auf den kleineren Inseln leben 5 bis 7 Familien. Eine dieser Inseln hat vielleicht 15 bis 20 m Durchmesser. Gut gewartet, kann eine Insel gut 30 Jahre halten. Auf den Inseln bei Puno leben knapp 2.000 Personen. Mittlerweile ist der Tourismus eine gro\u00dfe Einnahmequelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Abend des ersten Tages sind Peter und ich in Puno unterwegs. Zu viele Mojitos zwingen mich, einen weiteren Tag halt zu machen. Ungef\u00e4hr 400 km nach Cusco m\u00f6chte ich in einem zweifelhaften Zustand nicht in Angriff nehmen.<br>Peter geht es besser als mir und er f\u00e4hrt weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>22.03., 23.03.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Knapp 40 km von Puno entfernt liegt die Gro\u00dfstadt Juliaca. Ein ziemlicher Moloch. An der Ausfahrt ist die Stra\u00dfe mit kleineren und bis zu Fu\u00dfball gro\u00dfen Steinen und teilweise zerschmetterten Glas \u00fcbers\u00e4t. Hin und wieder brennt irgendetwas leicht vor sich hin. So gut es geht, fahre ich langsam durch. Ich sch\u00e4tze mal, nach gut 100m werde ich von Einheimischen angehalten. Eine Demonstration, anscheinend heftiger. Bald bin ich von einem ganzen Haufen Leuten umringt. Ich bin aber noch gut weitere 100 bis 150 m vom Mob entfernt. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden, so sagt man mir, soll ich einen Umweg nehmen. Halb so schlimm, es sind blo\u00df 15 km mehr. Anscheinend war die Demonstration Vortags an der anderen Ausfahrt. Auch hier ist die Stra\u00dfe auf 300 bis 400 Metern kaum befahrbar und ebenso mit Steinen und Glassplittern bedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cusco ist architektonisch ein wahres Highlight, wenn auch, wie fast ganz S\u00fcdamerika, mit zweifelhaftem historischen Hintergrund.<br>Einst war, wo heute Cusco liegt, das Zentrum des Inca Imperiums. Die Spanier haben viele der Inca Geb\u00e4ude und St\u00e4tten zerst\u00f6rt und die Steine f\u00fcr den Bau ihrer massiven, riesigen religi\u00f6sen Bauten verwendet und davon gibt es viele in dieser Stadt.<br>Abends treffe ich wieder Peter, der Maurice aus Irland\/Australien mitbringt &#8211; ebenfalls mit dem Motorrad unterwegs. Der Abend endet erneut feuchtfr\u00f6hlich, was am n\u00e4chsten Tag eine ausgiebige Sightseeing Tour meinerseits verhindert. Peter hat einen schlechten Einfluss auf mich. Er behauptet nat\u00fcrlich, es ist andersrum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>24.03., 25.03.&nbsp; <\/strong><strong><br><\/strong>Ich fahre weiter nach Ollantaytambo, das nur etwa 60 km von Cusco entfernt liegt. Schon zeitig am Morgen, als ich wegen meinem Ticket f\u00fcr Machu Picchu durch die Gegend laufe, gibt es in Cusco nahe meinem Hostel kleinere Stra\u00dfensperren. Auf der Ausfahrtsstra\u00dfe versperren dann Reifen komplett den Weg. Hier scheint der Mob nicht ganz so b\u00f6se wie zwei Tage zuvor. Kinder spielen auf der Stra\u00dfe, es geht fr\u00f6hlicher zu. Mit dem Motorrad kann ich mich aber leicht durchzw\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ollantaytambo war einst ebenso eine sehr bedeutende Inca Stadt. Sie ist eine der wenigen St\u00e4dte, wo man die Stadtplanung der Incas sehen kann. Der Betreiber des Hostels zeigt mir den Hintereingang zur Hauptattraktion des Dorfes. dem massiven Inka Komplex mit seinen Terrassen, die sich den Berg hochziehen. Weiter oben auf dem Berg findet sich ein Tempel f\u00fcr religi\u00f6se Zwecke. Ich habe Gl\u00fcck, als ich mich reinschleiche, dass gerade kein Mitarbeiter im hinteren Bereich war. Einmal was verbotenes tun. \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ollantaytambo ist der Ausgangspunkt zu Machu Picchu. Entweder per Zug oder zu Fu\u00df auf dem ber\u00fchmten Inca Trail. Obwohl sich hier eine Menge Touristen tummeln, ist der kleine Ort ziemlich gem\u00fctlich.<br>Ich treffe ein letztes mal auf Peter, der schon Tags zuvor angereist war. Die Geschichte vom falschen 50er habt ihr sicher schon gelesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>26.03.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 26.03. geht es zeitig in der Fr\u00fch los. Zuerst mit dem Zug entlang des rei\u00dfenden Urubamba Flusses. 1 1\/2 Stunden dauert die Fahrt, die in Aquas Calientes, nunmehr Machu Picchu Dorf, endet. Machu Picchu Dorf liegt auf ca. 2.000m Seeh\u00f6he. Von dort geht es mit dem Bus \u00fcber eine steile, enge, geschwungene Stra\u00dfe ca. 350 H\u00f6henmeter zur Inca Stadt hoch. Eine weitl\u00e4ufige gro\u00dfe Anlage, eingebettet in die Berge, die ringsherum in die H\u00f6he ragen. Eine Stadt in einem unwegsamen Gebiet. Man kennt Machu Picchu aus Fernsehen und Zeitschriften. Es ist ein Erlebnis, es live zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>27.03. \/ 28.03.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr zwei N\u00e4chte komme ich zur\u00fcck nach Cusco. Ich habe ein paar Sachen zu erledigen und daf\u00fcr ist eine gro\u00dfe Stadt besser geeignet, als ein kleines Dorf.<br>Ich gerate beinahe in Termin-Not.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den ersten Abend habe ich mich mit Kerstin aus Deutschland verabredet, die ich tags zuvor im Hostel in Ollantaytambo getroffen habe.<br>F\u00fcr den Nachmittag am 28.03. haben sich Steve und Ollie angek\u00fcndigt. Steve Harpt &#8211; einer der drei Steves &#8211; den Andi und ich in Patagonien getroffen haben. Ollie, ein guter Freund von Steve, ist f\u00fcr knapp zwei Wochen aus Botswana angereist, um mit ihm durch die Gegend um Cusco zu reisen. Sie waren in der N\u00e4he von Cusco und es w\u00e4re schade gewesen, wenn wir uns nicht mehr getroffen h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich durch Cusco spaziere, sehe ich pl\u00f6tzlich Alfred und Rosi an einem Tisch in einem Restaurant sitzen. Mit Alf und Rosi sind Andi und ich f\u00fcr drei Tage auf der Careterra Austral in Chile unterwegs gewesen. Das Wiedersehen ist herzlich. Wir plaudern eine Weile und verabreden uns f\u00fcr den n\u00e4chsten Abend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzten Tage waren wieder eine gute Zeit,<br>Ich habe neue Leute kennengelernt, Peter, mit dem ich lustige Abende verbracht habe, die bezaubernde Kerstin und ich habe \u201ealte\u201c Bekannte getroffen.<br>Es sind Tage, an denen das Heimweh verschwindet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Album 20.03., 21.03. Von Copacabana, in Bolivien, nach Puno, in Peru, ist es nur eine kurze Fahrt. Peter und ich kommen gegen Mittag dort an.Wir buchen am Nachmittag einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln auf dem Lake Titicaca. 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