{"id":3529,"date":"2014-03-04T23:02:47","date_gmt":"2014-03-04T22:02:47","guid":{"rendered":"http:\/\/j-ontheroad.at\/?p=3529"},"modified":"2025-09-09T07:50:35","modified_gmt":"2025-09-09T07:50:35","slug":"nicht-jeder-kommt-nach-hause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/index.php\/2014\/03\/04\/nicht-jeder-kommt-nach-hause\/","title":{"rendered":"nicht jeder kommt nach Hause"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/157\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>25.02. &#8211; 26.02.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem ich einen weiteren Regentag in Mendoza abgewartet habe, fahre ich am Mittwoch weiter. Wie sich am Nachmittag herausstellt, war das ganz gut so.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Wetterbericht bleibt es heute trocken und ich nehme mir eine gr\u00f6\u00dfere Strecke von 400km bis nach Villa San Augustin vor. Andi und ich haben dort vor etwa einem Monat schon zwei N\u00e4chte verbracht. Nettes Hostel, relaxte Betreiber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nehme diesmal aber von Mendoza aus eine andere, direkte Strecke. Es geht z\u00fcgig voran und mein Motorrad macht auch keine Probleme. Auf den letzten 150km durch die Pampa begegnen mir nur sehr wenige Autos. Aufgrund der Probleme in den letzten Wochen habe ich noch ein wenig ein unsicheres Gef\u00fchl, alleine durch solche weite Strecken zu fahren. Aber das wird sich auch wieder geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Mendoza habe ich auf den Satellitenbildern gesehen, dass ein weiter Bereich dieser Gegend vom Regen betroffen war. Von Mendoza bis Villa San Augustin ist die ganze Landschaft in Wasser getr\u00e4nkt. Die W\u00fcste und Pampa wurden in eine schlammige Ebene verwandelt. Die Gegend rund um Villa San Augustin scheint es&nbsp; st\u00e4rker getroffen zu haben. Ich bin zwar auf einer asphaltierten Stra\u00dfe, muss aber mehrere kleine Fl\u00fcsse kreuzen. Zweimal wurde die Stra\u00dfe weggeschwemmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz vor dem Dorf versperrt ein breiter, stark flie\u00dfender Fluss die Stra\u00dfe. Es warten bereits mehrere Autos. Ich fahre langsam bis zur Wassergrenze. Auf der anderen Seite winkt mir ein Polizist heftig, dass ich nicht durchfahren soll. H\u00e4tte ich zumindest auf Anhieb auch nicht vorgehabt. Busse, LKWs und Gel\u00e4ndewagen werden durchgelassen. Klein- und Mittelklassewagen werden mit einem LKW der Gemeinde durch den Fluss geschleppt. Nach ein paar Minuten setzt der Polizist mit dem Polizeiwagen \u00fcber und gibt mir zu verstehen, dass ich mit dem Motorrad nicht r\u00fcber darf. Vor zwei Tagen ist hier ein Motorradfahrer umgekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich muss warten, bis jemand mit einem Pickup-Truck vorbeikommt. Es dauert aber nicht sehr lange. Ich nehme mein Gep\u00e4ck ab und mit Hilfe von ein paar anderen Personen heben wir das Motorrad auf den Wagen. Der Einheimische verdient sich kurzerhand ein paar Pesos, indem er noch andere Motorr\u00e4der \u00fcber den Fluss bringt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Betreiber des Hostels erfahre ich dann mehr. Am Montag hat ein chilenischer Motorradreisender die Warnungen eines Campingplatzbetreibers nahe des Flusses ignoriert. Der Ungl\u00fcckliche wurde beim Versuch, den Fluss zu \u00fcberqueren, vom Wasser mitgerissen und hat es nicht \u00fcberlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>27.02. &#8211; 28.02.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ich abfahre bereitet mich der Hostelbetreiber noch darauf vor, dass ich zwei weitere Fl\u00fcsse kreuzen muss. Sie sind zwar tief, das Wasser reicht mir bis halb zum Schienbein &#8211; auf dem Motorrad, aber sie sind nicht sehr stark. Jedoch muss ich, was mir weniger gef\u00e4llt, mit nassen Schuhen und F\u00fc\u00dfen weiterfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich \u00fcbernachte in La Rioja und in San Miguel de Tucum\u00e1n. Es handelt sich blo\u00df um Zwischenstationen. Ich mag diese gro\u00dfen St\u00e4dte meist nicht. Es ist schwer sich zu orientieren und die Leute fahren wie verr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>01.03. &#8211; ?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck aufs Land, zur\u00fcck auf die Ruta 40. Die Gegend hier nahe den Anden ist ausgesprochen sch\u00f6n. Von Tucum\u00e1n f\u00fchrt eine kurvige Strecke entlang eines Flusses durch das bergige Tafi de Valle. Es geht auf \u00fcber 3000m hoch. Zwei gegens\u00e4tzliche Landschaften auf der einen und auf der anderen Seite des Berges. Es regnet leicht von Tucuman weg. Gr\u00fcn und bewaldet ist die Gegend. \u00dcberquert man den Pass findet man sich in der kargen, trockenen, mit Kakteen bewachsenen Gegend des Calchaqu\u00edes Hochlandes wieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cafayate ist eine gem\u00fctliche kleine Weinbau-Stadt. Ber\u00fchmt bzw. das Markenzeichen der Gegend sind Weine von der Torront\u00e9s Riojano Traube, ein Wei\u00dfwein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Moment verl\u00e4ngere ich den Aufenthalt von Tag zu Tag. Nur mit dem Essen ist es hier so eine Sache. Vor 9 Uhr abends tut sich kaum etwas. \u201eEssen? Die K\u00fcche sperrt erst um 9 Uhr auf.\u201c Vorher erh\u00e4lt man blo\u00df Kleinigkeiten wie Sandwich, Salat oder Empanadas.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Sonntag hat ein Motocross Rennen statt gefunden. Ich sehe eine Weile zu, wie die Fahrer mutig \u00fcber die Strecke jagen.&nbsp; Auch dem Wein Museum statte ich einen Besuch ab. Hier wurde dem Weinbau in der Region ein kleines Denkmal gesetzt. Die Geschichte, die Herkunft, die Rebsorten, wie wichtig Erde und das sp\u00e4rliche Wasser sind. \u2026 alles wird anschaulich und unterhaltsam erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Norden Argentiniens hat es mir wirklich angetan. Die Landschaft, das sonnige Wetter, die Gem\u00fctlichkeit \u2026 der gute Wein, die Steaks. Eigentlich wollte ich ungef\u00e4hr Mitte M\u00e4rz schon nahe Ecuador sein, aber gerade vorhin habe ich wieder Geld gewechselt. Ich bleibe wohl noch ein paar Tage in dieser Gegend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Album 25.02. &#8211; 26.02. Nachdem ich einen weiteren Regentag in Mendoza abgewartet habe, fahre ich am Mittwoch weiter. Wie sich am Nachmittag herausstellt, war das ganz gut so. Laut Wetterbericht bleibt es heute trocken und ich nehme mir eine gr\u00f6\u00dfere Strecke von 400km bis nach Villa San Augustin vor. 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