{"id":3325,"date":"2014-01-08T18:30:43","date_gmt":"2014-01-08T17:30:43","guid":{"rendered":"http:\/\/j-ontheroad.at\/?p=3325"},"modified":"2025-07-27T10:06:07","modified_gmt":"2025-07-27T10:06:07","slug":"auf-wiedersehen-chile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/index.php\/2014\/01\/08\/auf-wiedersehen-chile\/","title":{"rendered":"auf Wiedersehen Chile"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/153\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>30.12. &#8211; 01.01.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am letzten Tag des Jahres machen wir einen Ausflug zum Perito Moreno Gletscher.<br>Ein \u00e4u\u00dferst beeindruckender Anblick. Der Gletscher ist vom Grund des Sees ca. 100m hoch, die Gletscherwand ragt \u00fcber Wasser zwischen 55m und 77m in die H\u00f6he. Die gesamte Breite der Gletscherwand betr\u00e4gt etwa 5km. Der Gletscher schiebt sich im Jahr \u00fcber 750 Meter voran. Das Eis schimmert wei\u00df-blau im Sonnenlicht. Nahe am Boden muss das Eis unheimlich dicht gepresst sein, es hat teilweise eine ganz eigene blaue Farbe, als w\u00fcrde es sich um einen Edelstein handeln. Andauernd h\u00f6rt man lautes knacken. Immer wieder brechen gro\u00dfe St\u00fccke von der Wand ab und st\u00fcrzen in das Wasser. Wann immer ein Bruch zu h\u00f6ren ist, springen Leute mit ihren Kameras durch die Gegend. Meistens nat\u00fcrlich zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Gletscher treffen wir wieder auf Hitch und Lee, zwei Neuseel\u00e4nder, die wir schon in Punta Arenas getroffen haben. Mit ihnen und ein paar Argentiniern ziehen wir zu Silvester um die H\u00e4user. Der Neujahrstag vergeht dann weitgehend auf der Couch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>02.01. &#8211; 05.01.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 2. Januar machen wir einen riesigen Satz nach Norden, von El Calafate nach Perito Moreno. Erneut geht es durch starken Wind, Regen und manchmal auch durch leichten Schneefall. Perito Moreno dient, wie auch schon bei meiner Fahrt Richtung S\u00fcden, nur der \u00dcbernachtung. Unser Ziel ist die Carretera Austral. Wir m\u00f6chten sie ein St\u00fcck nach Norden fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Chile Chico setzen wir \u00fcber die Grenze. Die Welt ist klein, beziehungsweise l\u00e4uft man sich hier unten immer wieder \u00fcber den Weg. An der Grenze begegnen wir zwei Deutschen, Rosi und Alfred, die in Ushuaia im selben Hostel wie wir waren. Wir fahren gemeinsam weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andi und ich sind etwas voraus. Nach nicht allzu vielen Kilometern geht Andis Schlauch im Hinterreifen erneut kaputt. Wir haben den Hinterreifen schon ausgebaut, als Rosi und Alf eintreffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei jedem Mal lernt man etwas dazu. Alf zeigt uns, wie man in wenigen Sekunden mit dem Seitenst\u00e4nder des Motorrades den Reifen von der Felge l\u00f6st. Wir werden immer schneller beim Reifen wechseln. Noch ein paar mal und wir k\u00f6nnen mit der Formel 1 konkurrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Staunend fahren wir mit offenem Mund durch die Gegend, die Landschaft ist einfach unbeschreiblich sch\u00f6n.<br>Die Nacht verbringen wir in Puerto Rio Tranquillo. Puerto Rio Tranquillo ist ein kleines D\u00f6rfchen, ein paar H\u00e4user, ein paar Hostels, eine Tankstelle. Die gro\u00dfe Attraktion hier sind die Marble Caves, eine H\u00f6hlenformation, die durch Wind und Wetter etwas bizarr geformt ist und im t\u00fcrkisen Wasser des Lago Buenos Aires schimmernd nur mit dem Boot erreichbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor wir am n\u00e4chsten Tag weiterfahren, machen wir eine Tour zu den Marble Caves. Es ist ein wahrer H\u00f6llenritt auf der rauen See. Man m\u00f6chte kaum glauben, wie hoch der Wind die Wellen aufpeitscht. Sie sind 1 bis 1 1\/2 m hoch. Wir sitzen inkl. Kapit\u00e4n zu acht in einem kleinen Boot, das hart auf die hohen Wellen aufschl\u00e4gt. Das kalte Wasser spritzt \u00fcber die Bordwand in das innere des Bootes. Einen Ausflug auf einem See stellt man sich gem\u00fctlicher vor. Auf der R\u00fcckfahrt m\u00fcssen wir noch st\u00e4rker gegen den Wind und die Wellen ank\u00e4mpfen. Mit dieser Wildheit hat keiner gerechnet. Wir sind froh als wir wieder an Land sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf zwei R\u00e4dern f\u00fchlen wir uns weitaus sicherer und fahren weiter nach Coyhaique, der gr\u00f6\u00dften Stadt hier an der Carretera Austral. Die Fahrt ist etwas anstrengend, teilweise loser Schotter, viele Kurven, viele Schlagl\u00f6cher und Wellbrett Pisten. Nichtsdestotrotz vermag die Natur erneut zu verzaubern. In Coyhaique machen wir einen fahrfreien Tag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>06.01.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Wege trennen sich wieder. Rosi und Alf entscheiden sich, mit einer F\u00e4hre weiter nach Norden zu ziehen. Andi und ich fahren auf dem Landweg weiter. Es waren drei \u00e4usserst nette Tage mit den beiden. Gute Reise ihr zwei. Vielleicht sieht man sich noch mal \u2026 sp\u00e4testens bei unserer n\u00e4chsten Panne :-).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fahrt auf der Ruta 7 macht richtig Spa\u00df. Wir sind gut unterwegs und fahren an die 450km durch bis Futaleufu, knapp vor der argentinischen Grenze. Am Anfang ist die Strecke asphaltiert. Dann geht es meist auf 1 1\/2 Spuren durch den Wald. Manchmal regnet es leicht. Hin und wieder gibt es loseren Schotter. Der Regen ist zwar nicht sehr angenehm, bindet aber den Staub. Mit h\u00f6herer Geschwindigkeit rauschen wir dahin, das Hinterrad t\u00e4nzelt oft leicht auf dem losen Untergrund. Es ist eine Freude, auf dieser Strecke dahinzugleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie erw\u00e4hnt, man sieht sich hier immer wieder. \u00dcber die drei Tage treffen wir auf der Strecke auch mehrmals auf eine Gruppe von vier Chilenen, die ein paar Tage unterwegs sind. Einer der vier hat ein Motorrad Gesch\u00e4ft, gibt uns Tipps wo wir Ersatzteile kaufen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Suche nach einer Unterkunft ist im Moment etwas schwierig, weil hier Hochsaison ist. Das erste Hostel in Futaluefu ist voll. Wenige Meter weiter sehe ich bei einem Restaurant \u201eHostal\u201c mit Kreide auf eine Tafel geschrieben. Ich frage nach. Wir haben gesamt noch 46.000 CLP f\u00fcr die letzte Nacht in Chile \u00fcbrig. Ab Morgen sind wir in Argentinien. Die Nacht, inkl. hervorragendem Fr\u00fchst\u00fcck, erhalten wir f\u00fcr 26.000 in einer Cabana mit gro\u00dfem Vorzimmer und gro\u00dfem Schlafzimmer \u2026 luxuri\u00f6s. In einem Supermarkt kaufe ich f\u00fcr 4.000 noch etwas Wasser, Kekse und ein paar Bier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Hostal \/ Restaurant \/ Souvenir Gesch\u00e4ft wird von einem sehr netten jungen Ehepaar gef\u00fchrt, Sie k\u00fcmmert sich um das organisatorische, Er steht in der K\u00fcche, des Weiteren geht eine K\u00fcchenhilfe mit zur Hand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00f6chten im Restaurant zu Abend essen, ich sage: &#8222;Es ist unser letzter Tag in Chile. Wir haben noch 16.000 CLP \u00fcbrig. Wir nehmen zwei Bier, f\u00fcr den Rest des Geldes kocht uns bitte irgendetwas.&#8220; Der Koch zaubert uns zwei gro\u00dfe, hervorragend schmeckende Teller Nudeln auf den Tisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Morgen, der Abfahrt, werden wir mit einer Umarmung und &#8222;Buen Viaje&#8220; auf die Reise gesendet. Ich habe so oft eine Herzlichkeit von fremden Personen in S\u00fcdamerika erfahren. Ich hoffe, dass ich ganz viel davon mit nach Hause mitnehme und auch behalte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter im Norden, in Rosario, hat die Dakar Rallye gestartet. Durch die versp\u00e4tete Ankunft von Andis Motorrad k\u00f6nnen wir leider nicht dabei sein. Aber wir werden versuchen ein, zwei Etappen nachzufahren, wenn wir da oben sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">seht euch auch Andis Video <a title=\"Video\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=73FdJ34NeQA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Highway to Hell<\/a> an<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Album 30.12. &#8211; 01.01. Am letzten Tag des Jahres machen wir einen Ausflug zum Perito Moreno Gletscher.Ein \u00e4u\u00dferst beeindruckender Anblick. Der Gletscher ist vom Grund des Sees ca. 100m hoch, die Gletscherwand ragt \u00fcber Wasser zwischen 55m und 77m in die H\u00f6he. Die gesamte Breite der Gletscherwand betr\u00e4gt etwa 5km. 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