{"id":2905,"date":"2013-10-26T05:00:50","date_gmt":"2013-10-26T04:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/j-ontheroad.at\/?p=2905"},"modified":"2025-07-26T13:34:11","modified_gmt":"2025-07-26T13:34:11","slug":"blaue-augen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/index.php\/2013\/10\/26\/blaue-augen\/","title":{"rendered":"Blaue Augen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/138\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>19.10., 20.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Peru gef\u00e4llt mir auf Anhieb. Die ersten zwei weiblichen Bediensteten, denen ich an der Grenze begegne, machen mir Komplimente f\u00fcr meine sch\u00f6nen blauen Augen. \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten zwei N\u00e4chte verbringe ich in M\u00e1ncora an der K\u00fcste. Es ist wieder mal an der Zeit, meine W\u00e4sche waschen zu lassen. Ich soll einen Zettel ausf\u00fcllen, mit der Anzahl an unterschiedlichen Kleidungsst\u00fccken, die sich im Plastiksack befinden. Ich habe keine Lust nochmal auszupacken und zu z\u00e4hlen und schreibe drauf \u201ebeinahe alles was ich habe\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>21.10.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute fahre ich knapp 400km nur auf der Panamericana die K\u00fcste entlang. Oft geht es nur geradeaus. Vom Meer her weht st\u00e4ndig ein starker kalter Wind.<br>Landschaftlich ist die Gegend nicht sehr aufregend. Es handelt sich um eine karge, \u00f6de W\u00fcstenlandschaft die hin und wieder von D\u00f6rfern und St\u00e4dten unterbrochen wird. In der N\u00e4he der St\u00e4dte gibt es oft gr\u00fcne Felder, Reis, Mais, Zuckerrohr und andere Sachen. Auf weiten Teilen gleicht die Strecke einer M\u00fcllhalde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich stoppe in Chicklayo. Bis auf den Hauptplatz ist mir die Stadt nicht sehr sympathisch. Es herrscht hektischer Verkehr und auch hier liegt viel M\u00fcll auf den Stra\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Hotel frage ich, ob es einen Parkplatz gibt. Die Dame an der Rezeption sagt: Wir parken es hinten im Fr\u00fchst\u00fccksraum.<br>Der Eingangsbereich ist vielleicht 70cm breit. Ich sehe sie ungl\u00e4ubig an. Gn\u00e4diges Fr\u00e4ulein, haben Sie einen Blick auf mein Motorrad geworfen? Es ist etwas gr\u00f6\u00dfer als die hier \u00fcbliche Standardausf\u00fchrung.<br>Ich nehme die Koffer ab, dann stopfen wir &#8211; ein Mitarbeiter des Hotels, ein Security Mann und ich &#8211; das Motorrad mit vereinten Kr\u00e4ften durch die Lobby nach hinten.<br>In den n\u00e4chsten Tagen wird es zur Gewohnheit, das Motorrad in der Lobby oder \u00e4hnlichen Bereichen zu parken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>22.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Weg nach Cajamarca fahre ich kurz etwas abseits von asphaltierten Stra\u00dfen. Ich falle .. wieder mal. Ist ja schon l\u00e4nger nicht mehr passiert. Diesmal auf die rechte Seite. Der Koffer ist leider auf eine Weise verbogen, dass der Tankdeckel blockiert ist. Es w\u00e4re etwas m\u00fchsam, bei jedem mal tanken den Koffer abnehmen zu m\u00fcssen. Also wieder ein erneuter ungeplanter Tag Zwischenstop.<br>Cajamarca ist jedoch gem\u00fctlich. F\u00fcr knapp 6 EUR erhalte ich ein Zimmer mit Blick auf den Hauptplatz. Wie ich nachlese, ist Cajamarca eine wohlhabende Stadt. Man sieht es ihr ein wenig an. Der Wohlstand kommt vom Gold, das in der Umgebung abgebaut wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>23.10.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vormittags begebe ich mich auf die Suche nach einem Mechaniker, der mir die beiden Koffer wieder ausklopft. Ich lasse endlich auch den Koffer, der bei meinem Sturz in Honduras vor \u00fcber einem Monat verbeult wurde, geradebiegen.<br>Der Mann arbeitet \u00fcber eine Stunde. Das Ergebnis ist weitaus besser, als ich erwartet habe. Am Ende verlangt er 10 Soles, knapp 3 EUR f\u00fcr die Arbeit. Ich gebe ihm das doppelte.<br>Auch der restliche Tag l\u00e4\u00dft sich sinnhaft mit Sightseeing und dem nach Hause senden von Zeugs, das ich nicht ben\u00f6tige, verbringen. Kaum zu glauben wie lange es dauert ein Paket aufzugeben. F\u00fcr den Zoll in \u00d6sterreich schreibe ich ein noch ein paar nette Worte, dass es sich nur um Sachen handelt, die ich auf meiner Reise nicht ben\u00f6tige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>24.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich keine \u201evern\u00fcnftige\u201c Route durch die Berge finde, beschlie\u00dfe ich, wieder zur\u00fcck an die K\u00fcste zu fahren. Trotzdem m\u00f6chte ich nicht wieder die gleiche Strecke zur\u00fcckfahren, die ich zwei Tage zuvor hochgefahren bin, deshalb geht es in einem der D\u00f6rfer weg von der Hauptstra\u00dfe Off-Road. Die Strecke hat es in sich. Ich ben\u00f6tige knapp 3 1\/2 Stunden f\u00fcr 60km. Auf Schotterstra\u00dfen geht es von ca. 1.000m auf 3.000m hoch in die Berge. Zum Gl\u00fcck spielt das Wetter mit und es ist warm und sonnig. Nicht auszudenken, wenn ich hier bei Regen fahren m\u00fcsste. Die Stra\u00dfe schmiegt sich meist eng an die Berge. Die H\u00e4nge gehen steil bergab. An manchen Stellen ist sie nur aus dem Fels gehauen, maximal vier-f\u00fcnf Meter breit. Links geht der Fels senkrecht nach oben, rechts geht es ebenfalls senkrecht weit nach unten. Ich wage den Blick nicht von der Stra\u00dfe zu nehmen. Immer eng am Berg schleiche ich langsam dahin.<br>Auf halbem Weg findet sich das wunderbare St\u00e4dtchen Contumaza. Ich \u00fcberlege hier Stop zu machen. Aber ich \u201emuss\u201c weiter. Peru ist gro\u00df und ich m\u00f6chte Anfang November in Chile starten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch aus einem anderen Grund muss ich mich \u201ebeeilen\u201c. Mitte Dezember treffe ich mich in Punta Arenas mit meinem Freund Andi. Aus verschiedenen Gr\u00fcnden hat er etwas Abstand von zu Hause notwendig. Wir fahren gemeinsam f\u00fcr 3 bis 3 1\/2 Monate wieder hoch bis nach Kolumbien. Sein Motorrad ist bereits auf dem Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der N\u00e4he von Trujillo finde ich am Strand ein Hostel. Der Abend endet mit ein paar der Leute aus dem Hostel in einer Bar. Die Mojitos um knapp 1 EUR zeigen am n\u00e4chsten Morgen ihre Wirkung in Form eines leichten Hangovers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>25.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten km h\u00e4nge ich wieder auf der Panamericana. Landschaftlich hat sich nichts ver\u00e4ndert. Weiterhin handelt es sich um eine \u00f6de W\u00fcste. Es ist wolkig und wie auch Tage zuvor weht der Wind stark von Westen. Ich bin \u00fcberzeugt, den ganze Weg nach S\u00fcden wird es nicht besser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor ein paar Tagen haben Lauren und Adrian vom Canyon del Pato erz\u00e4hlt, eine Schotterpiste, die von der Panamericana weg nach Caraz f\u00fchrt. Lange geht es ziemlich flach durch eine Felslandschaft den Rio Santa entlang. Manchmal ist die Piste breit und man kann auch schneller dahinfahren. Oft wird man aber ordentlich durchger\u00fcttelt. Eine ziemliche Herausforderung f\u00fcr das Material. Des \u00d6fteren f\u00fchrt der Weg durch Tunnel. Einfache R\u00f6hren, die wahrscheinlich vor sehr langer Zeit in den Fels gehauen wurden. Die Sonne scheint hell vom Himmel. Die Augen haben keine Zeit sich an die Dunkelheit zu gew\u00f6hnen. Die Fahrten durch die l\u00e4ngeren der Tunnel sind beinahe ein Blindflug, die Augen auf das Licht am Ende gerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der, f\u00fcr mich, &#8222;schlimme&#8220; Teil beginnt zum Gl\u00fcck erst knapp 40 km vor dem Ziel. Die Stra\u00dfe verengt sich erneut auf eine Spur und f\u00fchrt in die Berge. Schei\u00dfegal auf welcher Seite ich mich halten m\u00fcsste, ich fahre, genauso wie gestern, immer eng am Berg und hoffe, dass kein Auto entgegenkommt. Nach der gestrigen Fahrt h\u00e4tte ich heute gut und gerne auf diesen Teil verzichten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nichts desto trotz ist der Canyon del Pato ein Mu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Album 19.10., 20.10. Peru gef\u00e4llt mir auf Anhieb. Die ersten zwei weiblichen Bediensteten, denen ich an der Grenze begegne, machen mir Komplimente f\u00fcr meine sch\u00f6nen blauen Augen. \ud83d\ude42 Die ersten zwei N\u00e4chte verbringe ich in M\u00e1ncora an der K\u00fcste. Es ist wieder mal an der Zeit, meine W\u00e4sche waschen zu lassen. 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