{"id":2828,"date":"2013-10-14T23:15:58","date_gmt":"2013-10-14T22:15:58","guid":{"rendered":"http:\/\/j-ontheroad.at\/?p=2828"},"modified":"2025-07-02T13:59:01","modified_gmt":"2025-07-02T13:59:01","slug":"den-aequator-versaeumt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/index.php\/2013\/10\/14\/den-aequator-versaeumt\/","title":{"rendered":"den \u00c4quator vers\u00e4umt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quito <a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/140\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><br>Ecuador 1 <a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/135\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>08.10. &#8211; 11.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landschaftlich \u00e4ndert sich nicht viel in Ecuador. Ich cruise durch die sanfte Berglandschaft.<br>Da nie ganz klar ist, wie lange es an der Grenze dauert, lege ich den ersten Zwischenstopp in Ibarra ein, bevor ich weiter nach Quito fahre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Weg nach Quito \u00fcberquere ich doch glatt den \u00c4quator und merke es nicht mal, weil ich wieder auf Abwegen unterwegs bin. Aber ich werde beizeiten meine GPS Aufzeichnungen durchsehen, wo genau das war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quito ist riesig. Wie uns Ovi aus dem &#8222;Community Hostel&#8220;, direkt in der Altstadt, erz\u00e4hlt, ca. 55 km lang und etwa 15 km breit, eingebettet in die Berge in einer H\u00f6he von etwa 2.800m.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Stra\u00dfe bietet ein Wunderheiler seinen Dienst feil. Durch Handauflegen m\u00f6chte er Knochenbr\u00fcche und andere Krankheiten heilen k\u00f6nnen. Frauen in Trachten, die Textilien anbieten oder auf einfachen kleinen Grillern Wurst, Fleisch und Mais braten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Ovi, der im Hostel arbeitet, unternehmen ein paar Leute eine Stadtf\u00fchrung. Eine abwechslungsreiche, relaxte Tour \u00fcber M\u00e4rkte, wo er uns \u00fcber Spezialit\u00e4ten des Landes aufkl\u00e4rt, historische Pl\u00e4tze, bis hin zu einem Candyshop, wo wir uns mit S\u00fc\u00dfigkeiten eindecken, bevor wir weiter in ein Kunstviertel wandern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anscheinend werde ich die H\u00f6he langsam gewohnt. Ich schaffe es mehrere Kilometer bergauf, bergab ohne einem Herzinfarkt nahe zu kommen. Mit der Seilbahn fahre ich auf 4.000 m Seeh\u00f6he. Von dort oben erh\u00e4lt man einen ungef\u00e4hren Eindruck \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der Stadt.<br>Das Wetter kann in Quito sehr wechselhaft sein. Am Vormittag brennt die Sonne runter, innerhalb weniger Minuten ziehen dichte Wolken auf und es wird unangenehm kalt und beginnt zu hageln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Besuch der Basilica del Voto Nacional ist sehr zu empfehlen. Man kann hier durch die Eingeweide der Kirche die T\u00fcrme hochklettern. Bei einem Turm f\u00fchrt eine eiserne Treppe au\u00dfen hoch. Keine besondere Sicherung. So etwas w\u00e4re in Europa nicht m\u00f6glich. Ich z\u00f6gere, \u00fcberwinde dann meine H\u00f6henangst und klettere ebenfalls hoch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An einem der Abende machen wir mit Ovi eine Food Tour, bei der wir ein paar Snacks und Gerichte der einheimischen K\u00fcche probieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quito war wieder ein riesiger Spa\u00df mit den vielen Leuten, Ovi, Stephanie, Tracy, Becky, Max, Robin, Peter, Stefania, Will, Sonja, \u2026 und wie sie alle gehei\u00dfen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>12.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit exakt drei Monaten unterwegs. Laut Plan sind 25%, 1\/4 oder wie auch immer, vorbei. Das Gute ist, ich habe noch 75% vor mir. \ud83d\ude42 Von Heimweh keine Spur. Es macht mir weiter unheimlich Freude unterwegs zu sein. Jeden Tag treffe ich auf neue Sachen, auf neue Leute, manchmal auf neue Herausforderungen. Ich habe viele Leute kennengelernt, vielleicht auch neue Freunde gefunden. (Fast) Jeden Tag eine neue Strecke. Davon kann man in der Heimat nur tr\u00e4umen, wo man jede Stra\u00dfe fast schon auswendig kennt, wo es manchmal fad wird, auf das Motorrad zu steigen, weil man schon alles abgefahren ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich ist es nicht jeden Tag ein Abenteuer, lustig oder sch\u00f6n. Manchmal ist es fad oder es freut einen nicht, weil das Wetter nicht passt, man alleine im Hotelzimmer sitzt oder man keinen Anschluss im Hostel findet, weil die Interessen, die Art zu reisen, zu unterschiedlich sind. Aber das geh\u00f6rt auch dazu. Wenn mir jemand erz\u00e4hlt, dass er\/sie jeden Tag einer langen Reise genie\u00dft, dann muss das ein besonderer Mensch sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun denn. Mindo liegt nur ca. 100km von Quito entfernt. Ein kleines Dorf, so etwas wie ein Abenteuerspielplatz. Viele Aktivit\u00e4ten warten, Zip Lining, Canyoning, Schokolade essen, Schmetterlinge und V\u00f6gel beobachten. Ich wage mich an das Zip Lining. Mit hoher Geschwindigkeit geht es in gro\u00dfer H\u00f6he, h\u00e4ngend in einem Gurt, an gespannten Eisenseilen, \u00fcber mehrere Schluchten und T\u00e4ler. Ein kleiner Adrenalin-Kick.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>13.10. &#8211; 14.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Mindo fahre ich nach Westen. Weg vom Berg- und H\u00fcgelland. Ich m\u00f6chte die unterschiedlichen landschaftlichen Regionen des Landes sehen. Der Regenwald scheint seinem Namen alle Ehre zu machen. Es regnet zwar nicht, aber die Wolken h\u00e4ngen sehr tief. \u00dcber gut 150 km geht es manchmal durch sehr dichten Nebel. Aber irgendwann frisst sich auch bei Nebel die Feuchtigkeit durch Schuhe und Kleidung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Canoa ist ein kleines Dorf am Meer. Die Landschaft auf dem Weg dorthin \u00e4ndert sich drastisch. Es wird w\u00e4rmer und etwas tropischer. Bananenplantagen s\u00e4umen den Weg. Nahe am Meer dominiert die Fischerei. Ich nehme an, es sind Becken f\u00fcr die Fischzucht, die sich entlang den Stra\u00dfen befinden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bietet Quito alle Annehmlichkeiten einer Gro\u00dfstadt, ist das Leben auf dem Land sehr viel einfacher. Einfache H\u00e4user aus Holz oder Stein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Canoa ist gem\u00fctlich. Ich bin am Sonntag angekommen. Es war relativ warm. Der Strand war voll mit Leuten. Heute Montag ist es ruhig, aber kalt. Es ist eben noch Fr\u00fchling hier. Nachts zieht sich das Meer weit nach drau\u00dfen zur\u00fcck. Und manchmal m\u00f6chte man meinen, diese verdammten Stra\u00dfenk\u00f6ter haben ein Bewu\u00dftsein, wenn sie nachts am Strand sitzen und auf das Meer hinausblicken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a0<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quito AlbumEcuador 1 Album 08.10. &#8211; 11.10. Landschaftlich \u00e4ndert sich nicht viel in Ecuador. Ich cruise durch die sanfte Berglandschaft.Da nie ganz klar ist, wie lange es an der Grenze dauert, lege ich den ersten Zwischenstopp in Ibarra ein, bevor ich weiter nach Quito fahre. 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