{"id":2730,"date":"2013-10-05T01:26:54","date_gmt":"2013-10-05T00:26:54","guid":{"rendered":"http:\/\/j-ontheroad.at\/?p=2730"},"modified":"2025-07-02T13:19:06","modified_gmt":"2025-07-02T13:19:06","slug":"angekommen-in-suedamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/j-bauer.at\/wp_america2013\/index.php\/2013\/10\/05\/angekommen-in-suedamerika\/","title":{"rendered":"angekommen in S\u00fcdamerika"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/j-bauer.at\/piwigo\/index.php?\/category\/137\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Album<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>30.09.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angekommen bin ich ja schon gestern, wie aus meinem letzten Eintrag ersichtlich ist. Bogota hat mich positiv \u00fcberrascht. Es ist eine gro\u00dfe, weitfl\u00e4chige, gr\u00fcne Stadt. Es ist sauber, die Geb\u00e4ude sind in sehr gutem Zustand.<br>Heute Vormittag bin ich etwa 15 km durch die Gegend gelaufen. Erstmal auf einen Berg rauf, damit ich eine \u00dcbersicht \u00fcber die Stadt habe. Bogota liegt auf ca. 2.600m Seeh\u00f6he. Beim Aufstieg auf 2.800m, schreit mein K\u00f6rper, wie schon in Zacatecas, extrem nach Sauerstoffzufuhr. Der Flachl\u00e4nder in mir macht sich stark bemerkbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach bin ich durch die Stadt spaziert. Die Architektur ist so ganz anders als in Zentralamerika. Es gibt viele Backsteingeb\u00e4ude. Viele der Viertel bestehen nur aus zwei- bis vier-st\u00f6ckingen H\u00e4usern. Manchmal kommt es einem vor, als w\u00fcrde man durch eine Kleinstadt laufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachmittag fahre ich zum Flughafen, wo ich kurz vor zwei Uhr ankomme. Die n\u00e4chsten vier Stunden treiben mich beinahe in den Wahnsinn. Zugegeben, es ist sehr viel los. Die Beamten arbeiten wie wild. Einer benutzt die Computermaus zum telefonieren und das Telefon als Computermaus. Neben mir wartet nat\u00fcrlich noch ein ganzer Haufen anderer Leute, dass sie ihre Waren kriegen.<br>Ein australisches P\u00e4rchen, Lauren und Adrian, sind ebenfalls auf dem Gel\u00e4nde, um ihr Motorrad abzuholen. Sie sind noch viel schlimmer dran als ich und ben\u00f6tigen gut 6 Stunden bis sie endlich losfahren k\u00f6nnen. Bei der langen Wartezeit haben wir ein wenig Zeit zu plaudern. Sie haben das gleiche Ziel und ungef\u00e4hr den gleichen Zeitrahmen wie ich. Man wird sich unterwegs bestimmt wieder treffen.<br>Unter Beobachtung einiger Leute, die mir interessiert zusehen, wie ich einen Teil meiner Verkleidung abnehme, um die Batterie anzuschlie\u00dfen, kann ich gegen halb sechs endlich das Gel\u00e4nde verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kurzen Hosen kann ich f\u00fcrs erste Mal in meiner Tasche verstauen. Hier herrschen andere Bedingungen. Lange Hosen und Pullover und nachts ist sogar die Jacke gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>01.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem Service in San Jose leuchtet immer wieder die Temperaturleuchte auf. Ich kontrolliere K\u00fchlfl\u00fcssigkeit und \u00d6l. Der \u00d6lstand scheint zu passen, K\u00fchlfl\u00fcssigkeit ist definitiv zu wenig enthalten. Da frage ich mich, wieso sie das beim Service in San Jose nicht bemerkt und korrigiert haben. Ich m\u00f6chte trotzdem sichergehen, dass kein anderes Problem besteht und fahre am Vormittag zum BMW H\u00e4ndler in Bogota. Bis auf die K\u00fchlfl\u00fcssigkeit ist alles in Ordnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachmittags m\u00f6chte ich mir die Stadt ansehen. Aber es beginnt zu regnen. Also zur\u00fcck ins Hostel, wo ich Carolina kennen lernen, die hier arbeitet. Von ihr erfahre ich, dass zu dieser Jahreszeit am Vormittag meist Sonnenschein herrscht und nachmittags der Regen kommt. Nun denn, es hat sich etwas Arbeit aufgestaut, um die ich mich k\u00fcmmern kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>02.10.<\/strong><strong><br><\/strong>Eigentlich wollte ich heute fr\u00fch losfahren, damit ich vor dem Regen am Ziel ankomme. Nachdem ich wach werde, pr\u00fcfe ich \u00fcblicherweise meine e-mails. Lauren hat eine e-mail geschrieben, dass sie sich mit zwei Neuseel\u00e4ndern zum Fr\u00fchst\u00fcck treffen und ob ich sie begleiten m\u00f6chte. Auch von Carolina ist eine mail gekommen, ob ich noch da bin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann ich die Stadt verlassen, wenn ich Einladungen von zwei Frauen an einem Tag habe? \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also fahre ich mit dem Taxi zuerst mal fr\u00fchst\u00fccken, mit Lauren und Adrian vom Flughafen und Andi und Ellen aus Neuseeland.<br>Lauren und Adrian sind f\u00fcr 6 Monate unterwegs. Andi und Ellen wollten erst nur 6 Monate bleiben, haben auf ein Jahr verl\u00e4ngert, sind jetzt seit 1 1\/2 Jahren unterwegs und wissen noch nicht, wann die Reise endet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Mittagessen und den Nachmittag verbringe ich mit der wunderbaren Carolina, die mir viel \u00fcber Bogota und Kolumbien erz\u00e4hlt.<br>\u00dcber den langen internen Krieg in Kolumbien, \u00fcber den t\u00e4glichen &#8222;\u00dcberlebenskampf&#8220; der Leute, die Schere zwischen Arm und Reich, die Entwicklung der Stadt, \u00fcber die Gef\u00e4hrlichkeit in Bogot\u00e1 und vieles mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir landen dann in einem Caf\u00e9, wo es &#8211; ich kann es kaum fassen &#8211; Krapfen gibt. Ich kann nat\u00fcrlich nicht anders und muss einen essen. Das Wasser k\u00f6nnen sie uns zu Hause nat\u00fcrlich nicht reichen, aber ich muss sagen: Nicht schlecht. Und das &#8222;Weibbier&#8220; und die &#8222;Weibwurst&#8220; auf der Karte bringen mich ziemlich zum Lachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>03.10.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Tag in Bogota. Heute kommen Bart und Renate in Bogot\u00e1 an, regelm\u00e4\u00dfige Leser wissen, die zwei Holl\u00e4nder mit denen ich Honduras und Nicaragua durchquert habe. Ich m\u00f6chte es mir nicht nehmen lassen, die beiden wieder zu sehen. Am Vormittag habe ich Zeit, auf Monserrat zu fahren und dann die Altstadt anzusehen. Sie steht im Kontrast zu dem Viertel, in dem sich das Hostel befindet und haupts\u00e4chlich Wohngegend und Finanzviertel ist.<br>Auf einem Hauptplatz wird ein General gefeiert. Es befindet sich jede Menge Polizei im Zentrum. Leider ist das Spektakel vorbei, als ich dort ankomme. Es werden nur mehr die letzten Fotos gemacht und die Aufr\u00e4umarbeiten sind im Gange.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Abend feiern Renate, Bart und ich unser Wiedersehen bei gutem Essen und ein paar Bieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir kommt vor, es entwickelt sich eine Art Sozialleben unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke f\u00fcrs Lesen, J\u00fcrgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Album 30.09. Angekommen bin ich ja schon gestern, wie aus meinem letzten Eintrag ersichtlich ist. Bogota hat mich positiv \u00fcberrascht. Es ist eine gro\u00dfe, weitfl\u00e4chige, gr\u00fcne Stadt. Es ist sauber, die Geb\u00e4ude sind in sehr gutem Zustand.Heute Vormittag bin ich etwa 15 km durch die Gegend gelaufen. 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