Vielen, vielen Dank an Esra und Paul, für die Gastfreundschaft und für ein großartiges Wochenende in Montreal. Ich denke, gute Freunde erkennt man daran, dass, egal wie lange man sich nicht sieht, es so ist, als wäre es erst letzte Woche gewesen.
Paul und Esra haben mich mit einem Feuerwerk empfangen. Esras Schwester Zeynep und ihre Nichte Melis sind ebenfalls zu Besuch in Montreal. Es war ein großartiges Willkommen.
Es waren jede Menge Festivals im Gange. Ein Musikfestival, das Comedy Festival, ein Kinderfest und wer weiß nicht noch alles. Wir waren im Park und im Vergnügungspark. Während Melis, Zeynep und Esra Spaß für Kinder hatten, hatten Paul und ich „richtigen“ Spaß. 😉 Paul hat mich in den La Ronde Vergnügungspark eingeladen und wir sind Rollercoaster gefahren. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das das letzte Mal gemacht habe. Die Dinger sind richtig abgegangen.
Am späten Nachmittag, als sich die Sonne gegen den Horizont bewegt, scheint jedoch irgendetwas nicht zu stimmen. Kinder werden unruhig. Etwas Böses liegt in der Luft. Einige beginnen sich in eine Mischung Mensch-Tier zu verwandeln und fallen andere Personen an. Es dauert nicht lange und schon ist eine Armee von Zombies auf allen Straßen.
Polizei und andere Einsatzkräfte versuchen der Lage Herr zu werden, aber vergebens. Sie werden einfach überrannt. Mit unterschiedlichsten Fahrzeugen versuchen Leute aus der Stadt zu flüchten.
Wir schaffen es irgendwie heil zu Pauls und Esras Apartment. Es ist nur noch Zeit, das Notwendigste zu packen. Ich springe auf mein Motorrad und fahre einfach los, ohne einen Blick hinter mich zu werfen. Esra, Paul, Zeynep und Melis erwischen gerade noch den letzten Zug, der die Stadt verlässt. Ich hoffe, sie sind heil rausgekommen.
Ok, Ok, möglicherweise ist nicht alles so passiert wie beschrieben. 🙂
18.07 Von Riviere-du-Loup sind es auf der „Route des Navigateurs“, einem Scenic Drive entlang des Saint Laurent Flusses, gemütliche 220km nach Quebec City. Der Fluss ist an manchen Stellen so breit, dass er mehr einem See gleicht.
200 bis 250 km sind eine angenehme Tagesdosis. Die bringt man, mit Pausen, stehen bleiben und fotografieren, in vier bis fünf Stunden hinter sich. Man ist am frühen Nachmittag am Ziel und hat gemütlich Zeit, sich umzusehen, zu essen und für andere Sachen.
Quebec ist der französische Teil von Kanada. Die Gegend, durch die ich fahre, ist von Farmen dominiert, Silos säumen den Weg. Was auffällt, sind hier die Kirchen. Während in Nova Scotia und New Brunswick entlang der Strecke oft nur kleine hölzerne Kirchen zu sehen waren (wo so schätzungsweise 15-30 Leute Platz haben), findet sich in Quebec fast in jedem Dorf eine große steinerne Kirche.
Quebec City ist von Touristen überlaufen. Aber man kann der Altstadt ja auch nicht abstreiten, dass sie Charme hat. Mit den engen Gassen und Straßen, bergauf – bergab, der Promenade, … . Zu Fuß kann das ganz schön anstrengend werden. Wer mehr wissen möchte, sehe sich den Bericht von 2005 auf meiner Homepage an. Ich verbringe den Nachmittag mit kurzen Spaziergängen rund um das Hostel, immer wieder mein Motorrad im Auge, weil das Parken erst ab 18 Uhr bis 9 Uhr gratis ist.
Abends sitze ich gemütlich in der Bar des Hostels, als plötzlich eine Alarmanlage zu hören ist. Hört sich an wie meine. „Verdammt, rüttelt da wer an meiner Maschine?“ Ich schütte mein Getränk hinunter und gehe raus. Alles Ok, war ein anderes Fahrzeug. Ich bin beruhigt.
19.07 Ziel: Montreal. Bereits in der Nacht hat es begonnen zu schütten. Die Wettervorhersage ist auch nicht ermunternd. Unwetterwarnung auf der ganzen Strecke. Ich warte ein Weile und entscheide mich dann abzufahren. Noch im Regen bepacke ich das Motorrad. Ich habe Glück. Kurz darauf hört es auf, zu regnen. Auch während der Fahrt bleibe ich trocken. Es weht bloß ein starker Sturm, der mich hin und wieder packt und durchrüttelt. In Montreal angekommen dauert es nicht lange und das angekündigte Unwetter zieht auf. Ich bin heilfroh, dass ich jetzt nicht draußen bin. Bis Montag bleibe ich bei meinen Freunden Esra und Paul in Montreal. Nach sechs Tagen durchgehend fahren tut eine Pause ganz gut.
Es geht los. Ich verlasse meinen Ausgangspunkt Halifax und bin somit offiziell auf dem Weg. Meine nächsten Ziele sind Moncton, Fredericton, Riviere-du-Loup, Quebec City und Montreal. Wieder ist es brennend heiß.Schon beim Bepacken des Motorrades komme ich ordentlich ins Schwitzen.
Ich bin froh, als ich drauf sitze und der Fahrtwind kühl durch meine Kleidung bläst. Im Navigationsgerät habe ich eingestellt, dass Autobahnen vermieden werden, dass aber auch unbefestigte Straßen in die Navigation mit einbezogen werden.
Ich bewege mich auf Bundes und Landesstraßen. Verlässt man Dörfer und Städte hält sich der Verkehr in Grenzen. Es ist ein entspanntes Dahingleiten. Kein dauerndes Bremsen und Gas geben, alleine auf Weiter Flur. Ich finde die Art der Besiedlung sehr interessant. Selbst auf den langen Strecken zwischen Dörfern und Städten findet sich entlang der Straße spätestens nach zwei Kilometern ein Haus, mal ist es eine Ansammlung von mehreren Häusern. Täglich zum Supermarkt fahren oder schnell mal ins Kino ist hier eher nicht der Fall.
Gegen Ende zieht mich das Navigationsgerät mehrmals auf breite Schotterpisten. Es dürfte sich um offizielle Straßen handeln. Selbst mitten im Wald finden sich an den Kreuzungen Wegweiser. Mal bin ich für ein paar Kilometer On- mal für ein paar Kilometer Off-Road. Die heutige Tour hat viel Spaß gemacht.
Das Hostel in Moncton ist gemütlich. Es ist ein etwas größeres umfunktioniertes Einfamilienhaus. Nicht viele Leute. Mike begrüßt mich. Auch er ist ein Gast. Er ist eine netter Kerl. Mike arbeitet auf einem Ölfeld etliche Flugstunden von hier entfernt. Zwei Wochen arbeiten, eine Woche frei. Er hat schon ein paar Biere intus. Für die nächsten zwei Wochen gibt es keinen Alkohol. Das Ölfeld ist eine „trockene Zone“. Nach der langen Fahrt tut mir ein Bier sicher auch ganz gut.
Mit Mike gehe ich zum Liquor Store. Ich nehme zwei Flaschen Bier und sage noch zu Mike … Ne, ich werde nicht so viel trinken … um später Nachschub zu holen … . Da Mike abreist und er noch Essen übrig hat, lädt er mich ein. Die Nacht endet mit ein paar Leuten aus dem Hostel in einem Pub. Hier gibt es ein Bier namens „La Fin Du Monde“ (das Ende der Welt), in der praktischen 0,75er Flasche, 9%, sehr süffig. Zwei Flaschen und man hat „la fin du monde“.
16.07
Heute zum Glück nur eine kurze Tour. Die Nacht war doch etwas zu lange. Von Fredericton kann ich nicht viel erzählen. Ich übernachte wieder in einer Uni. Es ist nichts los. Vielleicht liegt es daran, dass die Uni etwas weiter vom Zentrum weg ist. Gut für mich. Somit komme ich nicht in Versuchung, in irgendeinem Pub zu landen. Außerdem habe ich sowieso ein paar Sachen zu erledigen. Ich schlafe erst mal zwei Stunden, um das Defizit von gestern auszugleichen. Ich wette, es sind keine drei Gäste hier. Ein langer, dunkler Gang im Inneren des Gebäudes. Links und rechts die Türen zu den Zimmern. Irgendwie komme ich mir vor wie in „The Shining“. Abschließen nicht vergessen. Aber was hilft das schon gegen eine Axt.
17.07
Heute waren ca. 460 km geplant. Nach etwa 150km wird das Wetter schlechter. Bald darauf beginnt es zu regnen. Zuerst ganz leicht. Das ist ok. Die Kleidung bleibt trocken. Ich ziehe die Regengamaschen an damit meine Schuhe trocken bleiben. Bin aber zu faul um stehen zu bleiben und die Regenkleidung auszupacken. Bald darauf schüttet es aus allen Kübeln. Ich bin ziemlich schnell durchnässt.
Noch über 250 km vor mir? Ich friere. Das wird die Hölle. Ich fahre weiter. Es hilft nicht viel, die Schuhüberzüge zu tragen, wenn das Wasser innen an den Beinen runter rinnt. Die Freude am Fahren ist ziemlich schnell vorbei. Um abzukürzen nehme ich den Highway. Das verkürzt die Route um gute 60km.
Zum Glück reißt das Wetter auf und die Sonne kommt wieder etwas durch. Als ich in Riviere-du-Loup ankomme bin ich großteils wieder trocken. Wie sehr hätte ich mir heute einen dieser großen Maschinen gewünscht, mit großem Windschutz und wo die Verkleidung vor Regen schützt.
In Riviere-du-Loup kann ich bloß noch ein wenig rumlaufen, bevor es wieder zu schütten beginnt. Zeit zu schreiben. Hoffentlich wird es morgen besser. Ach, ich bin mittlerweile in Quebec. Hier wird primär französisch gesprochen. Das erschwert die Kommunikation etwas.
Sightseeing in Halifax. Ich laufe. Ich laufe durch die Straßen. Ich laufe rauf zur Zitadelle, von wo man einen guten Überblick auf die Stadt und die Umgebung hat. Und dann laufe ich zum Hafen. Das Wetter ist hervorragend. Viele Leute tummeln sich an der Promenade.
Kinder spielen und Straßenmusiker versuchen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Im Point of Pleasant Park, am Südzipfel, laden ein paar Stellen zum Baden in der Bucht ein. Leider habe ich meine Badesachen nicht dabei. Bei der Affenhitze kann ich der Versuchung nur schwer widerstehen mit samt der Kleidung in das kühle Nass zu springen.
Samstag verbringe ich einige Stunden auf dem Jazzfest. Der Eintritt ist frei.
Am Sonntag unternehme ich die erste große Fahrt. Etwa 250km sind geplant, 4 1/2 bis 5h. Am Vormittag geht es los, zuerst die Küste entlang. Ich komme an Buchten vorbei, in denen Segelschiffe sanft in den Wellen schaukeln.
Obwohl es 10 Uhr vormittags ist und bereits strahlender Sonnenschein, ist es am Meer entlang bitterkalt. Ich friere und muss einen Pullover anziehen. Die geplante Route zieht mich dann ins Landesinnere. Mittlerweile ist die Temperatur stark angestiegen, irgendwo sehe ich mal 36 Grad auf einer Anzeigetafel.
Bei dieser Hitze ist das Fahren anstrengend. Ich komme immer wieder an kleinen Seen vorbei. Rundherum befinden sich private Grundstücke mit Häusern drauf. Ich fahre ein paar der Seen ab und suche einen öffentliche Zugang. Vergebens. Es ist eine wahre Folter. Die Abkühlung ist zum Greifen nah und doch unerreichbar.
Sonntags sehe ich gegen Abend noch beim Libanesischen Festival vorbei. Als wäre man mit einem Schlag in einem anderen Land. Das Publikum besteht zum Großteil (ich gehe mal davon aus) aus Personen libanesischer Herkunft. Nur wenige Touristen oder Einheimische sind zu sehen. In einem Festsaal werden von diversen Gruppen Tänze aufgeführt. Ich genehmige mir einen großen Teller libanesischer Spezialitäten. Es gäbe noch einiges zu sehen. Aber ich muss weieter. In fünf Tagen habe ich mich bei meinen Freunden in Montreal angekündigt.
Nur Spass! 🙂 Aufgrund des Desasters beim Flug nach Australien (siehe eben diesen Blog), habe ich mich diesmal sehr gut vorbereitet.
11.07. Bis auf kleine Ungereimtheiten beim Online Check-in und wegen dem zweiten Gepäckstück, die sich aber zu meiner Zufriedenheit gelöst haben, ist diesmal alles gut verlaufen. Auf dem Flug nach Frankfurt, wo ich ca. zweieinhalb Stunden Zwischenaufenthalt habe, hatte ich einen super Platz. Kurz vor der Landung werden diverse Anschlussflüge durchgesagt. Bei einem der Flüge sagt die Flugbegleiterin: „Und für die Passagiere von Flug … nach … habe ich nur einen Rat: Laufen Sie!“
Nun ist es so, dass wenn, wie bei mir nur ein One-way Ticket vorliegt, man ein Weiterreise-Ticket haben muss/sollte, welches nicht in bestimmten Ländern enden darf. Tatsächlich werde ich beim Einsteigen in den Flieger nach Halifax gefragt, ob ein solches vorliegt. Verwehrt nämlich ein Land die Einreise, kann es sein, dass die Fluglinie für den Rücktransport der Person verantwortlich ist.
Die 7 Stunden nach Halifax vergehen wie im Flug. 😉 Dort wartet die nächste Hürd – die Immigration. Die Grenzbeamten erhalten bestimmt eine Schulung, damit sie auch wirklich grimmig wirken. Ich erkläre das Ziel meiner Reise und muss kein Ticket vorzeigen, die Einreise war kein Problem. Der Flughafen liegt gut 30 km von der City entfernt. Ich erwische noch den öffentlichen Bus, der bloß 3,25 CAD kostet. Ein Taxi würde ca. 60 CAD kosten und Shuttle Buse gibt es lt. Internet nicht mehr. In der City benötige ich dann trotzdem noch ein Taxi zur Unterkunft, knapp 40kg über 3,5 km schleppen wäre mir dann doch zu anstrengend. Aber der Bus tut es allemal, wenn man ein Hotel in der Innenstadt hat. Es ist unnötig, ein Taxi vom Flughafen zu nehmen.
Ich übernachte in einem Einzelzimmer in der St. Mary’s Universität, die in den Sommerferien Zimmer vermietet. Auch nicht viel teurer als im Dorm in der Jugendherberge. Gegen 9 Uhr Ortszeit bin ich endlich angekommen, bald darauf falle ich ins Bett.
12.07 So gegen 7 bin ich aus dem Bett. Duschen, kontinentales Frühstück und dann geht es los. Mein Motorrad ist schon seit drei Tagen hier und wartet sicher schon sehnsüchtig auf mich. Ich mache mich zu Fuß auf den Weg.
Station 1: Wallenius Wilhelmen Büro (das Schifffahrtsunternehmen), Entfernung ca. 3,5 km. Dort sind noch diverse Gebühren zu bezahlen. Vor Ort erfahre ich, dass kein Bargeld angenommen wird. Ich werde gebeten, auf das nächste Postamt zu gehen, dort kann ich eine Zahlungsanweisung erstellen lassen. Ok. „Wo ist das nächste Postamt?“ „Wissen Sie wo die Mall ist?“ „Nein, bin eben erst angekommen.“ „Hier und dort.“ „Danke“.
Draußen mal zur Sicherheit auf das Navi schauen. Das nächste Postamt, das mein Navi kennt, ist 2,5 km entfernt. Macht nichts. Marschiere ich eben. Dort wandle ich Bargeld in ein Stück Papier um, das das Schifffahrtsunternehmen bei einem Postamt wieder abholen muss. Dafür laufe ich eine Stunde durch die Gegend, aber es soll eben so sein. Meine Papiere werden abgestempelt. Nächste Station Zollamt, ca. 700m entfernt. Kopieren der Fahrzeug- und anderer Papiere, ein paar Fragen, schnell erledigt.
Somit darf ich das Motorrad abholen. Das Motorrad steht etwa 13 km entfernt auf der anderen Seite der Bucht. Ich nehme die Fähre und dann den Bus. Die erste Hürde ist der Ticketkauf. Für öffentliche Verkehrsmittel empfiehlt sich immer Münzen bei sich zu haben, da in der Regel auf Scheine nicht rausgegeben wird. Im Fährenterminal sitzt der Kassier leger in einer kleinen Bude und liest. Tickets gibt es nur gegen genaues Kleingeld. Der Kassier verweist mich an einen Automaten, wo ich einen Schein in Münzen wechsle. Noch habe ich keine Ahnung, was was ist. Mal Münzen angucken und andere Leute vorbei winken. Unter den Augen des Kassiers schmeiße ich die Gebühr in die Kassa, die ein wenig an eine Milchkanne erinnert, und erhalte das Ticket.
Ich warte sitzend auf einer langen Bank in der Halle des Terminals. Links von mir sind etwa 10-12 Kindergartenkinder mit ihren zwei Betreuerinnen. Ein kleines blondes Mädchen schiebt sich an mich heran und stößt mit dem Kopf an meinen Arm, sieht mich an und kichert. Ich zwinkere ihr zu. Die Betreuerin ruft: „Hey, Daniela sit down.“ Daniela entfernt sich. In einem unbeobachteten Moment schiebt sie sich wieder heran und stößt erneut mit ihrem Kopf an meinen Arm. Wir spielen dieses Spiel ein paar mal, bis die Fähre kommt.
Auf der anderen Seite der Bucht ist eine kurze Strecke zur Busstation zurückzulegen. Etwa 20 Minuten vor Mittag bin ich dann beim „Autoterminal“. Die Dame an der Rezeption kontrolliert und unterfertigt meine Papiere. Sie spricht in ihr Walky-Talky: „Ist es möglich ein BWM Motorrad vorne abzuliefern“. Das Gespräch geht hin und her. Es muss jemand mit einem Motorradführerschein gesucht werden. „Bis wann soll das geliefert werden?“. „Noch vor der Mittagspause, wenn möglich“. „Ok“.
Ich warte gespannt ein Weile. Wird alles OK sein? Wird die Batterie nach etwa 3 Wochen Stehzeit noch laufen? Bange Minuten vergehen, dann sehe ich, wie das Motorrad vorgefahren wird. Ich bin erleichtert und gehe nach draußen. Ich soll überprüfen, ob alles in Ordnung ist und keine Schäden vorhanden sind. Alles ist tadellos. Keine Schrammen, alles ist dran. Nur ein wenig schmutzig. Ist wohl die Tage, wo es auf mich gewartet hat, bei schlechtem Wetter draußen gestanden. Mit einer Unterschrift übernehme ich das Motorrad und mache mich auf den Weg Richtung Unterkunft. Ich bin froh, dass alles ohne Probleme, um nicht zu sagen, dass alles sehr gut verlaufen ist. Ich bin hier, mein Gepäck ist hier und mein Motorrad ist hier.
Am Nachmittag schließe ich dann erstmal die elektronischen Geräte (Alarmanlage, Kettenöler, USB Anschluss) an die Batterie an. D.h. Verkleidung entfernen, Schrauben von der Batterie entfernen, Kabel anhängen und wieder zusammenschrauben. Auch die Halterung für den Tankrucksack wird mit angebracht. Außerdem verpasse ich dem Motorrad noch eine kleine Handwäsche. Nachdem ich fertig bin, mache ich noch eine Testfahrt. Es scheint alles zu passen.
Ich bin angekommen.
Halifax ist mir, von dem, was ich so im durchfahren und durchlaufen gesehen habe, sehr sympathisch. Die nächsten zwei Tage, wo ich hier noch hier bin, werde ich mir Zeit für die Stadt nehmen. Morgen ist auch der letzte Tag des Jazz Festivals. Da sind diverse Konzerte frei. Ich werde sicher vorbeischauen.