Kategorie: Bolivien

  • kein McDonalds in Bolivien

    kein McDonalds in Bolivien

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    „Ich steh’ am Titicaca See,
    der Hintern tut vom Fahren weh.“
    Bewunderer der gehobenen Literatur erkennen sofort .. Hier ist ein Poet verloren gegangen.

    13.03. / 14.03.

    2 Nächte in Tupiza. Es ist sonnig und heiß.
    Eigentlich wollte ich mich auf die Spuren von Butch Cassidy and Sundance Kid begeben. Angeblich wurden die beiden in San Vicente, das etwa 110 km von Tupiza entfernt liegt, in einem Feuergefecht mit bolivianischen Soldaten erschossen. Ich gebe das Vorhaben nach knapp einer 3/4 Stunde auf. Die einspurige kurvige Schotterstraße führt durch die Berge und ich habe vielleicht 15 bis 20 km geschafft. Da würde ich 5h nur in eine Richtung benötigen. Also erkunde ich die nahe Umgebung und verbringe einen gemütlichen Tag. Auch hier gibt es eine bizarre Landschaft, kostenfrei, sofern man die Möglichkeit hat hinzukommen.

    15.03.

    Von Tupiza geht es nach Potosi. Zum zweiten Mal quäle ich mich durch den horrenden Verkehr in die hochgelegene Innenstadt. Diesmal blieb mir das Wetter hold. Die Regenzeit scheint dem Ende entgegen zu gehen. Es regnet zwar jeden Tag noch immer, aber es handelt sich meist nur um kurze Schauer am Nachmittag oder Abend.

    Viel steht nicht auf dem Plan. Am frühen Abend gehe ich mit zwei Kanadierinnen und einem Amerikaner eine Kleinigkeit essen. Etwas später dann noch mal mit einem Belgier und zwei Schweizerinnen. Wir bewegen uns in der nahen Umgebung des Hostels. Nach dem Essen fragen wir auf der Straße ein paar Einheimische, wo wir noch etwas trinken gehen können. Sie sagen uns, wo es sicher ist und wo nicht. Auf dem Hauptplatz spricht uns dann kurz darauf ein ziemlich betrunkener Einheimischer auf englisch an, so um die 30, besser gekleidet. Er kriegt kaum einen geraden Satz raus. Wir hören ihm eine Weile zu. Der Belgier in unserer Gruppe, ich kann mich an den Namen nicht mehr erinnern und nenne ihn einfach B, wird dann von einem anderen einheimischen Typen etwas auf die Seite gezogen. Bei solchen Sachen werde ich misstrauisch. Was ist es, was nicht vor der Gruppe besprochen werden kann?

    B sagt dann zu uns, der Einheimische kann uns zu einem Lokal bringen. Ich traue der Sache nicht ganz. Wir gehen zwei Blöcke weit, als uns die Einheimischen von vorher von weitem Zurufen. „Hey, Hey, No, No – nicht in diese Richtung, das ist eine unsichere Gegend.“ Der andere ist kurz darauf verschwunden. Wir plaudern noch eine Weile mit ihnen und probieren vom hochprozentigen Schnaps den die Gruppe mit hat. Danach kehren wir kurz in ein kleines schmuddeliges aber nettes Hardrock-Lokal ein, in dem ein paar Leute mit ihren schwarzen Lederjacken und dunklem Erscheinungsbild sitzen.

    16.03.

    Die Fahrt von Potosi nach Oruro ist wieder mal ein wahres Highlight. Bei kaltem, aber blendendem Wetter geht es meist auf über 4.000m Seehöhe auf einer Strecke mit langgezogenen Kurven durch eine wunderbare Landschaft dahin. Es ist ein Tanz mit der Natur.
    Oruro hingegen ist nicht unbedingt ein Highlight. Ein Schauer zieht über die Stadt und ich ziehe mich nach dem Essen in mein Hotelzimmer zurück und sehe fern. An einem Denkmal an der Stadtausfahrt sieht man den dominierenden Industriezweig (Abbau von Rohstoffen) und wer auch dazu beiträgt (China). Das Denkmal ist ein riesiger Bergarbeiter Helm und davor schlingt sich ein Drache.

    17.03.

    So schön die Strecke von Potosi nach Oruro war, so schrecklich war die Strecke von Oruro nach La Paz. Eine einzige Baustelle, da sie gerade auf 4 Spuren ausgebaut wird. Schwere alte LKWs und Busse verpesten die Luft mit ihren stinkigen Abgasen. Die ersten Vororte von La Paz sind ein wahrer Horror. La Paz ist wieder eine der Städte, wo sich die Verkehrsregeln in – der schlechten – Luft auflösen. Jeder fährt wie er will. Man nähert sich der Stadt auf 4.000m Seehöhe, fährt ungefähr 10km durch die Vororte, dann erreicht man quasi die Kante der Hochebene und ist mal völlig baff vom Anblick, der einem geboten wird.

    Man blickt hinab in ein weites, tiefes Tal. Auf allen Hängen, egal wie steil und hoch, schmiegen sich die Häuser aus rot-braunen Ziegeln. Nachts sehen die Lichter der Häuser so aus, als würden tausende von Kerzen leuchten.
    Laut Wikipedia liegt der tiefste Punkt der Stadt bei etwa bei 3.200m und der höchste bei etwa 4.100. Laut GPS liegt das historische Zentrum auf einer Höhe von ca. 3.600m.

    Als ich durch die Vororte gefahren bin, hatte ich einen negativen Eindruck. Abends und auch als es schon dunkel ist, spaziere ich durch die Stadt. Menschenmassen drängen sich durch die Gassen, der Verkehr staut sich in den Straßen. Ich finde gefallen an ihr. Sie hat auf ihre Weise ihren eigenen Charakter und Charme.

    Irgendwer hat mir erzählt, dass es in Bolivien keinen McDonalds gibt. Zuerst habe ich in einem Restaurant einen Salat gegessen. Der Salat war nicht gerade füllend und es hat mich noch in eines der lokalen Fast Food Restaurants getrieben, wo ich noch einen Burger gegessen habe. Das Ambiente, Einrichtung, Ablauf, unterscheiden sich in kleinster Weise von großen internationalen Ketten … und es schmeckt auch nicht viel anders.

    Zurück im Hostel habe ich dann etwas im Internet nachgelesen. Und hier ist ein typisches Beispiel zu finden, wie Medien falsche Informationen verbreiten.
    McDonalds hat sich 2012 tatsächlich aus Bolivien zurückgezogen, sie konnten hier nicht wirklich Fuß fassen und bei der Bevölkerung ankommen.

    In den Medien wurde das dann großteils folgendermaßen dargestellt. Die Bolivianer „zeigen Respekt vor ihrem Körper und sind sehr vorsichtig welche Nahrung sie zu sich nehmen“, waren misstrauisch gegenüber dem Fastfood, das lokale „Fastfood“ wie z.B. Empanadas werden bevorzugt, usw. Vollkommener Schwachsinn!
    Hier im Zentrum von La Paz habe ich mindestens fünf unterschiedliche Fastfood Ketten ausmachen können, die nach dem Prinzip McDonalds, Burger King, KFC, … arbeiten. Beinahe an jeder zweiten Ecke findet sich ein derartiges Lokal. Von wegen, Respekt vor dem eigenen Körper …

    19.03.

    Ich verlasse die Großstadt und fahre auf der Ruta 2 weiter nach Copacabana. War ich froh, als ich das Verkehrschaos hinter mir hatte.
    Etwa 40 km vor Copacabana ist es notwendig, ein kurzes Stück mit der Fähre zu überwinden. Die Fähren sind sehr einfache flache Holzboote, auf die vielleicht zwei Autos passen.

    Während ich warte, kommt Peter aus Deutschland an. Es schlingert ganz schön und wir müssen unsere Motorräder festhalten. Wir fahren gemeinsam weiter. In Copacabana checken wir in einem feinen Hotel am Strand ein und lassen es uns mit dem letzten Geld noch gut gehen. Zur peruanischen Grenze sind es nur noch 9 Kilometer.

    Lt. Wikipedia war Copacabana mal ein indigenes religiöses Zentrum, heute ist es ein ziemliches Touristendorf, das hauptsächlich aus Hotels. Restaurants und Souvenirshops besteht.
    Trotz allem ist die Gegend hier ziemlich schön, und Lake Titicaca ist riesig. Das Wasser reicht bis zum Horizont. So lasse ich morgen das nächste Land hinter mir und besuche erneut Peru.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.

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    06.02.

    Ein neues Land auf meiner Reise. Wir überqueren die Grenze bei Villazón. Am Grenzübergang ist die Hölle los. Scharenweise werden die Leute mit Bussen angekarrt. Lange Schlangen stehen an den Schaltern. Personen, die mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind, werden zum Glück schneller abgefertigt.

    Wir sind an diesem Tag schon lange unterwegs, der späte Nachmittag ist angebrochen. In Villazón versuchen wir, Geld aus den Automaten zu bekommen. Was nicht wirklich funktioniert. Also entscheiden wir weiter zu unserem Ziel, Tupiza, zu fahren und es dort zu versuchen. Wenige km hinter der Stadt, werden wir bei einer Mautstation angehalten. USD werden nicht akzeptiert. Also zurück ins Dorf. Kein bolivianisches Geld in der Tasche, müssen wir im schlimmsten Fall wieder umkehren und nach Argentinien zurück. Wir finden dann doch noch einen Bankomaten, der Bolivianische Bolivar und auch USD ausspuckt.

    07.02.

    In Tupiza treffen wir im Hotel erneut auf einen Steve (Stephen). Diesmal nicht aus den Staaten, sondern aus Kanada. Er ist für ein paar Monate in Südamerika unterwegs. Für uns gut, wir müssen uns nicht viele Namen merken.
    Von Steve erfahren wir, dass die Strecke von Tupiza nach Uyuni nicht sehr gut ist. Die letzten Tage hat es geregnet. Steve hat von jemandem erfahren, der die Strecke mit dem Bus genommen hat, dass sie anstatt der 6 Stunden, für 14 Stunden unterwegs waren und die Leute teilweise schieben mussten. Aufgrund meines Problems mit dem Kühler bleiben wir von nun an auf sicheren Strecken, entscheiden gemeinsam mit Steve nach Potosi zu fahren und dann von dort die asphaltierte Strecke nach Uyuni zu nehmen.

    Die Strecke nach Potosi ist ziemlich gut ausgebaut und wir gleiten gemütlich dahin. Wir sind auf etwa 3.500m Seehöhe unterwegs. Es ist erstaunlich warm und das Wetter ist mit uns. Nur an den Bergen hängen oft dichte schwarze Wolken. Etwa 40 km vor Potosi sehe ich auf meinem GPS Gerät, dass es uns mitten in eines dieser schwarzen Löcher hineinzieht. Ich habe bloß gehofft, dass wir trocken ankommen. 25km vor Potosi sind wir mit einem Schlag mittendrin. Binnen weniger Sekunden gibt es einen Temperatursturz von etwa 25 Grad C auf etwa 5 Grad C. Es hagelt, es friert in den Fingern, das Visier beschlägt. Ich zähle jeden einzelnen Kilometer runter.
    Es ist ein eigenartiges Schauspiel, in die Stadt zu fahren .. dunkel und bedrückend. Kurz vor Potosí befindet sich der Cerro Rico, in dem vorwiegend Silber abgebaut wird. Die dicken, schwer beladenen LKWs der Minengesellschaften verdrecken den Weg und fahren langsam auf der kurvigen Straße den Berg hinab. Durch ein Labyrinth von Straßen geht es in das Stadtzentrum, sie sind mit Autos verstopft und ein Gewusel an Leuten, alles was Beine hat, scheint unterwegs zu sein.

    Am Abend gehen wir aus, um Abend zu essen. Auf dem Hauptplatz bewerfen sich die Kinder mit Wasserballons. Wie wir erfahren, hat dies mit dem Karneval zu tun und scheint eine Tradition zu sein. Die Kinder veranstalten regelrecht einen Krieg, gruppenweise mit Angriff und Gegenangriff. Eine Verkäuferin verscherbelt aus einer Tonne raus scharenweise die Wasserballons an die Kinder.

    08.02.

    Am Vormittag spazieren Andi und ich etwas durch die Straßen. Wir geraten in einen riesigen Markt, der sich über mehrere Straßenblöcke erstreckt, Norden – Süden, Osten – Westen. Man findet alles. Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern verkaufen die Leute in ihren kleinen Ständen Obst, Gemüse, Fleisch. Es gibt Nahrung in Überfülle. Dazwischen gibt es immer wieder Buden, wo gekocht wird. In einer dieser Stände essen auch wir etwas. Hühnchen, Bohnen irgendwas, Nudeln, Tomatensalat.
    Über Zunge, von welchem Tier auch immer, haben wir uns nicht drüber getraut.

    Potosi hat eine lange Geschichte im Silberabbau. Das Casa Real de la Moneda, das Münzmuseum, ist eines der interessantesten Museen, das ich besucht habe. Hier erfährt man viel über die Geschichte der Münzprägung in ganz Amerika. Angefangen von der Prägung mit Hammer und Siegel, bis hin zur elektrisch betriebenen Maschine. Ausgestellt sind verschiedenste Apparate, die für die Herstellung von Münzen verwendet wurden. Im Museum sind drei riesige Holzapparaturen – aus Frankreich – zum Pressen von Silber ausgestellt, die von Eseln oder Sklaven (was jedoch verschwiegen wird) angetrieben wurden.
    In Südamerika haben die Spanier in verschiedenen Ländern gleiche Münzen hergestellt. Zur Unterscheidung, wo die Münzen geprägt wurden, haben sie Jahreszahl und eine Ortsprägung erhalten. Im Fall von Potosi waren es die Buchstaben PTSi, die übereinander gelegt wurden.
    Wie uns die Dame, die die Führung macht, erzählt, sind aus den Buchstaben S und i das Dollar bzw. Peso Zeichen $ entstanden.

    09.02.

    Am Abend zuvor ist Mike aus den Staaten zu uns gestoßen. Er ist knapp 30 Jahre und war ein paar Jahre bei der Army, davon ein Jahr in Afghanistan. Steve, Mike, Andi und ich fahren gemeinsam weiter nach Uyuni.
    Von Potosi nähert man sich Uyuni von einem Berg. Das Tal ist endlos. Auf der großen Ebene wirkt die Stadt Uyuni winzig klein. Wolken entleeren sich in riesigen Vorhängen aus Wasser in der weiten Ebene, hin und wieder fahren Blitze  zur Erde hinab. Und wieder stehe ich da und kann mich nicht satt sehen, an dem Schauspiel, das geboten wird.

    In Uyuni wird unsere Gruppe erneut größer. Vor unserem Hotel begegnen wir Taylor aus Seattle, der mit seiner 650er GS unterwegs ist. Er ist bereits seit ungefähr 5 Monaten unterwegs und hat knapp noch drei Wochen vor sich.

    10.02.

    Die Fahrt mit dem Motorrad auf dem Salzsee ist nicht möglich – wäre schon möglich, aber wir entscheiden uns dagegen, da im Moment Regenzeit und der See mit Wasser bedeckt ist. Es sind meist nur wenige Zentimeter. Wir mieten am Vormittag einen Jeep bei einer Tour-Organisation und fahren hinaus. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Etwas weiter draußen auf dem See, scheinen See und Himmel ineinander überzugehen. Die Spiegelungen vermitteln den Eindruck, als würde man in der Luft schweben.
    Von Wikipedia her ist ja bekannt, dass sich unter der Salzkruste ein See befindet. Nur war uns nicht bewusst, dass die Salzkruste kaum dicker als 10cm ist. Wir sind weit vom Ufer entfernt, als wir ein Loch bemerken und somit die Dicke der Salzkruste sehen. Und nachdem wir das erste Loch gesehen haben, nehmen wir auch all die anderen unzähligen kleineren und größeren Löcher wahr. Unser Fahrer erzählt, dass hin und wieder Fahrzeuge einbrechen, aber ihm ist das noch nicht passiert.

    Steve verlässt uns und fährt in Bolivien weiter nach Norden. Taylor, Mike, Andi und ich fahren von Uyuni auf der Ruta 5 weiter Richtung Chile. Das Ziel ist die Grenzstadt in Chile. Die Straße ist sehr ruppig. Irgendwo verliere ich meine Seitenverkleidung, die ich hinten auf meiner Tasche festgemacht habe –  anscheinend nicht fest genug. Ich habe sie nicht montiert, weil ich dauernd Wasser in meinen Kühler füllen muss. Ich fahre zurück und finde sie wieder. Ich muss die Seitenverkleidung wohl eine Weile hinter mir her geschleift  haben. Sie ist nicht mehr zu gebrauchen und ich lasse sie liegen. Zu guter Letzt fällt mir auch noch das BMW Emblem auf der anderen Seite ab.
    Ich hatte keine Probleme mit meinem Motorrad, bis ich nach Patagonien gekommen bin. Es ist wahrlich eine raue und ruppige Gegend. Mein Motorrad scheint in alle Einzelteile zu zerfallen.
    Kurz vor der Grenze zu Chile stürzt Taylor auf einer sandigen Stelle. Ich habe das ganze nicht mitbekommen, weil ich die Führungsposition hatte und Taylor an dritter Stelle war. Ich war etwas voraus und dachte zuerst, sie sind stehen geblieben, um Fotos von der wunderschönen Landschaft zu machen. Als ich sie dann wild herumlaufen sah, wurde mir bewusst, dass etwas nicht stimmt. Taylor ist zum Glück nichts passiert. Aber die linke Seite seines Motorrades wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Seinen Koffer hat es zerrissen. Das Armaturenbrett ist verschoben, Blinker, Windschutz, Spiegel … alles hinüber. Aber das Motorrad fährt. Was für ein Glück.

    Wir übernachten in der Grenzstadt. Die Stadt macht den Eindruck eines Outposts, einer alten Westernstadt. Früher haben hier mal Züge angehalten. Aber der Bahnhof gleicht einem Friedhof. Die Gebäude sehen heruntergekommen aus. Überraschenderweise sind sie innen aber alle sehr lieb ausgestattet. Wir haben nur bolivianisches Geld. Spät am Abend und weit entfernt vom nächsten Bankomaten, weiß die Dame im Hostal das zu nutzen und zieht uns das Geld aus der Tasche.

    11.02. / 13.02.

    Grenze – Antofagasta – Caldera – La Serena
    Erneut geht es ein Stück und wieder viele, viele Kilometer durch die Atacama. Auf eine gewisse Art mag ich sie und zugleich „hasse“ ich sie, diese endlose Wüste.

    13.02. – 15.02.Ein Zwischenstopp in La Serena. Das Wochenende naht, so lässt sich, was meinen Kühler betrifft, wenig ausrichten. Wir entscheiden uns zu bleiben und am Sonntag die letzten Kilometer nach Santiago zu fahren. Mein Kühler leckt mittlerweile sehr, die Klebemasse weicht langsam auf. Jeden Tag muss ich mehr und mehr Wasser nachfüllen. Es sind beinahe 1/2 Liter.
    Nach einem feuchtfröhlichen Abend mit Taylor und Mike sitzen Andi und ich im Hostel noch lange Zeit mit anderen Gästen zusammen.
    Ich habe es bereits mehrmals erwähnt, es gibt Hostels, da fühlt man sich äußerst wohl. Dieses hier ist ein Wohnhaus auf einem großen Grundstück, in dem, ich glaube, maximal 20 Betten vermietet werden. Ein paar im Haus, der Rest in Bungalows. Große Palmen stehen im Garten, freundliche Betreiber .. ein Platz zum Verweilen. Es ist so, als würde man „Zu Hause“ sein.

    Danke fürs Lesen, Jürgen.