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Im Juni 2017 bin ich mit dem Motorrad nach Portugal und wieder zurück gefahren. In 4 Wochen habe ich 8.500 km zurückgelegt. Ich muss zugeben, dass diese Strecke viel zu viel war.
Anders als z.B. in Südamerika, wo es weite Distanzen zwischen Dörfern und Städten gibt, ist Europa viel dichter und gedrängter und es gibt so viel an Kultur zu sehen und eine Unmenge an schönen Orten, an denen man gerne Zeit verbringen möchte. Auch 3 Monate wären zu wenig gewesen.

Im Folgenden findet sich eine lose Ansammlung an Eindrücken, Begegnungen und Erlebnissen, die ich in diesem Monat unterwegs erfahren habe. Klickt euch durch. Es waren wieder ein paar nennenswerte Ereignisse dabei, z.B. als ich im Schnee stecken geblieben bin, oder das Pärchen in Sevilla mit Hang zum dritten Reich.

Warum Cuenca?

 

Cuenca liegt so circa in der Mitte zwischen Madrid und Valencia und ist bekannt für die „hängenden Häuser“. Die Altstadt ist strategisch auf einem Fels gebaut und hat viele enge, steile Gassen. Die Stadt und auch die nahe Umgebung mit vielen Wanderwegen ist einen Besuch wert.

 

In Cuenca bin ich im Green River Hostel abgestiegen, neu, schöne Ausstattung, nette Eigentümer – ich war der einzige Gast. Während ich durch die Stadt spaziert bin, ist am späten Nachmittag ein Unwetter aufgezogen. Auf dem Rückweg habe ich mich schon auf einen Leseabend eingestellt.

Zurück im Hostel findet eine Party statt. Ein Familienmitglied hatte Geburtstag. Ich werde gefragt, ob ich ein Bier will. Habe ich schon jemals Nein zu einem Bier gesagt?

In meinem schlechten Spanisch und deren auch nicht so gutem Englisch unterhalten wir uns eine Weile. Ich trinke 2, 3 Bier. Es war sehr nett.

 

 

Zwischendurch fragen sie mich: „Warum bist du nach Cuenca gekommen? Alle Leute fahren im Süden ans Meer oder nach Madrid und Barcelona oder in den Norden.“

Ich sagte bloß: „Warum nicht?“

Sie schienen eine Weile zu überlegen und letztendlich sagten sie: „Ja, du hast recht!“

 

Der Punkt dieser Geschichte und Abschlussworte.

Wann immer ich von einer Reise zurückkomme, werde ich von irgendjemand gefragt: Warum hast du dir diese Sehenswürdigkeit nicht angesehen und warum jene nicht? Und warum bist du dorthin gefahren? Was gibt es da? Da gibt‚s doch nichts!

 

Das stimmt nicht. Dort wo sonst keiner hinfährt, fangen die Abenteuer an. Zu entdecken und zu sehen gibt es überall etwas. Und ich behaupte, dass man in Madrid oder Barcelona (ohne Zweifel sehr schöne Städte) nicht so oft spontan dazu eingeladen wird, an einer Familienfeier teilzunehmen.