2017 Frankreich Spanien Portugal Italien

Album

 

Im Juni 2017 bin ich mit dem Motorrad nach Portugal und wieder zurück gefahren. In 4 Wochen habe ich 8.500 km zurückgelegt. Ich muss zugeben, dass diese Strecke viel zu viel war.
Anders als z.B. in Südamerika, wo es weite Distanzen zwischen Dörfern und Städten gibt, ist Europa viel dichter und gedrängter und es gibt so viel an Kultur zu sehen und eine Unmenge an schönen Orten, an denen man gerne Zeit verbringen möchte. Auch 3 Monate wären zu wenig gewesen.

Im Folgenden findet sich eine lose Ansammlung an Eindrücken, Begegnungen und Erlebnissen, die ich in diesem Monat unterwegs erfahren habe. Klickt euch durch. Es waren wieder ein paar nennenswerte Ereignisse dabei, z.B. als ich im Schnee stecken geblieben bin, oder das Pärchen in Sevilla mit Hang zum dritten Reich.

Natur

Ich habe keine Ahnung, welche Art von Bäumen da in den Wäldern im Norden von Spanien und Portugal wachsen. Aber die Natur riecht in dieser Gegend dermaßen gut.

 

 

Landwirtschaft

Von Granada, Caravaca de La Cruz, Cuenca, nach Saragossa bin ich hunderte Kilometer nur durch Farmland gefahren. Der Begriff „Lebensmittelproduktion“ hat für mich einen komplett neue Bedeutung erhalten.

 

Évora

In Spanien und Portugal gibt es mehrere Knochen-Kapellen und -Kirchen. Wenn Friedhöfe voll waren oder Bauland benötigt wurde, wurden die Friedhöfe manchmal ausgehoben und die menschlichen Knochen wurden zu einem Gebäude „verarbeitet“.

In Évora, so wird gesagt, steht ein besonders beeindruckendes Exemplar.

 

Pizza Vending Machine

In Évora bin ich auch auf einen anderen Gegenstand gestoßen, als ich durch die Gassen spaziert bin. In einer Ecke hat ein großer roter Kasten meine Aufmerksamkeit erregt. Bei näherer Betrachtung hat es sich um ein Pizza-Back-Gerät gehandelt, welches Pizza frisch gemacht hat. Die Welt hält immer wieder Überraschungen bereit.

Leider hatte ich erst wenige Minuten vorher gegessen, sonst hätte ich das Ding doch glatt ausprobiert.

 

Diebstahl

Als ich in Amerika unterwegs war, hatte ich mir eine Routine zurechtgelegt. Wenn ich am Ziel angekommen bin und eingecheckt habe, dann habe ich bewegliche Sachen, die irgendwie am Motorrad festgemacht waren, abgenommen und mit ins Hostel genommen – manchmal sogar die Metallkoffer. Ich habe das Bremsscheibenschloss angelegt, das Motorrad mit einer Plane abgedeckt (aus den Augen aus dem Sinn) und die Alarmanlage aktiviert. Egal, ob ich auf der Straße oder auf einem bewachten und bezahlten Parkplatz in einem Hotel geparkt habe.

Auf meiner Reise nach Portugal wurde ich nachlässig, ich habe mich in Europa zu sicher gefühlt. In Sevilla habe ich in einem Hostel übernachtet, welches an einem kleinen Platz lag. Rundherum Restaurants und Hotels. Ich habe es nicht als notwendig betrachtet, diverse Sachen vom Motorrad zu nehmen. Dachte: „Hier wird mir doch nichts gestohlen“

Tags darauf haben mir mein Zelt, sowie diverse Sachen aus meinem Tankrucksack gefehlt – Luftdruckprüfer, GPS-Logger, USB Kabel, Taschentücher, Windabweiser für den Helm. Ich glaube, die betreffende(n) Person(en) haben einfach mal alles so schnell wie möglich gerafft, was greifbar war. Weil, wozu stiehlt man Taschentücher? Außer man hat Schnupfen ..

 

 

Die Armen und Reichen

In Avignon und Nizza ist es mir besonders aufgefallen. Viele Obdachlose und Bettler waren auf den Straßen. In den teuren Einkaufsstraßen sind die Wohlhabenden mit schicken Klamotten und die Hände voll mit Einkaufstaschen aus den Boutiquen gekommen und an den Bettlern vorbei gestiefelt. Verzweifelt und händeringend haben sie gestikuliert: Du hast zig Euro für Kleidung ausgegeben , aber für mich keinen Cent?

Abends haben die Urlauber bei warmem Wetter draußen in den Restaurants gespeist. Nur wenige Meter daneben haben Obdachlose ihr Nachtlager aufgeschlagen.

 

 

Terror

2017 war Frankreich wegen mehrerer Anschläge für mehrere Monate im Ausnahmezustand.

An einem der Tage war in Frankreich landesweit „Tag der Musik“. Ich war an diesem Tag in Nizza. Abends wurde in den Straßen an jeder Ecke und in jedem Lokal Musik gespielt. Alles, was Füße hatte, war unterwegs.

Im Zentrum von Nizza sind Soldaten mit angeschlagenem Gewehr durch die Menge marschiert und haben mit Ihren Blicken die Leute regelrecht gescannt. Auf der Flaniermeile ist ein Müllwagen in Begleitung eines Polizeiautos von Mülleimer zu Mülleimer gefahren um diese zu kontrollieren.

 

 

Genua

Einfach nur hinfahren und ansehen!